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VON VERENA ZÜRCHER
EMBD VS Trittsicher und mit feinem Gespür begleitet Bergbauer
Dani Wismer (35) mit seinen gepäckbeladenen Yaks, einem Sherpa aus
dem Tibet und einem Walliser Bergler naturverbundene Gäste durch
die Alpen. Das ist Yak-Trekking. Eine Verschmelzung von bäuerlicher
Innovation, Walliser Tradition und fremdem Kulturgut.
Ein atemberaubendes Panorama, duftendes Wildheu, trotzige Lärchen,
knorrige Wurzelstöcke, kantige Felsen und Gesteinsbrocken: Inmitten
dieser wilden Schönheit weiden 46 Yaks. Zotteliges, dunkles, helles
oder geschecktes Rindvieh, dessen ursprüngliche Heimat der Himalaja
ist.
Weiter oben, auf 1650 Metern über Meer, kleben sonnenverbrannte,
von Wind und Wetter zerfurchte Häuschen und Stadel am felsigen Bord.
Tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind. Gegacker von allerlei Geflügel
vermischt sich mit dem Geläut asiatischer Glocken und Schellen.
Die «Roti Flüo» oder «Yak Tsang Ling» ist
ein Kleinod. Sie ist der Ausgangspunkt zum Hochgebirgs-Yak-Trekking
und die Heimat von Dani Wismer: ein Zugewanderter, einst Weltenbummler
aus der Innerschweiz. Auf seiner Weltreise hat er in Tibet eine Lebensweise
entdeckt, die ihm behagt: «Ach, wie wurde ich von allen Seiten belächelt,
als ich das Walliser Heimetli erwarb und Yaks zu züchten begann»,
erzählt der helle Kopf, der noch tausend pfiffige Ideen auf Lager
hat.
Mittlerweile hat er gezeigt, dass es ihm ernst ist: Aus dem 1,7 Hektaren
grossen Flecken ist in sechs Jahren ein Weidegut von 30 ha geworden. Die
Herde ist auf 50 Köpfe angewachsen. Ein Teil der lotterigen Liegenschaft
ist zum modernen, gemütlichen Gästehaus umgebaut worden. Ein
Ort, wo sich alle, die «Yak Tsang Ling» besuchen, wohl fühlen
auch bei schlechtem Wetter.
Wismer hat noch einiges vor: Die schönen Gebirgs-Touren, die Nächte
im tibetischen Zelt und das währschafte Essen sind erst der Anfang.
Ein Tibet-Lehrpfad und ein Yak-Museum sind in Planung. «Bei allem,
was ich tue, achte ich darauf, dass ich das Dorf, die Region, mit einbeziehe»,
betont Dani Wismer.
Er weiss nur zu gut, wie schwer es ist, sich in den Bergen als Einzelkämpfer
zu behaupten. Das ist im Wallis nicht anders als im fernen Tibet. Spätestens
im Winter spürt der Yak-Züchter dies besonders gut. Dann sind
er und seine genügsamen Tiere einzig damit beschäftigt, den
Schneemengen zu trotzen.
Yak-Trekking:
Anmeldung/Reservation (nötig für Trekking & Massenlager)
und ausführliche Infos bei Daniel Wismer, «Yak Tsang Ling
Roti Flüo», 3926 Embd VS,
Tel./Fax: 027/952 14 22.
E-Mail: info@yaks.ch
Kosten:
2-Tage-Trekking inkl. Verpflegung und Unterkunft in tibetischem Zelt:
Fr. 190.- (Kinder 130.-).
Übernachtung im Gästehaus «Roti Flüo» (Massenlager)
ab Fr. 20.-
Frühstück ab Fr. 5.-
Hauptmahlzeiten ab Fr. 15.-
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Ein Erlebins in der freien Natur: Die von Daniel Wismer geführten Yaks
sind auch in schwierigem Gelände absolut trittsicher.
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