Ganzer Text

über die grösste Yakherde in der Schweiz.

über unser Angebot an Zuchtbullen

über unser Angebot an Yakfleisch

über unser Massenlager in Embd auf 1600 müM

Sie unsere Tiere sicherlich auch einmal in Natura sehen wollen.

Deshalb gleich hier zu Beginn der Weg zu uns
Ab Brig mit der BVZ-Bahn , Brig-Visp-Zermatt Bahn, bis Station Kalpetran.
Anschliessend mit der Luftseilbahn Kalpetran-Embd nach Embd.
Mit dem Auto von Visp, Richtung Zermatt, nach Stalden. Nach Dorfende Stalden
Abzweigung, Richtung Törbel-Embd, bis nach Embd-Dorfplatz.

Parkplatz bis zur Roti Flüo:

Ab Embd-Parkplatz zu Fuss bis zur Roti Fluo, ca. 45 Minuten.

Der Fussweg ist ab Parkplatz, Richtung Visp, signalisiert.
flagge geschickt

erstellt und unter schnieper.ch zur internen Besichtigung freigegeben.
von www.yaks.ch an UML


flagge geschickt

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flagge geschickt

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von www.yaks.ch an UML


Wir haben in der Zwischenzeit ganz toll gearbeitet. Viele Fotos haben
den Weg via Scanner und Bildbearbeitungsprogramm, via EMail und FTP auf

Auch der Bärti ist nicht untätig geblieben, und hat mal alle
Screenshots unserer Links erstellt und bearbeitet und eingebettet. Danke,
Bärti, für deinen Einsatz!!

My Comment: Bitte gern geschehen!!


gekündigt. Per 7. Februar 2004 wird dann spätestens das neue Design
von YAKS.CH sichtbar sein.
den Weg vom Unterland zu uns auf die Roti Flüö gefunden. Zusammen
haben wir bis tief in die Nacht hinein am Design und an der Navigation unserer
neuen YAKS.CH Seite gebastelt.

Fazit: Wir sind auf dem richtigen Weg!!
Flagge geschickt.

So lche Animierten GIFS stammen aus dem letzten Jahrtausend!!

erstellt und zur internen Besichtigung freigegeben.
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flagge geschickt

erstellt und unter schnieper.ch zur internen Besichtigung freigegeben.
von www.yaks.ch an UML


Lobsang und Tenzing Barshee vom 'Angry Monks' in Basel

haben wir die neue Page freigeschaltet.Ein paar Fotos fehlen zwar noch und
der Marktplatz ist noch nicht eingerichtet. Aber die wichtigen Sachen sind
fertig.
gezügelt
mit warmer Dusche und einer gut eingerichteten Küche zum Selberkochen.
Mit eigenem Schlafsack

Kinder bis 12 Jahre

Halbpension

Vollpension


 25.-

pro Person

Einkaufsmöglichkeiten im Dorf Embd vorhanden (Bank)
Ab Brig mit der BVZ-Bahn , Brig-Visp-Zermatt Bahn, bis Station Kalpetran.
Anschliessend mit der Luftseilbahn Kalpetran-Embd nach Embd.

Mit dem Auto von Visp, Richtung Zermatt, nach Stalden. Nach Dorfende Stalden
Abzweigung, Richtung Törbel-Embd, bis nach Embd-Dorfplatz.
Ab Embd-Parkplatz zu Fuss bis zur Roti Fluo, ca. 45 Minuten.

Der Fussweg ist ab Parkplatz, Richtung Visp, signalisiert.
ein typisches, steiles, terrassenförmig angelegtes Walliser Bergdorf,
mit den schönen unverwüstlichen Quarzit-Steinplatten-Dächern
aus dem heimischen Steinbruch, liegt am Westhang des vorderen Mattertals,
am Gegenhang von Grächen.

Die Gemeinde besteht aus gut einem Dutzend Weilern. Das Gemeindegebiet
umfasst eine Fläche von 1'337 ha und weist von Grund bis Grat, zwischen
der Vispa bei Kalpetran (850 m ü. M.) und dem Schwarzhorn, am Übergang
ins Turtmanntal (3'201 m ü. M.), einen Höhenunterschied von
2'350 m auf. Das gesamte Gebiet verfügt über eine sehr artenreiche
Tier und Pflanzenwelt. Seit Menschengedenken haben die Embder den Ehrgeiz,
an ihrem steilen Hang, die Rebe zu ziehen.

Um diesen Wein, der seiner Höhenlage (1'030 m ü. M.) entsprechend
von saurer Güte ist, weiss der Volksmund noch heute viele humorvolle
Anekdoten zu berichten.


Embd ist von Stalden her (8 km) mit dem Auto oder mit der BVZ ZermattBahn
und der Luftseilbahn Kalpetran Embd rasch erreichbar. Die Luftseilbahn
Embd Schalb erleichtert Aufstiege zu Höhenwanderungen.


Das Gebiet von Embd ist seit 1'000 Jahren besiedelt; heute zählt
die Gemeinde 355 Einwohner. Der Embder liebt seinen Berg, ist arbeitsam,
kontaktfreudig, verfügt über einen starken Gemeinschaftssinn,
ist hilfsbereit und nimmt sehr aktiv am vielfältigen Vereinsleben
teil. In Embd selbst gibt es zuwenig Arbeitsplätze, so dass die Embder
auswärts arbeiten müssen, vor allem bei der Lonza AG in Visp
und bei der Scintilla AG in St. Niklaus. In der Freizeit wird das heimische
Land betreut. So hat die Landwirtschaft als Vollerwerb in den letzten
Jahrzehnten an Bedeutung verloren.


Zur Verbesserung der Lebensqualität hat die Gemeinde in den letzten
15 Jahren verschiedene Bauwerke ausgeführt. Erwähnt seien die
neue Verbindungsstrasse Brunnen Embd sowie Flurstassen, eine Zivilschutzund
Parkanlage, der Schulhauserweiterungsbau eine Mehrzweckhalle mit Spielplatz
sowie einen Mehrzweckraum in Kalpetran. Die Luftseilbahn Kalpetran Embd
wurde umfassend erneuert. Die private Bautätigkeit erfuhr in den
vergangenen Jahren ebenfalls einen erfreulichen Aufschwung.


Das von hohen Bergkränzen umgebene Gebiet von Embd ist windgeschützt
und trocken. Mit jährlichen Niederschlägen von nur 600800 mm
und einer mehrheitlich sehr geringen Humusschicht gehört Embd zur
trockensten Zone der Schweiz. Auch im Hochwinter scheint die Sonne während
mindestens 4 1 /2 Stunden. Die Temperaturen sinken selten unter 8°
bis 10° ab. Die geschlossene Schneedecke hält sich während
3-4 Monaten.


- Gasthaus mit Zimmern Ferienwohnungen und Zimmer

- Luftseilbahnen nach Kalpetran und Schalb

- Gebührenfreie Parkplätze

- Lebensmittelgeschäft

- Raiffeisenbank

- Öffentliche Telefonkabine beim Parkplatz

- Pfarrkirche (röm. kath. Gottesdienste) und zwei Kapellen


Embd lädt zu ruhigen und erholsamen Ferientagen ein, die Sie mit
- Luftseilbahn Kalpetran Embd

- Luftseilbahn EmbdSchalb

- Gemeindekanzlei

- Restaurant Morgenrot


Tel. 027 / 952 11 88

Tel. 027 / 952 10 49

Tel. 027 / 952 21 48

Tel. 027 / 952 11 53

Übernachtung im Massenlager bis zu 20 Personen mit warmer Dusche
und einer gut eingerichteten Küche zum Selberkochen.


Die Augstbordregion ist das eigentliche Sportgebiet unserer Ferienregion.
Das wie überall gute Wanderwegnetz wird hier durch zahlreiche Mountainbike-Routen
ergänzt. Tennisplätze, PitPat- und Minigolfanlagen, Vita-Parcours,
Hotelschwimmbäder und Wellnesszentren runden das Angebot ab.


In Zusammenarbeit mit Törbel Tourismus wurde am 9. August 2003 der
in der Schweiz einmalige Yakpfad eingeweiht. Vorbei an alten, romantischen
Weilern, seltenen Pflanzen und Tieren folgen wir den Spuren der seit 1995
in Embd heimischen Yaks. Inmitten der herrlichen Bergwelt, wo der Blick
vom Weisshorn über die Mischabelgruppe bis hinauf zum Galenstock schweifen
kann, fühlen sich die Yaks wie zuhause.

Unterwegs laden Ruheplätze an aussichtsreichen Punkten zum Verweilen
und Geniessen ein.

Wir von YAKS.CH und Embd Tourismus wünscht Ihnen einen angenehmen
Aufenthalt und eine erlebnisreiche Wanderung.

Geben Sie den Tieren KEINE Nahrung.

Begeben Sie sich unter keinen Umständen in das Gehege.

Mailbox leeren.


Unsere Freude wird heute besonders gross sein, weil wir
ein Mail von Ihnen bekommen haben.


Kontaktieren Sie uns
Zuchtbullen


Yak-Trekking
Kälber


Ferien auf dem Hof
Anfragen können nur bei vollständiger Adresse bearbeitet
werden.

Wir werden Ihre Angaben höchst vertraulich behandeln.

Die posada Alemania ist ein kleines, gemütliches Gästehaus im
kolonialen Zentrum von Mérida, im Herzen der venezolanischen Anden.

Hier findest Du nützliche Infos für die Planung Deines Venezuela-urlaubs,
und natürlich alles über die Posada, über Mérida und
über unser Tourangebot.

Die Alpe Jungen liegt auf einer Höhe von 1955 m ü. M. Von hier
aus hat man einen wunderbaren Blick hinunter ins Nikolaital. Welches von
einer gigantischen Berg und Gletscherwelt umrahmt wird. Diese unbeschreiblich
schöne Aussicht dieser Bergwelt; man kann sich gar nicht satt sehen.
Die 3 ½ Zimmerwohnung für 4 Personen mit traumhauftem Blick
auf die Walliser Bergwelt besteht aus 2 Dopperschlafzimmern, Wohnzimmer,
einer Küche und Dusche/WC. TV, Radio, sonniger Balkon. - Bettwäsche
ist vorhanden, Parkplatz beim Haus. Frotteewäsche auf Anfrage.

Lage: 620'600 O / 115'015 N, 2297m

Nach dem auf dem Kalten Berg ein grosser Gemeinschaftsstall gebaut wurde,
konnten wir die mittlere Hütte, die ein alter Stall war, 1973 kaufen
und im Lauf der Jahre ausbauen.

Schlüssel bei Fam.Teuffel in Visp.

Am Anfang steht immer eine Zielsetzung.

Aus dieser Zielsetzung heraus wird ein Konzept und daraus eine Navigationsstruktur
für die Webseite entwickelt.

Im weiteren Verlauf erstellen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden
und den CI Vorgaben verschiedene Design-Vorlagen.

Aus dem Design entsteht eine Navigationsgerüst mit vielen leeren Seiten,
die danach mit den entsprechenden Inhalten gefüllte werden.

Das Klösterliche Tibet-Institut ist eine Gründung zum Zweck der
geistigen und kulturellen Betreuung von Exiltibetern in der Schweiz, sowie
der Erhaltung und Pflege der tibetischen Kultur für nachfolgende Tibeter-Generationen.
Kaum ein Land auf der Welt zeichnet sich durch eine derartige Verknüpfung
von Religion und Kultur aus, wie dies Tibet tut. Der Buddhismus erreichte
Tibet als letztes asiatisches Land erst im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung,
mithin fast tausend Jahre nach der Geburt Buddhas. Vermischt mit der ursprünglichen
Bön-Religion aber bildete sich ein Buddhismus ganz besonderer Art,
welcher durch die Abgeschiedenheit Tibets eine tragende Rolle im Leben der
Tibeter spielte und noch immer spielt.
Planen Sie Ihre Traumreise jetzt! Das aktuelle Programm ist online. Bitte
beachten Sie, dass wir aus Gründen der Übersichtlichkeit das Programm
in zwei Teilen präsentieren. Hier finden Sie unsere Tibet-Angebote
und hier unsere Himalaya/Pakistan/Mongolei-Angebote. Gerne senden wir Ihnen
Detailunterlagen zu Ihrem Reisewunsch zu.
Seit über 40 Jahren ist Tibet ein besetztes Land. In Tibet wurden durch
die chinesischen Besatzer praktisch alle Klöster zerstört und
die tibetische Kultur unterdrückt. Zusammen mit dem Dalai Lama leben
heute mehr als 100‘000 Tibeterinnen und Tibeter im Exil. Über
2000 fanden in der Schweiz eine neue Heimat.
Hidden deep in the folds of the great Himalaya mountains for years, Bhutan
developed its own civilisation. The population of about 700,000 people,
living in close harmony with nature, evolved a unique identity, derived
largely from a rich religious and cultural heritage. Today, the world is
seeing many exotic aspects of this kingdom.
Als eine der «10 schönsten Bergbeizen» ist in der letzten
Ausgabe des «Sonntags-Blicks» das Restaurant «Mossalp»
auf der Moosalpe zwischen Törbel und Bürchen bezeichnet worden.
Hoch über dem Vispertal, 1500 m ü. M., an einem

sonnigen Südhang liegt das Bergdorf Törbel. Das Dorfbild

und den engen Gassen, sowie einer sehr geschlossenen

Bauweise; ein typisches Walliser Bergdorf, wie es selten mehr anzutreffen
ist.
9 Skilifte (ca. 6'350 Pers./Std), 1'480-2'540 m ü.M.

25 km Abfahrtspisten (FIS-homologiert) für Anfänger und Fortge-schrittene,
9 km leicht, 8 km mittel, 8 km schwer Beschneiungsanlagen 1'480-2'000
m ü.M.

25 km Langlaufloipen (20 km Zentrigen-Hellela-Zeneggen,

5 km Moosalp-Stand)


zentrale und ruhige Lage in einer Höhe von ca. 1400 m auf einer Sonnenterrasse
oberhalb des Visper- bzw. Rhonetals, grossartige Aussicht auf die Bergwelt
der Walliser und Berner Alpen,

ursprüngliche Natur mit besonders artenreicher Fauna und Flora,
sportliche Aktivitäten abseits vom Massentourismus.


Eine Übersicht über die vielfältigen Wandermöglichkeiten
entnehmen Sie der nachfolgenden tabellarischen Zusammenfassung (Augstbordregion,
Sonnige Halden, Vorderes Vispertal, Turtmanntal).

Für die Details folgen Sie bitte den Links.

Official information from Valais Tourism - Switzerland

Samstag, 31. Januar 2004 - Norden: Heute Samstag trotz zeitweise hohen
Wolkenfeldern ziemlich sonnig. Im Verlaufe des Nachmittags Bewölkungsaufzug
und in der Nacht auf morgen Sonntag vereinzelt etwas Regen und ab 1500
Metern Schnee. Temperaturen am Morgen -9 bis -3 und tagsüber 5 bis
8 Grad.


der Niederschlagsradar zeigts!

klicken sie doch einfach mal auf die kleinen Screenshots.
Schneeschuhtouren im Safiental ....

auf dem Yak und Lama Hof Gädemli in Safien Platz im Safien-

tal im Kanton Graubünden, der Ferienecke der Schweiz.

Vor drei Jahren wurde von einem Bauer im solothurner Jura eine passende
Sommerweide für eine kleine Yak-Herde gesucht. Der damalige Besitzer
hatte eine Pacht in der Gegend vom Passwang, er beabsichtigte aber in
naher Zukunft nach Neuseeland auszuwandern, und suchte daher einen neuen
und vor allem geeigneten Standort für seine Yaks.

Süden des Verbreitungsgebietes werden sie oberhalb von 2000 m Höhe
gehalten. Weiter im Norden, wie z. B. in der Mongolei, kommt der Yak schon
in einer Höhe von 1600 m vor.


Es freut uns, Sie recht herzlich auf unserer Website zu begrüssen.
Sie werden hier Informationen über unser Hotel Restaurant, die Selbstversorger
Berghütte Martrüel, sowie das Spezialangebot

Im weiteren erhalten Sie Info’s zu Sport- und Freizeitaktivitäten
zwischen Davos und Lenzerheide und Angaben über unser Dorf Wiesen.
Stöbern sie in unserem Angebot.


Ab Brig mit der BVZ-Bahn , Brig-Visp-Zermatt Bahn, bis Station Kalpetran.
Anschliessend mit der Luftseilbahn Kalpetran-Embd nach Embd.

Mit dem Auto von Visp, Richtung Zermatt, nach Stalden. Nach Dorfende Stalden
Abzweigung, Richtung Törbel-Embd, bis nach Embd-Dorfplatz.
Ab Embd-Parkplatz zu Fuss bis zur Roti Fluo, ca. 45 Minuten.

Der Fussweg ist ab Parkplatz, Richtung Visp, signalisiert.
Der unerschlossene Hof Roti Flüo oder Yak Tsang Ling, was übersetzt
Ort der Yaks heisst, liegt auf 1650 m an der Sonnenseite des Mattertales
im Kanton Wallis.


Wismer von Thomas und Erich Hartmann den Hof der zur Maiensäszone
gehört.


Der Betrieb umfasst zur Zeit 32 ha Land ( 22 ha davon sind Pacht) und
wird nach den biologischen Richtlinien der " Knospe " bewirtschaftet.
Die ganze Fläche liegt in der BERGZONE 4, was schwierigster Bewirtschaftungsgrad
bedeutet.


Zum Hof gehören 41 Yaks, 1 Schottisches Hochlandrind, 1 Zwergzebu,
14 Perlhühner, 4 Himalaya- Glanzfasane, 13 Hühner, 15 Tauben,
2 Minipigs, 1 tibetischer Hirtenhund und 16 Pfauen.


2 Motormäher, 1 Rucksackmäher und eine Motorsäge.
Sonia Mathis + Daniel Wismer
Blick Richtung Oberwallis bis Galenstock

Projekte: Seit November 2001 haben wir einen neuen Stall für die
Yaks


Nach dem heftigen Lawinenwinter wurde im Jahr 2001 ein neuer Stall für
die Yaks gebaut. Er bietet 25 Tieren Schutz und Sicherheit im Winter.

Sämtliche Baumaterialen mussten mit dem Hubschrauber hochgeflogen
werden.


Damit der Stall in die Umgebung passt, wird er noch mit Natursteinen
eingekleidet.


Aber kommen sie doch mal zu uns auf Besuch, dann werden sie staunen,
was in der Zwischenzeit so alles wieder gegangen ist.


Daniel Wismer ist 31.10.1964 in Rotkreuz ZG geboren.

1984 kündigte der gelernte Forstwart seine Stelle und schlug sich zwei
Jahre als Lebens-künstler durch. Anschliessend ging er auf Reisen,
kam 1988 zurück und arbeitete auf einem Milchwirtschaftsbetrieb.

1994 fand er seine neue Heimat im Wallis.
Sonja Mathis, Daniels Freundin, kam im Sommer 1999 als "Heuerin"
zum ersten mal auf die Roti Flüo. Nach einer 15 monatigen Reise durch
Asien hängte die gelernte med. Laborantin ihren Beruf an den Nagel,
packte ihren Rucksack in Zug erneut und zog ins Wallis.

Seit bald 10 Jahren sind unsere Yaks immer wieder Gegenstand von kleineren
und grösseren Berichten in kleineren und grösseren Zeitungen
und Zeitschriften.


Hier finden Sie eine Auswahl von dem, was andere Leute über uns
denken und schreiben.


Zeitungen

Radio/TV

Messen/Ausstellungen

Internet

Bücher

Reiseveranstalter


Von Bernhard van Dierendonk

»Bergbauer D. W. aus E. setzt neue Maßstäbe in der schweizerischen
Landwirtschaftspolitik«, ließ er neulich in einer großen
Zeitung verlauten.

D. W, das ist das Kürzel für Daniel Wismer, aufgewachsen in
einer Kleinstadt am Zugersee, heute Bergbauer und Yakzüchter auf
1600 Metern über dem Meer, direkt unter der Roten Fluh. E., das ist
Embd (1420 m), das nächste Dorf, ein kleiner Ort mit ass Einwohnern
und alten Häusern mit silbernen Granitdächern.

Als Daniel Wismer vor 33 Jahren auf die Welt kam, deutete wohl kaum etwas
auf den ungewöhnlichen Lebensverlauf des Neugeborenen. Seine Eltern
starben früh, kaum hatte er die Lehre beendet, ging er auf Reisen,
bis er 1987 im Himalayagebiet auf 3500 Metern über dem Meer erkrankte.
In der Schwebe zwischen dem Reich der Lebenden und dem Reich der Toten
hatte der Fiebernde eine Vision: Er sah eine kleine Felswand, einen lichten
Wald und davor einen Bauernhof. Dort wollte er Yaks züchten.

Vor drei Jahren hat Daniel Wismer, der überzeugt ist, in einem früheren
Leben ein Tibeter gewesen zu sein, nach hartnäckiger Suche seinen
Platzgefunden. Die Rotfluh oder »Roti Flüo«, wie die
Einheimischen den Flecken ob Embd im Kanton Wallis nennen, beheimatet
heute 27 genügsame asiatische Hochlandrinder und dies ist erst der
Anfang.


Es war immer mein Kindheitstraum, Bauer zu werden, sagt Daniel Wismer,
doch ich hatte keinen Hof, den ich erben und weiterführen konnte.
Ich war noch nicht volljährig, als meine Eltern kurz nacheinander
starben mit fünfzehn war ich Vollwaise.

Nach einer Lehre als Forstwart in der Holzkorporation Zug und der Rekrutenschule
nahm ich meine Waisenrente und ging. Jahrelang war ich auf der Reise,
unterwegs, insgesamt besuchte ich dreißig Länder, und immer
weiter entfernte ich mich von der Heimat. Als ich schließlich im
Jemen ankam, riet mir ein alter Italiener dringend, nie wieder in die
Schweiz zurückzukehren, dort würde es mir schlechtgehen, meinte
er. Ich reiste also weiter.

Besonders gut gefallen hat es mir im Nordjemen. Den Koran mußt du
nicht auswendig lernen, sondern im Herzen tragen, das habe ich dort begriffen
Allah der Allmächtige sei gepriesen. Ergriffen war ich auch von den
Steinzeitmenschen in WestNeuguinea, das kam mir echt gut rein. Und im
Tibet schwebte ich ständig mindestens einen halben Meter über
dem Boden, so wohl fühlte ich mich dort. Im ganzen Himalayagebiet
begegnete ich immer wieder den Yaks, von diesen urtümlichen, dichtbehaarten
Hochgebirgsrindern hängt das Leben in den Bergdörfern Nepals
und Tibets zu einem großen Teil ab.

Als ich eines Tages vor einer Yakherde in Tibet stand, da wußte
ich plötzlich: das war's. »Ich werde Yaks züchten, und
zwar zu Hause in den Schweizer Alpen«, sagte ich zu meinem Reisegefährten.
Er konnte mit meinen Träumereien nicht viel anfangen, das sei doch
unrealistisch, meinte er.

Dann kam der Tag, an dem ich mich unendlich schwach fühlte, meine
Augen färbten sich gelb Hepatitis A auf 3500 Metern über dem
Meer! Es war fürchterlich, ich dachte, ich sei am Ende. Man riet
mir, sofort ins Tal abzusteigen. Das tat ich dann auch. Nach einer Wanderung
von zwei Tage erreichte ich endlich die Niederungen. Das war 1988.

Ich war so mitgenommen, daß ich die meiste Zeit schlief oder vor
mich hindämmerte, und während ich so auf dem Bett lag, erschien
mir immer wieder eine Vision: Die Vision von einer kleinen Felswand, einem
lichten Wald und einem Bauernhof. Entgegen dem Ratschlag des Italieners
kehrte ich, kaum konnte ich wieder gehen, in die Heimat zurück. So
hatte mir die Krankheit den Weg gewiesen.

Nach meiner Genesung begann ich zu arbeiten, zuerst bei einem Landwirt,
als selbständig erwerbender Allrounder, abends war ich DJ und spielte
Dance Floor und New Wave in einer Disco, aber den Traum vom eigenen Betrieb
mit Yaks behielt ich immer in Erinnerung. Ich streifte oft durch die Berge,
frühmorgens heftete ich meinem Chef einen Zettel an die Tür
mit den Worten: »Ich bin in den Bergen. Bis bald.« Sieben
Jahre suchte ich erfolglos. Als DJ wußte ich: Das Ziel ist erst
erreicht, wenn bei meinem Equalizer nicht nur zwei, drei, sondern alle
zehn Lampen rot aufleuchten, erst dann ist das Ziel erreicht.

Wieder einmal lockte ein Inserat: »Günstig zu verkaufen: Bauernhof
oberhalb von Embd, Wallis.« Wieder einmal hängte ich den Zettel
an die Türe meines Chefs und fuhr nach Embd.

Der Mann aus dem Kommandoraum der Seilbahn-Bergstation Kalpetran erklärte
mir den Weg. Die »Roti Flüo« sei leicht zu finden, sagte
er: »Direkt nach der Lawinenschutzmauer überquerst du eine
kleine Brücke und folgst dem steilen Pfad an dem großen, neuen
Holzkreuz vorbei. Dann geht es steil weiter bis zu der kleinen Kapelle,
die gerade renoviert wird, flach zweigt ein Pfad nach links ab, führt
unter den Felsen hindurch und gewinnt im Lärchenwald mit etlichen,
steilen Serpentinen an Höhe, die Roti Flüo kannst du dann nicht
mehr verfehlen bei genauem Hinsehen siehst du das Heimetli sogar vom Dorf
aus.« Nach einer halbstündigen Wanderung stand ich vor dem
Hof, dahinter ein lichter Wald vor hohen Felsen. Majestätisch kreiste
ein Adler über dem Gehöft alle zehn Lampen meines inneren Equalizers
leuchteten rot!

Adler seien, so erzählte mir später ein Rimpoche, nach der Überzeugung
der alten Weisen stets ein gutes Omen; Rimpoches sind besondere tibetische
Geistliche. Kurz entschlossen verkaufte ich also die Erbwohnung, um mit
dem Geld das Gut und zwei Hektar Land zu erstehen. Ich fand, es sei ideal
für ein schamanistisches Leben, archetypisch: eine Kuh, ein Garten
und meditieren.

Doch so beschaulich, wie sich das anhört, kam es nicht. Vor meiner
Ausreise nach Indien hatte mir ein Beamter erklärt: »Young
men have to work before they pray« das sollte mein neuer Leitspruch
werden. Ich kam auf meine ursprüngliche Idee zurück und begann,
Yaks aus Deutschland zu importieren, ein Tier nach dem anderen, ich pachtete
immer mehr Land zu meinen zwei Hektaren dazu. Es gab viel zu tun: Ich
schnitt einen Teil des Grases für Heu und trug es auf dem Rücken
in den Heuschopf, ich befreite die verwahrlosten Wiesen vom Gebüsch
und fällte dünne, gerade Baumstämme, sie dienten als Masten
für die buddhistischen Gebetsfahnen, die ich aufhängte. Schließlich
begann ich, eines der drei kleinen Häuser für zukünftige
Gäste zu renovieren.

Die harte, anspruchsvolle Arbeit zog mich ins irdische Leben zurück.
Ich schlief so tief, daß die Träume der vergangenen Nacht am
Morgen vergessen waren, und selbst die vegetarische Ernährung gab
ich auf, da es mir sonst an Biß für die schwere, körperliche
Arbeit gefehlt hätte. Die Steuerrechnung und die Aufforderung zur
Nachzahlung der AHV der Alters und Hinterlassenenvorsorge haben mir viel
Ärger gemacht. Ich mußte weitere Schulden machen und habe wegen
dem Streß und weil ich unter Druck stand sogar für eine gewisse
Zeit wieder mit dem Rauchen angefangen.


33jährige mit dem Stoppelbart und den zu einem Pferdeschwanz gebundenen
langen Haaren schon fast zum Dorfbild von Embd. Die junge Frau aus dem
Dorfladen schildert den Zugezogenen abwechselnd schmunzelnd, dann wieder
ernst: »Der Daniel ist ein Charmeur und ein Urchiger zugleich, ganz
sicher aber ist er ein leidenschaftlicher Bauer. «

Tatsächlich sind die Yaks eine Sensation nicht nur für das Dorf,
sie stoßen weitherum auf Interesse. Daniel Wismers oft stammtischreife
Sprüche oder die weltgewandten, philosophischen Ausführungen
machen ihn zum dankbaren Interviewpartner. Mittlerweile spricht man sogar
im Embdner Gemeindebüchlein mit kaum verhehltem Stolz von »unserem
Yakbetrieb«. Daß dies im Bergdorf, wo vor allem traditionelle
Landwirtschaft betrieben wird, eine große Anerkennung bedeutet,
ist Daniel Wismer bewußt. Der Gemeindepräsident schätzt
es, daß die lange verwaiste »Roti Flüo« wieder
belebt ist. Und wirklich ist seit dem bescheidenen Anfang dort oben einiges
passiert: Der Betrieb ist auf 20 Hektar bewirtschaftetes Land und 27 Stück
Vieh angewachsen; für das 350 Seelen zählende Dorf ist »der
Wismer Daniel« ein Großbauer. Und einige Dri die tibetische

Täglich um halb acht in der Früh ist Kontrollgang bei den Yaks,
berichtet Wismer, ich nehme immer einen Sack altes Brot mit. Schon von
weit her höre ich das helle Glockengeläute und die trockenen
Hustlaute, die richtig prähistorisch anmuten. Kaum bin ich auf der
Weide angekommen, umringen mich die zottigen Tiere, sie betteln um Streicheleinheiten
und um das Brot, das für sie ein Leckerbissen ist. Dawa und Kelsang,
die beiden Kälber, rennen aufgeregt wie kleine Kitze die steile Weide
hinab und hinauf, während Khampa, der edle und wuchtige Bulle, das
aufgeregte Treiben seiner Herde überwacht.

Exotische Tiere wie meine Yaks oder auch Schottische Hochlandrinder, Lamas,
Strauße oder Bisons sehen ich und andere experimentierfreudige Landwirte
als Chance für die Landwirtschaft in der Schweiz. Eigentlich wäre
ja ein Ort wie die »Roti Flüo« dazu prädestiniert,
einheimische, vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen zu züchten.
Zuerst habe ich auch damit geliebäugelt, als ich dann aber die Yaks
kaufen konnte, da stellte sich für mich die Frage nach einheimischen
Tieren nicht mehr. Die Einfuhr sogenannter Exoten finde ich so lange legitim,
wie sich die Tiere ohne Mehraufwand wohl fühlen und dem Ökosystem
keinen Schaden zufügen.

Für einen Betrieb, wie ich ihn mir vorstelle, sind Yaks das einzig
Richtige. Sie haben sehr viele Vorteile. So benötigen sie eine bescheidene
Infrastruktur und erfordern wenig Arbeit. Yaks klettern wie Ziegen und
sind so genügsam, daß Nachbarn anfragen, ob ich die Tiere nicht
auf ihre abgefressenen Schafweiden treiben wolle. Denn sie verschmähen
nicht einmal die Grashalme, die sogar Schafe, die sehr gründlich
sind, stehenlassen. So ersparen sich die Bauernkollegen das Wiesenputzen,
wie das Mähen der Grasreste genannt wird. Da Yaks ihren Kot sehr
regelmäßig verteilt fallen lassen, müssen nach dem Weidegang
nur noch die gröbsten Haufen mit der Mistgabel verteilt werden, und
schon ist die Weide gedüngt. Die Tiere sind halb so schwer wie Kühe
und beschädigen mit ihren kleinen Hufen die Grasnarbe kaum. Selbst
im Winter fällt das Einstallen weg. Mit ihrer dicken, kuschelweichen
Unterwolle und den langen Bauchhaaren sind sie vor Kälte und Schnee
hervorragend geschützt. Sie begnügen sich mit dem Heu, das für
sie in Unterständen bereitsteht, oder scharren das spärliche
Gras unter der Schneedecke hervor. Die einzige Gefahr für sie sind
Lawinen nach ergiebigen Neuschneefällen.

Doch die Yaks erfüllen natürlich nicht nur den Zweck von geländegängigen
Rasenmähern. Einnahmen erhoffe ich mir zudem von der Zucht, sie ist
im Moment ein lukratives Geschäft. Wegen der BSESeuche dürfen
vorläufig keine erwachsenen Rindviecher mehr in die Schweiz eingeführt
werden, das heißt weder normale Milchkühe, Yaks, schottische
Hochlandrinder noch Bisons. Die Nachfrage nach einer schweizerischen Zucht
ist deshalb enorm gestiegen. Da es in der Schweiz nur insgesamt So Yaks
gibt, könnte ich im Nu alle Jungtiere verkaufen. In Zukunft will
ich auch Wolle, Fleisch oder Milchprodukte anbieten. Zuerst müssen
sich die scheuen und unberechenbaren Tiere aber an das Melken gewöhnen.
Die Dressur ist sehr schwierig und will gelernt sein, dafür gastierte
ein Sherpa, der eigens aus Nepal gekommen ist, für einige Wochen
hier auf der »Roti Flüo«. Faszinierend war es, wie ruhig
dieser Mann mit den Tieren umging, und stets hat er dabei leise und fein
gesungen. Seither haben die Tiere auch zu mir viel mehr Vertrauen. Wenn
alles gutgeht und sie noch zutraulicher werden, wandere ich bald zum ersten
Mal mit Gästen und einer Yakkarawane über den Augstbordpaß
ins benachbarte Turtmanntal. Yaktrekking wird ein Hit, da bin ich mir
sicher.

Himalayaglanzfasane, tibetische Zeisige, ein tibetischer Hirtenhund, das
frisch renovierte »Yakstübli« oder kleine Gebetsfähnchen
als Tischdekorationen der neuerstellten Gartenwirtschaft so stelle ich
mir die Zukunft auf der Rotfluh vor. Zusammen mit dem buddhistischen Kloster
in Rikon im Kanton Zürich will ich einen buddhistischen Pilgerpfadich
nenne es einen Vitaparcours für den Geist erstellen. Selbstverständlich
darf der farbenfrohe Buddha auf dem Felsen hinter dem Gehöft nicht
fehlen. Ob das vielleicht doch zu kitschig oder zu aufdringlich wirkt,
ich hoffe es nicht.

Meine Gefühle für das asiatische Hochland und seine Menschen
sind tief und echt. Wenn ich mit Tibetern zusammen bin, fühle ich
mich stets unter meinesgleichen. Vermutlich war ich in meinem vorhergehenden
Leben selbst Tibeter, der Geist von damals flackert immer wieder auf:
Schon als Jugendlicher, als ich von Tibet noch keine Ahnung hatte, zündete
ich auf einem Berggipfel Räucherstäbchen an daß das ein
geläufiger Brauch dort oben in Tibet ist, habe ich erst später
festgestellt. Daß buddhistische Mönche meinen Hof mit einer
Zeremonie einweihten, ist für mich darum genauso selbstverständlich
wie das Aufhängen der Gebetsfahnen. Vielleicht mutet es seltsam an,
aber Buddhist bin ich, bei aller Nähe zu dieser Kultur, trotzdem
nicht. Damals in Nepal wollte ich das Totenbuch auswendig lernen, ich
war überzeugt, daß ich diese Riten und Anrufungen beherrschen
müsse, wenn meine Stunde einmal schlägt. Doch die Götter
in diesem Buch waren mir so fremd, daß ich bald merkte, das ist
nicht meine Welt. Jesus, nicht die Kirche, ist mir zum Beispiel viel näher.
Er erschien mir in einer Vision und gab mir bei meiner Gelbsucht die Kraft
für die lange Wanderung zurück in die Zivilisation, ich hatte
aber auch schon Träume, in denen mir ein indianischer Chief oder
der Dalai Lama erschienen sind.

Obwohl das Spirituelle in meinem Leben eine große Rolle spielt,
möchte ich nicht als Einsiedler leben. Deshalb erzählte ich
einem Journalisten im Frühjahr 1997 von meinem Wunsch nach einer
Lebensgefährtin, der Artikel war bestimmt das längste Partnerschaftsinserat,
das es je gab. Die Reaktionen waren überwältigend, über
Monate besuchte mich mindestens eine Frau pro Woche. Sie waren zwar alle
ganz nett, doch mit den Schweizerinnen scheint es nicht richtig zu klappen,
ich vermute, daß eine Tibeterin oder eine Indianerin meine Auffassung
von einer Aufgabenteilung zwischen Haus und Hof eher teilt.


Mitte des letzten Jahrhunderts beschäftigte die Landwirtschaft zwei
Drittel der Bevölkerung, heute sind es kaum mehr vier Prozent. Vollends
vom Aussterben bedroht ist die Berglandwirtschaft. Intensiver Arbeitseinsatz,
steiles Gelände, kleine Betriebsgrößen, kurze Vegetationsperioden,
der Klimawandel und umständliche Transportwege sind schlechte Karten
für die Bergbäuerinnen und Bauern in den Alpen.

Es wäre verfehlt, das Beispiel »Roti Flüo« als Allerweltsheilmittel
anzupreisen. Sie ist ein Beispiel, das von seiner Exklusivität lebt.
Und doch demonstriert es, daß es hoffnungsvolle Initiativen gibt,
die aus der Landwirtschaftskrise herausführen können. Bedingungen
dafür sind Kreativität, unternehmerisches Geschick und nicht
zuletzt eine nie versiegende persönliche Energiequelle.

Die Kombination der drei Einkommensquellen »landwirtschaftliche
bewährt sich bereits für einige andere innovative Landwirte.
Experiment in Zukunft auszahlen, von einem mutigen Versuch muß es
sich zu einem weitgehend selbsttragenden Unternehmen entwickeln. Eine
wichtige zusätzliche Hilfe sind zinslose Darlehen oder Spenden des
Fonds Landschaft Schweiz, der Berghilfe, der Schweizerischen Bergheimat
oder der Coop Patenschaft. Immer noch ist das Unternehmen aber mit einem
Schuldenberg von 2oo 000 Schweizer Franken belastet. Demgegenüber
stehen jährliche Einnahmen von 38 000 Franken aus Subventionen, die
aber kaum die laufenden Kosten und den Lebensunterhalt decken. .


Ein staatlich bezahlter Landschaftsgärtner so bezeichne ich mich
manchmal scherzhaft. Wenn der schlimmste Fall eintrifft, ich keine Yaks
verkaufen kann, das Trekking nicht läuft und ich den Käse nicht
los werde, beantrage ich in Bern ein orangefarbenes Übergewand, wie
es sich für einen im Dienste des Staates arbeitenden Landschaftsgärtner
gehört. So weit ist es aber noch lange nicht. Zehn Jahre gebe ich
mir Zeit, um den Tatbeweis zu erbringen, daß es mir gelingt, meine
Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Nach dieser Dekade soll die »Roti
Flüo« schwarze Zahlen schreiben, und zwar unabhängig von
Subventionen.

Mein Antrieb ist die Sehnsucht nach Selbständigkeit, da paßt
es nicht, daß ich unendlich viele Formulare ausfüllen muß,
um von einem Verband oder von Bern gnädigst Geld zu empfangen. Die
Verbände werfen Individualisten wie mir stets Knüppel zwischen
die Beine. Ich denke hier vor allem an den verknorzten Bauernverband oder
die verschiedenen Verbände der Viehzüchter, die für meinen
Geschmack viel zu mächtig sind.

Ich bin mir sicher, daß selbst die Schweizerische Vereinigung der
biologischen Landbauorganisationen, bei der ich Mitglied bin, genauso
funktionieren wird, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht
hat. Sobald ich schwarze Zahlen schreibe, trete ich darum auch aus dieser
Vereinigung wieder aus. Für die Qualität meiner BioErzeugnisse
kann ich auch selber bürgen, da brauche ich weder Kontrolleure noch
Formulare.

Meine Zukunftsvisionen für die Schweiz sind eher düster. Dieses
Land hat viel zu wenig Profil und Selbstbewußtsein, Geld und Bürokratie
stehen im Zentrum, das ist einfach keine Perspektive für eine Gesellschaft.
Das Materielle hat bei weitem nicht nur in der Schweiz massiv Oberhand.
Der Mensch vergißt vor lauter Materie, daß er im Grunde genommen
ein geistiges Wesen ist. Wir stehen an einem Scheideweg und müssen
uns entscheiden zwischen einer nachhaltigen Lebensweise und dem blinden
Glauben an die Technik, wie zum Beispiel an die Gentechnologie. Es gibt
genug Möglichkeiten, um in der persönlichen Entwicklung weiterzukommen.
Durch den Körper hindurch können wir sehr gut an unserem Geist
arbeiten, wie es auch umgekehrt unser Körper, unser Fleisch ist,
das es uns ermöglicht, die Ideen, die im Kopf geboren werden, zu
verwirklichen.


Nach dem Einkauf im Dorf, den er alle paar Tage macht, und der Erledigung
verschiedener Formalitäten und Abklärungen auf der Gemeindekanzlei
fährt Daniel Wismer mit einer kleinen Seilbahn zu einem Schwatz auf
einen hochgelegenen Weiler. Das alte Bergbauernpaar, das er gelegentlich
besucht, wohnt in einem Chalet, dessen Bau von der Wohnbauhilfe für
die Bergbevölkerung mitfinanziert wurde. Stolz zeigen sie das Familienalbum
mit Fotos aus ihrer Jugend und den vielen Kindern. »Ich habe einiges
erlebt«, sagt der alte Mann und deutet mit dem Finger auf ein altes
vergilbtes Foto aus der Aktivdienstzeit an der Grenze zu Deutschland,
»doch gelernt habe ich nichts, ich bin nur ein einfacher Bauer geblieben.«
Er schenkt eine weitere Runde Limonade in die Weißweingläser
ein. Seine Frau klopft dem jungen Bauern von der Roti Flüo anerkennend
auf die breiten Schultern. Wismer lacht sein breites, unwiderstehliches
Lachen.

wird, der hoch oben in den Walliser Bergen seine asiatischen Hochlandrinder
weidet? Er schon, denn er hatte seine Zukunft im Fieber bildhaft vorausgesehen.


Visionen und Experimente aus der Schweiz Herausgegeben von Katharina Steffen

Suhrkamp Taschenbuch

ISBN 3-518-39407-X
ISBN 3-518-39407-X


der Adler kreist, Gebetsfahnen wehen und Yaks weiden

Wie ein Städter einen ungewöhnlichen Traum verwirklicht

Für die diesjährige Tour ins Wallis sollte es zur Akklimatisation
für die Viertausender einmal etwas Besonderes sein: Wir buchten ein
Yak-Trekking in Embd, in der Walliser Augstbordregion. Nach der Anreise
parkten wir (Sabine, Hanne, Michael, Hans M., Günter sowie der Berichterstatter/Tourenleiter)
unsere Autos am Ortsende von Embd, von wo aus wir zu unserem Ausgangspunkt
Anspruch gleich gerecht: Schon von weitem sieht man die buddhistischen
Gebetsfahnen flattern. Und kurz vor der Alm bekommen wir dann auch die
ersten Yaks zu sehen. Unsere Gastgeber lassen allerdings noch auf sich
warten; ein Zettel begrüßt uns mit dem Hinweis, wir sollen
es uns doch schon mal gemütlich machen. Na dann!

Als wir am Abend aufkochen, finden sich dann auch Daniel Wismer, der „Herr
des Hauses“, und seine Lebensgefährtin Sonja ein und begrüßen
uns sehr freundlich (wie überhaupt die Gastfreundschaft während
unseres Besuchs sehr ansprechend war – und das sicher nicht nur wegen
des Geldes). Nach dem Abendessen und einem kleinen Glas Wein gehen wir
dann aber auch schon früh zu Bett.

Am nächsten Morgen werden die Yaks von der Hochweide geholt und für
das Trekking aufgezäumt. Es zeigt sich, dass manches der Tiere in
der vorherigen dreiwöchigen Trekkingpause auf der Weide durchaus
seinen eigenen Kopf entwickelt hat (so es den nicht schon vorher hatte).
Aber Daniel und sein Helfer Rolf haben Erfahrung und bringen die Rinder
schließlich in den Griff, das Gepäck wird verladen.

durch den Wald. Die Yaks zeigen sich wieder störrisch, und eines
nutzt eine kurze Unaufmerksamkeit der Treiber, um im Wald zu verschwinden.
Rolf hetzt hinterher und bringt es nach einer Viertelstunde zurück.
Daniel meint, diesen Job könne man nur bis fünfzig machen ...
Bei den Jägerhütten an der „Augstbordstafel“ werden
wir von einem Unikum namens Beat mit Bier versorgt. (Beat lässt sich
im Frühjahr mit dem Heli zwei Paletten Getränke auf die Hütte
fliegen und steigt dann den Sommer über jedes Wochenende auf. Die
Paletten werden dabei stetig kleiner.) Begleitet werden wir dabei von
einem Kamerateam (Marc, Chantal und Dani) und dem Franzosen Xavier, der
an einer Foto-Reportage arbeitet. Ob bei den Projekten was herauskommt,
darf/muss bezweifelt werden; zu viele haben schon darüber berichtet.

Auf 2500m schlugen wir dann das Hochlager auf. Nachdem wir von der kupfernen
Versorgungskiste mit vereinten Kräften die Kette abgestreift hatten
(Daniel hatte die Schlüssel vergessen), bauten wir das "tibetische"
Zelt auf: Sehr bunt, sehr einfach und keinesfalls wasserfest! Danach gab
es von der Feuerstelle Steaks (Daniel: "Schtiiks") und Spaghetti
(die sollten uns noch zu schaffen machen). Nach einer kurzen Verdauungspause
machten wir uns dann an den weiteren Aufstieg.

Zunächst einmal geht es auf einem gemächlichen Weg zum Augstbordpass,
von wo man das erste Mal in das Turtmanntal schauen kann. Auch am Pass
flattern einige von Daniels Gebetsfahnen ... und unsere Hosen flattern
auch: Was hat Daniel in die Spaghetti-Soße getan? Der Rückstoßantrieb
ist zum Teil kräftig ...Es geht weiter über den Westgrat des
Schwarzhorns, über teils brüchiges, teils blockiges Gestein,
der "Weg" ist leicht zu finden. Schließlich stehen wir
am Gipfel und genießen den überragenden Rundblick - mit Einschränkungen:
Wegen der Wärme haben sich viele Gipfel ringsum schon in Wolken versteckt.
Eine Auswahl: Weissmies, Simplon, Monte Rosa, Nadelhorn, Dirruhorn, Hohbärghorn,
Bietschhorn, und in der Ferne ist sogar ein Zipfel des Aletschgletschers
zu sehen ... Nach einer halben Stunde am Gipfel steigen wir wieder auf
dem selben Weg zum Hochlager ab. Und dann geht’s schon wieder an
die Vorbereitungen zum nächsten Essen; Risotto und Grillwürste
stehen auf dem Programm, diesmal allerdings blähungsfrei. Der Abend
verläuft dann am Lagerfeuer in geselliger Runde.

Die Nacht war dann nicht für jeden gleich gut; nur eine dünne
Schaumstoffmatte ist für manchen als Unterlage doch zu wenig. Nach
dem Frühstück beschließen wir, Daniel und Rolf mit den
Tieren allein absteigen zu lassen, wir wollen gleich eine Bergtour anhängen.
Wir verlassen Daniel, Rolf und die Yaks, die wieder zur Roti Flüo
zurückkehren; schließlich müssen wir uns akklimatisieren.
Wir steigen über den Ginals-Pass zum Augstbordgrat auf und sind dabei
zunächst einmal von dickem Nebel eingehüllt. Als wir aber nach
ein paar längeren Quergängen schließlich auf dem Grat
ankommen, zeigt sich auch die Sonne einsichtig. Leider beeinträchtigen
auch heute wieder viele Wolken die Aussicht. Wir folgen dem Grat auf halbwegs
gutem Weg und erreichen schließlich das Augstbordhorn (2972m), wo
wir eine Pause einlegen. Im Anschluss steigen wir weiter zur Violenspitze,
2930m.

Danach geht's hinunter zur Moosalpe, um das von Daniel empfohlene Älpler-Fest
zu besuchen. Da waren wir allerdings offenkundig zu spät dran; die
Alphornbläser bekamen wir noch mit, aber die vorhergehenden Auftritte
hatten wir versäumt (am Berg hatten wir die Blasmusik schon gehört).
Es ist zu hoffen, dass deren Qualität dramatisch höher war als
der Auftritt des Tanzmusik-Duos, den wir erleben mussten ("Wir beginnen
mit einem selbst komponierten Lied". Es startet die Rhythmusmaschine).
Wir haben schnell ein Bier getrunken und eine Bratwurst vertilgt, dann
machten wir uns auf den Weg zurück zur Roti Flüo. Dieser Weg
allerdings war wieder sehr schön, mit einem erstklassigen Panorama.

Am Abend hat dann Sonja ein tibetisches Essen für uns vorbereitet,
eine Art Maultaschen. Wir ließen es uns ordentlich schmecken, und
auch der Wein kam zu seinem Recht. Die Unterhaltung war sehr gut; Daniel
plauderte etwas aus seinem Nähkästchen, und der Abend wurde
länger als geplant ...


Am nächsten Morgen dann reisten wir ab. Fazit: Das Yak-Trekking
(oder auch nur die Übernachtung auf Roti Flüo) kann jedem sehr
ans Herz gelegt werden!

Ein Besuch bei Pirmin Zurbriggen, die Begegnung mit einem speziellen
Fussballclub und das Matterhorn: Dies sind nur einige Höhepunkte

Patrick Rohr stellt eine einzigartige Landschaft und spannende Leute
vor, von Ex-Skifahrer Pirmin Zurbriggen über den Bauer Daniel Wismer,
der statt Ehringerkühen Yaks züchtet, bis zu Fussballern, die
ihrem Hobby auf dem höchstgelegenen Fussballplatz Europas nachgehen.
Ungewöhnliches ist auch in Sachen Musik zu erwarten. So haben sich
rund 20 Zermatter Bergführer zu einer eigenen Bergführer-Musik
zusammengeschlossen: Also anseilen bitte.


Schon die Zugsreise die Lötschbergrampe hinunter mit Blick auf den
Ausgangsort der Reise, Visp, und das Mattertal gleich dahinter, ist jedes
Mal ein Erlebnis. Was viele Vorbeireisende möglicherweise übersehen:
Hinter den Visper Durchgangsstrassen verbirgt sich ein hübsches altes
Städtchen, das zu einem Konzert des örtlichen Trommler- und
Nächste Stationen der Reise sind nämlich Visperterminen mit
dem höchsten Weinberg Europas, sowie die Alp Gspon mit dem "Stadion"
des örtlichen Fussballclubs, das nur per Seilbahn erreichbar ist
und wo die Suche nach über das Gitter geschossenen Bällen schnell
einmal in eine veritable Bergwanderung ausartet.

Es folgt ein Besuch beim berühmtesten Bauern des Tals in Embd, der
- auf der andern Talseite abseits aller Strassen und Bergbahnen - statt
Ziel und Höhepunkt der Reise aber ist das autofreie und trotzdem
pulsierende Zermatt, welchem die Magnetwirkung des Matterhorns und der
Unternehmergeist von Leuten wie dem Hotelpionier Seiler bereits im 19.
Jahrhundert zu einem enormen Aufschwung verholfen haben. Ein Ort, in welchem
es auch heute nicht schwer ist, prominenten und interessanten Personen
über den Weg zu laufen, dem Ex-Skifahrer und Hotelier Pirmin Zurbriggen
beispielsweise oder dem Schuhmacher alter Schule und Glockenspieler Otto
Burgener. Weitere Informationen: Reiseroute: Visp - Stalden - St.Niklaus
- Zermatt (mit der Brig-Visp-Zermatt-Bahn) Mitwirkende musikalische Formationen:
· Trommler- und Pfeiferverein Visp · Jodlerclub Balfrin
Visp · Alphornfreunde Zermatt · Schwyzerörgeli-Fründa
Zermatt · Glockenspiel Burgener, Zermatt · Bergführermusik
Zermatt


als CD erhältlich bei ...


Postfach

8401 Winterthur


E-Mail: radiokiosk@bluewin.ch


Ausstrahlungsdatum: Donnerstag 28.12.2000 auf SF1 20:00 Uhr

28.12.2000

03.12.2002

SF1

SF1


tibetische Grunzochse auf die Rote Fluh kam oder: Die erfüllten Träume
Patrick Rohr bei Daniel Wismer in der Sendung Fensterplatz
2001-1

2001-2

2001-3

waschbaer Reisen

Club Mountains

Crosstalk


Bewegungsformen im Gebirge

Wanderreise auf einem Bergbauernhof im Wallis

bei Daniel und seinen Yaks

Wanderreise auf einem Bergbauernhof im Wallis

bei Daniel und seinen Yaks

Auf einem Bergbauernhof im Schweizer Wallis - bei Daniel Wismer und
seinen Yaks

Kommen Sie in die Schweiz und erleben Sie dabei einen Hauch tibetischer
Mythologie und buddhistischer Weltanschauung. Lassen Sie uns abends nach
gemeinsamen Essen bei guten Gesprächen auf der mit Natursteinen gefliesten
Terrasse zusammensitzen und die Tageserlebnisse Revue passieren, lauschen
Sie dabei Ihrer inneren Stimme.

Kommen Sie einfach mit!


Sie wollen sich schon immer einmal in der großartigen Bergwelt
der Schweizer Alpen ein paar Tage auf einen abseits gelegenen Bauernhof
zurückziehen, der nur zu Fuß erreicht werden kann?

In vollen Zügen die Ruhe, gute Luft und Erhabenheit der imposanten
Gletschergipfel genießen?

Mit Gleichgesinnten unter Leitung eines sehr erfahrenen Berg- und Kulturwanderführers
auf einsamen Wegen die Landschaft erkunden?

Zu Almen, über historische Pässe und zu herrlichen Aussichtspunkten
steigen?

Einem jungen, offenen und engagierten Bergbauern bei seiner Arbeit - Trockenmauern
aufsetzen, Wassergräben sauber halten, Heu für den Winter machen,
eine Herde uriger Yaks versorgen - über die Schultern schauen?

Dann verbringen Sie mit uns sechs Tage auf einem Bergbauernhof im Schweizer
Wallis.


Die Übernachtung erfolgt in einem großen gemütlichen Schlafraum
mit Stockbetten und urigen Lagern (Schlafsack nach Möglichkeit selbst
mitbringen, Bettwäsche und Decken vorhanden); Bad mit Dusche vorhanden;
Es gibt außerdem einen Extra-Raum zum Lesen, Meditieren, Musik-Hören
und fürs gemeinsame Gespräch, sowie eine moderne Küche

Der Bergbauernhof selbst liegt an einem steilen Hang auf gut 1.650 m
und ist nur zu Fuß in einem halbstündigen Aufstieg von Embd
oder ebenso langen Abstieg von einer kleinen Seilbahn her zu erreichen.


Geführt wird die Tour von dem Kultur- und Bergwanderführer Rupert
Wagner.


In einer Zeit, in der immer mehr Bergbauern zum Aufgeben gezwungen werden,
hat sich unser Freund, der junge Daniel Wismer seinen Traum erfüllt.
Die Idee kam ihm während seiner Weltreise im Hochland von Tibet,
wo es ihm wie Schuppen von den Augen fiel. Das war seine Welt. Das karge
Leben der einheimischen Bergbauern mit ihren riesigen Yaksherden in der
Weite der großartigen Landschaft faszinierte ihn, die Offenheit,
Gastfreundschaft und Ausgeglichenheit der tiefgläubigen Buddhisten
war Labsal für seine suchende Seele.


(kann vor Ort je nach Wetterbedingungen und Wünschen der Teilnehmer
Nach der Begrüßung eventuell noch kleiner Rundgang durch den
Ort mit Einweisung in die Region, Einführung in die geplante Kulturwanderwoche
Zum Auftakt eine wenig anstrengende Wanderung hoch über dem Mattertal.
Zuerst kurze Fahrt zur Moosalp und zu einem ersten Aussichtspunkt, der
runden Kuppe des Stand mit einem hervorragenden Blick über das gesamte
Oberwallis. Durch schönen Lärchen- und Zirbenwald geht es bergab
zum netten Ort Törbel mit seinen typischen uralten Walliser Holzhäusern.
Entlang einer traditionellen Suone, einer offenen Wasserleitung, kommen
wir zum Bergbauernhof von Daniel Wismer, einem jungen dynamischen Landwirt,
der sich hier oben auf 1650 Metern Höhe eine neue Existenz aufgebaut
hat und tibetische Yaks züchtet. Nach Einkehr und Besichtigung des
Hofes Aufstieg auf altem Almweg zum Höhenweg entlang der Augstbordwasserleitung
und zum gemütlichen Berggasthof auf der Moosalp.(Höhenmeter
ca. 800 im Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 5 Std.)


Heute fahren wir ins wunderschöne Lötschental, welches mit seinen
vier kleinen Orten, eingebettet zwischen sonnigen Almen und schattigen
Bergwäldern, überragt von imposanten Gletscherbergen dem Trubel
der großen Touristenzentren noch erfolgreich trotzt. Vom Ortsrand
in Kippel starten wir auf schmalem Wiesenpfad nach Ferden und steigen
sodann durch alten Bergwald hinauf zur Restialp, wo wir – nomen est
omen – unser Vesper auspacken. Auf dem aussichtsreichen Höhenweg
gehen wir darauf in ständig leichtem Auf- und Abstieg über die
verschiedensten Almen immer weiter Tal einwärts, so lange wie es
uns gelüstet, und können dann auf unterschiedlichen Wegen ins
Tal zurück gelangen. Mit dem regelmäßig verkehrenden Bus
geht es zum denkmalgeschützten Ortskern in Kippel zurück, wo
wir uns zum Abschluss des erlebnisreichen Tages auf einer sonnigen Terrasse
auf 1400 m Höhe noch ein Obsttörtchen mit einem Kaffee Creme
oder einem Schweizer Rivella gönnen.(Höhenmeter ca. 1000 im
Auf-, 700 im Abstieg, Gehzeit 5 – 6 Std.)


Der oberste Zipfel des 120 Km langen Rhonetales, das Goms, ist die Heimat
der Walser. Alemannische Siedler sind um das Jahr 1000 n.Chr. über
den Grimselpass in dieses weltabgelegene Hochtal eingewandert und haben
es zu Ihrer Heimat gemacht, haben den Wald gerodet, Felder angelegt, Tiere
gezüchtet und wunderschöne Holzhäuser errichtet. Auf ihren
Spuren wollen wir heute auf dem beliebten Höhenweg wandern, der oberhalb
dieser uralten Dörfer durch das gesamte Tal zieht, mit immer wechselnden
Ausblicken und vielen persönlichen Eindrücken. So gelangen wir
schließlich zum Hauptort Münster, wo wir nach einem Rundgang
und einem Besuch der berühmten Kirche noch im Gasthof Post einkehren
werden. Dies hat schon Geheimrat Goethe genossen, der hier auf seiner
Reise nach Italien Station gemacht hat. Zum Ausgangspunkt zurück
gelangen wir mit der kleinen Eisenbahn.(Höhenmeter ca. 500 im Auf-,
700 im Abstieg, Gehzeit 4 ½ Std.)


Südrampe Direkt gegenüber von Zeneggen auf der anderen Rhonetalseite
zieht sich eng und schattig das wenig bekannte Baltschiedertal tief in
die Berge des Berner Oberlandes hinein. Es steht unter Landschaftsschutz,
weil durch seine steilen Felsflanken haarsträubend mehrere Suonen
das Gletscherwasser zu den kleinen Dörfern auf die sonnigen Halden
des Lötschbergs hinausführen. Sie waren(und sind es teilweise
heute noch) die Lebensadern für Gärten, Vieh und Mensch. Wenn
wir aus dem Schatten des Tales herauskommen, steht uns mit ziemlicher
Sicherheit die Sonne ins Gesicht - an einem der trockensten Standorte
in Mitteleuropa. Hier hängt die Äpfel an den Bäumen, wachsen
üppig die Blumen auf über 1000 m Höhe noch bis weit in
den Oktober hinein. Nicht umsonst verläuft an diesem Trockenhang
einer der beliebtesten Wanderwege der Schweiz. Über den netten Ort
Ausserberg gelangen wir nach Raron, berühmt für seine imposante
Burgkirche mit dem gotischen Fresko des Jüngsten Gerichts. An der
Außenmauer befindet sich das Grab von Rainer Maria Rilke, der diesen
Landstrich besonders geliebt hat. Auf einem uralten Kulturweg über
das Weindorf St. German kommen wir wieder zum Ausgangspunkt in Eggerberg
zurück.(Höhenmeter ca. 800 im Auf- und Abstieg, Gehzeit 5-6
Std.)


Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf Zermatt und das weltberühmte
Matterhorn. Für den Anmarsch nehmen wir den Tufteren-Höhenweg,
der das Horn und das Dorf von seiner besten Seite zeigt. Dazu fährt
man erst zur Täschalp und steigt nun steil zum Ober-Sattla (2686
m)hinauf. Hier hat man alles im Blick, was Rang und Namen hat. Und das
bleibt auch so, wenn man auf dem Tufteren-Höhenweg über die
Alm Tufteren und zur Einkehr auf der wunderschönen Findelalp absteigt.
Von dort ist es nicht mehr weit durch einen duftenden Lärchenwald
in den berühmtesten Ort der Schweiz. Natürlich bummeln wir noch
durch die Straßen Zermatts, werfen vielleicht einen Blick in die
Kirche oder ins Alpine Museum, bevor wir mit Bahn und Bus wieder nach
Zeneggen zurückfahren. Zum Abschluss der vielfältigen und erlebnisreichen
Wandertage dann noch ein typisches Walliser Raclette zum Abendessen.(Höhenmeter
ca. 600 im Auf-, 1080 im Abstieg, Gehzeit 5 Std.)


Heimreise.


Sie sollten eine gute Kondition mitbringen. Die gut ausgebauten Wanderwege
verlaufen in Höhen zwischen 1500 und 2500 m Höhe. Alpintechnische
Voraussetzungen sind nicht notwendig.


zu den noblen Wintersport-Orten Zermatt und Saas-Fee bekannt. Darüber
verblasst leider die nähere Umgebung von Visp etwas. Wer sich jedoch
die Zeit nimmt, diese Gegend zu erkunden, entdeckt neben den geschwungenen
Brettern neue und reizvolle Möglichkeiten, sich im Gebirge zu bewegen.
Im kleinen Bergdorf Embd, hoch am rechten Hang oberhalb Stalden am Eingang
des Matter-Tales gelegen und "Besitzer" der höchsten Kirche
im Wallis, hat sich vor einigen Jahren ein mutiger Außenseiter niedergelassen.
Daniel Wismer(35), in seinem früheren Leben unter anderem DJ und
"freischaffender Weltreisender", hat in Tibet die Liebe zum
Yak entdeckt. Das Yak ist ein Hochlandrind mit der Beweglichkeit des Pferdes
und zeichnet sich durch Anspruchslosigkeit, Zähigkeit und Intelligenz
aus. Als Daniel Wismer ohne Bankenhilfe und gegen die skeptischen Stimmen
der Bevölkerung die ersten Yaks erwarb und auf seinem abgelegenen
Hof oberhalb von Embd unterbrachte, gab ihm kaum jemand länger als
ein Jahr. Heute ist sein Yak-Bestand auf 28 Tiere gewachsen, zum großen
Teil durch eigene Züchtung, und er hat bereits einige Tiere verkaufen
können.


Wenn er als "Aussteiger" bezeichnet wird, lacht Daniel Wismer
nur und macht seinem Gegenüber schnell klar, dass er als nüchtern
rechnender Geschäftsmann hier eine neue Geschäftsidee sieht
und dass er seinen Kunden gute Leistungen für ihr Geld bieten möchte.
Trotz seiner Liebe zu Tibet und dessen Tieren sieht er sich nicht als
fernöstlicher Guru, wenn auch bisweilen Gäste dieser Couleur

Daniel Wismer bietet Bergwanderern das besondere Erlebnis einer Trekking-Tour
mit Yaks an. Dabei dienen die Tiere zum Transport von Gepäck und
Lebensmitteln für die ein- bis zweitägigen Touren, die auf schmalen,
gewundenen Trampelpfad durch das wildromantische, zerklüftete Gebiet
des Hausberges führen.


Da die Yaks recht eigenwillig sein können, hat sich Daniel Wismer
den Sherpa Chimey aus Nepal kommen lassen, der dort selbst eine größere
Herde besitzt und die Tiere seit seiner Kindheit kennt. Mit beruhigenden,
melodischen Pfeiftönen und gelegentlichen Warnrufen in seiner Heimatsprache
redet er ununterbrochen zu den Tieren und dirigiert sie so durch das unwegsame
Gelände. Von Zeit zu Zeit müssen er und Daniel Wismer jedoch
auch einmal ins Unterholz sprinten, um einen Ausbrecher zurück auf
den Pfad der Tugend zu führen.


Der Hof von Daniel Wismer wurde Ende des 18.Jahrhunderts gebaut und strahlt
die Behaglichkeit aus, die frühere Generationen als Not empfunden
haben. Eine enge Küche mit ursprünglichem Rauchabzug, der auch
vorzüglich als Heizung wirkt, im Laufe der Jahrhunderte braungebeiztes
Holz und kleine Fenster vermitteln ein Ambiente, das gerade im Zusammenhang
mit dem ausgefallenen Yak-Betrieb noch einiges Potential im wachsenden
Markt des "weichen" Tourismus bietet. Sein Koch Fred und seine
beiden Helferinnen stehen ihm beim stetigen Ausbau seines Geschäfts
zur Seite und unterstützen ihn auch bei seinen Kämpfen mit dem
Amtsschimmel, wenn es zum Beispiel um die weithin sichtbare Ausschmückung
der nahen Felswände geht.


Daniel Wismer bietet das Yak-Trekking für 50 SF pro Tag und Tier
sowie weitere 50 SF pro Führer und Tag an. Die Unterkunft in seinem
rustikalen Massenlager mit moderner Küche kostet 20 SF mit und 25
SF ohne (eigenen) Schlafsack, Frühstück 5 SF und Mittag- oder
Abendessen 10 SF. Wer für wenig Geld ein seltenes Naturerlebnis und
eine zünftige Übernachtung erleben möchte, sollte schnell
zuschlagen, denn das Interesse ist groß.


Da sich die Ankündigung eines touristischen Yak-Rittes als Marketing-"Ente"
herausstellte - die Yaks sind viel zu eigenwillig und die Gebirgspfade
viel zu eng(und oft geht es links moder rechts steil abwärts!) -
, suchen wir uns noch eine Alternative für den Ausritt. Dazu geht
es erst auf die Moosalp, ein Sattel auf etwa 2000 Metern Höhe, der
im Winter Skitouristen anzieht. Auf dem Weg dorthin halten wir nochm kurz
in Törbel, einem der ältesten Bergdörfer im Wallis, das
durch seine original Waliser Häuser mit ihrem verschachtelten Baustiel
und dem typischen schwarzen Holz besticht. An diesem Ort sind die architektonischen
Sünden der sechziger Jahre bis auf die neue Kirche vorbeigegangen,
der Geldstrom des Tourismus natürlich auch.

Auf der Moosalp steigen wir auf Mountain-Bikes und stürzen und mit
der typischen Naivität des Flachländers in die Abfahrt nach
Visp. Julian, unser jugendlicher Führer und selbst Walliser Meister
im Cross-Country-Fahren, führt uns unvermittelt auf die sommerlich
grüne Skipiste mit Buckeln und Querrinnen. Dem Stadt-Radfahrer schwant
nichts Gutes, aber man beißt die Zähne zusammen und stürzt
sich ins bucklige Gelände. Wer sich zuweit nach vorne lehnt, kann
beim plötzlichen Bremsen vor einem Loch auch kopfüber absteigen
- wie im richtigen Leben. Langsam jedoch lernen die Augen das Gelände
kennen und die Fahrt über Stock und Stein wird als weniger angstvoll
empfunden, auch wenn Julian längst um die nächste Kurve entschwunden
ist.

Die Abfahrt nach Visp über Zeneggen und Stalden zieht sich über
25 Kilometer und 1400 Höhenmeter hin. Für ungeübte Mountain-Biker
bedeutet dies Dauerbremsen und höchste Konzentration, denn der Weg
führt permanent und gnadenlos bergab, gespickt mit Dutzenden von
Haarnadel-Kurven. Auch ein Sturz an einem unvermuteten Steilstück
ist nicht auszuschließen, und dabei dankt man für Handschuhe
und Helm...


Die letzten Kilometer führen uns an der Vispe entlang, die sich
in Stalden aus ihren beiden Tochterflüssen gebildet hat und nun Hals
über Kopf der Rhone zueilt. Ein nur noch leicht geneigter Fahrradweg
belohnt uns für die anstrengende aber einmalige "Downhill"-Tour
von der Moosalp und lässt uns einer heißen Dusche und dem Abendessen
entgegenträumen .


Wanderreise Walliser Alpen: Tibet light

Auf einem Bergbauernhof im Wallis bei Daniel und seinen Yaks

Sie wollten sich doch schon immer einmal in der großartigen Bergwelt
der Schweizer Alpen ein paar Tage auf einen abseits gelegenen Bauernhof
zurückziehen, der nur zu Fuß erreicht werden kann, in vollen
Zügen die Ruhe, gute Luft und Erhabenheit der imposanten Gletschergipfel
genießen, mit Gleichgesinnten unter Leitung eines sehr erfahrenen
Berg- und Kulturwanderführers auf einsamen Wegen die Landschaft erkunden
- zu Almen, über historische Pässe und zu herrlichen Aussichtspunkten
steigen; einem jungen offenen und engagierten Bergbauern bei seiner wichtigen
Arbeit - Trockenmauern aufsetzen, Wassergräben sauberhalten, Heu
für den Winter machen, seine Tiere (eine Herde uriger Yaks) versorgen
-über die Schulter schauen.


In einer Zeit , in der immer mehr Bergbauern zum Aufgeben gezwungen werden,
hat sich unser Freund, der junge Daniel Wismer seinen Traum erfüllt.
Die Idee kam ihm während seiner Weltreise im Hochland von Tibet wo
es ihm wie Schuppen von den Augen viel. Das war seine Welt. Das karge
Leben der einheimischen Bergbauern mit ihren riesigen Yakherden in der
Tiefe und Weite der großartigen Landschaft faszinierte ihn, die
Offenheit, Gastfreundschaft und Ausgeglichenheit der tiefgläubigen
Buddhisten war Labsal für seine suchende Seele.


Kommen Sie in die Schweiz und erleben Sie dabei einen Hauch tibetischer
Mythologie und buddhistischer Weltanschauung. Lassen Sie uns abends nach
gemeinsamen Essen bei guten Gesprächen auf der mit Natursteinen gefließten
Terrasse zusammensitzen und die Tageserlebnisse Revue passieren, lauschen
Sie dabei ihrer inneren Stimme.

Kommen Sie einfach mit!


Wir treffen uns in Freiburg (alle Bahnreisenden). Weiterreise mit der
Bahn nach Stalden am Beginn des Mattertales, Treffpunkt in Embd (Autoreisende
kommen direkt nach Embd) und gemeinsamer Aufstieg zum Hof von Daniel Wismer.
In den nächsten Tagen ist kein genaues Programm geplant. Vorgesehen
sind Tageswanderungen vom Stützpunkt aus je nach Wetter, Kondition
und Gusto der Gruppe. Möglich sind Touren entlang alter Wasserleitungen,
zum historisch bedeutsamen Augstbordpaß (2894 m) oder sogar auf
einen leichten Aussichtsdreitausender, bei guten Bedingungen sind auch
Wanderungen auf Höhenwegen im Saas- und Mattertal möglich.

Man kann selbstverständlich auch einmal einen Tag Daniel Wismer bei
der Arbeit zuschauen oder sogar selbst Hand mit anlegen (er würde
dazu sicher nicht nein sagen!). Die Verantwortung für das Programm
liegt beim Wanderführer.


Die Unterbringung erfolgt in einem großen gemütlichen Schlafraum
mit Stockbetten und urigen Lagern ( Schlafsack nach Möglichkeit selbst
mitbringen, Bettwäsche und Decken gegn geringe Gebühr vorhanden),
hinzu kommt ein ganz neu eingerichtetes Bad mit Dusche.

Es gibt außerdem einen Extra-Raum zum Lesen, Meditieren, Musik-Hören
und fürs gemeinsame Gespräch, sowie eine moderne Küche
und eine große überdachte Terrasse mit offener Feuerstelle.
Der Bergbauernhof selbst liegt an einem steilen Hang auf gut 1650 m und
ist nur zu Fuß in einem halbstündigen Aufstieg von Embd oder
ebensolangen Abstieg von einer kleinen Seilbahn her zu erreichen.


Kondition für 4-7 stündige Wanderungen auf Wegen und Pfaden
bis ca. 2500 m

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Es sind keine Klettertouren, aber Wanderungen auf teilweise steilen und
schmalen Pfaden. Höhenmeter: Ihre Kondition sollte für Wanderungen
bis1000 Höhenmeter reichen. Eine Ausnahme für Wanderfreaks ist
der Aussichtsdreitausender mit ca 1400 Höhenmetern im Aufstieg.

Gutes Schuhwerk und passende Bergbekleidung + kl. Tagesrucksack, Handschuhe,
Sonnenschutzmittel,Stirnband, mind. 1l Trinkflasche

© Waschbär-Reisen, 79282 Ballrechten
Yaks im Wallis Januar 2001

Die Schweizer Landwirte brauchen gute und neue Ideen, um ihre Zukunft
langfristig sichern zu können. Und diese Ideen haben sie auch, wie
aus den zahlreichen Einsendungen zum grossen UFA-Revue- Jubiläumswettbewerb
hervorgegangen ist. Bei diesem Wettbewerb, ausgeschrieben in der Jubiläumsnummer
10/98, ging es darum, interessante, ausgefallene und selbs bewirtschaftete
Nischen zu beschreiben und uns mitzuteilen.

Der Jury bewertete die eingegangenen Arbeiten nach den Kriterien Präsentation,
Aktivitäten-Öffentlichkeits- arbeit für die Nische, ökonomischer
und landwirt- schaftlicher Nutzen sowie Originalität.

Anlässlich einer kleinen Feier übergab Chefredaktor Roman Engeler
den Gewinnern die Preise und er- munterte die Preisträger, auch in
Zukunft neue Wege zu beschreiten und innovative Ideen zu entwickeln.


Die Gewinner sind:

1. Preis: Brigitte und Markus Reutimann, Unterstammheim (Hopfenprodukte);
Michel Besssard, Cremin (Swin-Golf).

2. Preis: Hans Schori, Lobsigen (Wildblumen);

Hans und Petra Nef, Oetwil am See (Erdbeerliköre);

EIN STUCK TIBET im Wallis lässt die Herzen von Tibetfreunden höher
schlagen. Auf 1650 m ü. M. hat Daniel Wismer eine kleine exotische
Welt geschaffen. Auf den Alpwiesen weiden Yaks und rund um den Hof tummeln

Eng windet sich der Weg in die Höhe Richtung Alp Roti Flüo.
Plötzlich tauchen rechts hinter einer Hecke zwei dunkle behornte
Köpfe auf: Yaks! Aufmerksam verfolgen die zwei Augenpaare die Neuankömmlinge.
Schon mancher Wanderer wird wohl an dieser Stelle fasziniert einen Halt
eingeschoben haben, um die herrlichen Tiere in aller Ruhe bestaunen zu
können.

"1986 war ich unterwegs in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Bei
einem Zwischenhalt erblickte ich eine riesige Yakherde", erzählt
Daniel Wismer mit glänzenden Augen. "Die archaische Ausstrahlung,
die ihnen die zottigen, langen Haare und ihre mächtigen Hörner
verliehen, zog mich in ihren Bann." Und diesem Bann konnte er sich
nicht mehr entziehen. Die aus dem Himalaya stammenden Grunzochsen liessen
ihm keine Ruhe mehr. 1994 kaufte Daniel Wismer die Alp Roti Flüo
oberhalb Embd (VS) und im Frühjahr 1995 war es dann so weit: Daniel
importierte das erste Yak-Pärchen aus einem Tierpark in Deutschland.


Ebenfalls wenig Begeisterung weckt man vor allem bei Muttertieren, wenn
man sich einem Kalb nähert oder es gar streicheln möchte. "Wichtig
ist der tägliche Umgang mit den Tieren, der im Laufe der Zeit wesentlich
einfacher wurde. Die Herde ist deutlich homogener, der Weidewechsel wird
immer einfacher. Die Yaks sind auch viel zahmer geworden. Früher musst
ich die Tiere treiben, heute reicht es, wenn ich sie rufe." Und tatsächlich,
die Tiere nähern sich auf sein Rufen hin und geniessen ein Kraulen
hinter den Ohren durchaus.
Das Yak weist eine hohe Anpassungsfähigkeit auf und lebt bis in die
extremen Höhen von 6500 m. Yaks halten Aussentemperaturen bis -50
°C problemlos aus. Dabei wirkt das dicke Haarkleid mit der langen
Bauchbehaarung wie ein thermostabiler Schlafsack. Das Yak ist sehr beweglich.
Weibliche Tiere werden ca. 250 kg schwer, männliche bringen es bis
zu 600 kg. Mit ihrem leichten Körpergewicht verursachen sie wenig
Trittschäden. Sie sind sehr berggängig und er-reichen auch abgelegene
Futterplätze (saubere und effiziente Ausnützung von Bergweiden.
Yaks sind sehr genügsam, so fressen 4 Yaks gerade mal so viel wie
eine Kuh. Auch was die Futterqualität betrifft, sind sie absolut
nicht wählerisch.

Das Yak kann sehr vielseitig genutzt werden. Als Landschaftspfleger, vor
allem im Berggebiet, eignet es sich hervor-ragend. Das sehr magere Fleisch
findet in Gourmetkreisen grossen Anklang. Aber auch die Drimilch (Dri
= Yakkuh) wird sehr ge-schätzt und Yakkäse ist eine wahre Gaumenfreude.
Das lange Haar kann zu Kleidern, Seilen oder gar Zelten verarbeitet werden.
Da das Yak, wie bereits erwähnt, ein sehr extensives Tier ist, fallen
diese Produkte in geringen Mengen an und die Preise sind auch dementsprechend
hoch.


Der nicht erschlossene Berghof Roti Flüo liegt auf 1650 m ü.
M. (Bergzone 4) im Mattertal, Kanton Wallis. Zurzeit be-wirtschaftet Daniel
31 ha (davon 6 ha Eigen-land) nach den biologischen Richtlinien. Empfangen
werden die Besucher von einer sympathischen, bunt gemischten "Crew":
einem tibetischen Hirtenhund, 6 Pfauen, 2 Perlhühner, Japanischen
Seidenhühnern, 10 Hühnern sowie einer Kuh. 44 Yaks be-weiden
die kargen Flächen bis auf eine Höhe von 2000 m ü. M. Daniel
bewirtschaftet den Betrieb weitgehend allein. "Von Zeit zu Zeit ein
hartes Stück Arbeit", meint der innovative Zuger. Doch dass
das sein Leben ist, sieht man ihm an. Gut gelaunt zeigt er uns sein neu
umgebautes Gästehaus, das er auf Anmeldung jederzeit vermietet. "Hier
standen mir Kollegen und Fachleute aus dem Dorf zur Seite." Und was
daraus geworden ist, kann sich sehen lassen. Eine moderne, geräumige
Küche lädt zum Schmausen ein, in der gemütlichen Stube
fehlen selbst Fernseher und Video nicht. Die Dusche ist geräumig,
hell und der Schlafraum bietet komfortable Betten für 21 Personen.


5 kastrierte Trekkingtiere stehen für Interessierte bereit. Ausgebildet
wurden diese Tiere von einem Sherpa, der eigens für einige Monate
ins Wallis kam.

Zur Zeit ist Daniel der einzige Yak-Trekking-Anbieter Europas. "Es
war ein hartes Stück Arbeit, doch es hat sich gelohnt", stolz
lächelt der junge Mann, ganz versunken in Erinnerungen.

Die Gäste können zwischen ein und mehr-tägigen Touren wählen.
Als Führer amten Einheimische sowie Sherpas. So können die Parallelen
der beiden Bergvölker erläutert und den Gästen näher
gebracht werden.

Versorgt werden die Feriengäste direkt aus dem eigenen Garten. "Ich
bin ein richtiger Gärtner geworden", erzählt Daniel und
zeigt uns den vielseitigen Garten, der sich sehen lassen kann. Bei schlechtem
Wetter steht den Besuchern eine umfangreiche Video und Bibliothek mit
den Hauptthemen Tibet/Wallis Himalaya/Alpen zur Verfügung. Zudem
wird die Roti Flüo als "Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit"
für Seminare, Kadertreffen und Meetings angepriesen.


In Planung ist ein Hima-laya-Lehrpfad mit verschiedenen Stationen, der
den Besuchern die Himalayischen Flora und Fauna näher bringen soll.
"Ich möchte jedoch auch kulturelle und religiöse Bauten
nachstellen", sinniert Daniel. Erste Pläne hat er auch schon
im Kopf oder auf Papier. "Bereits geplant habe ich eine tibetische
Felsenmalerei", sagt's und zeigt auf den mächtigen Felsen oberhalb
des Gästehauses. "Ihr werdet es nicht glauben, aber dafür
brauche ich zuerst eine Baubewilligung." Auch ein Kräuterlehrpfad
schwebt Daniel vor. Nicht vergessen gehen dabei aber auch andere Gaumenfreuden.
Im vergangenen Jahr baute Daniel erstmals eine alte tibetische Gerstensorte
an. "Daraus braue ich das tibetische Bier "Yak-Attack",
das ich den Gästen anbieten möchte." Auch Roggen steht
auf den Feldern von Roti Flüo. Daraus entsteht das alpeigene Roggenbrot,
das in einem grossen Holzbackofen ausgebacken wird. Die Yaks können
gar "gemietet" werden: Zum Schafweiden putzen. Ideen hat der
vor Engergie strotzende Alpbauer noch viele auf Lager.


Das Asiatische Hochgebirgsrind wird wegen seinem ständigen Grunzen
oft auch Grunzochse genannt. Es gehört zur Familie der Rinder.

Gemäss alten Überlieferungen und Felsen-malereien, stammt das
heutige Hausyak vom Wildyak ab. Es ist in der Jungsteinzeit (3000 bis
1800 v. Chr.) domestiziert worden. Die Heimat des Yaks sind die Nordhänge
des Himalayas.

Lediglich 15000 Wildyaks haben im Rückzugsgebiet Changtang (Nordwesttibet)
und in Osttibet überlebt. In diesen Gebieten herrscht ein striktes
Tötungsverbot. Weltweit gibt es heute ca. 15 Mio. domestizierte Yaks,
wo-von rund 12 Mio. im Tibet gehalten werden.


Da die Tiere aus Tierparks stammen, sind sie wilder und weniger an den
Menschen gewöhnt als unsere Kühe. Yaks haben ihren eigenen Kopf.
Sie sind meist friedlich, können aber in bestimmten Situationen durchaus
aggressiv werden. Und dann gilt es, sich vor den gewaltigen Hörnern
in Acht zu nehmen. "Hunde mögen sie zum Beispiel gar nicht",
gibt Daniel Auskunft.


Und Yaks sind ganz klar die Zukunft von Dani. "Yaks sind dort eingesetzt,
wo Milch-kühe keinen Zugang mehr haben, z. B. auf unwegsamen Geländen,
auf kargen Futterflächen, von unschätzbarem Wert", ist
er überzeugt. Man fühlt sich sofort wohl in der bunten tibetischen
Welt auf Roti Flüo. Und das wird noch manchem Gast so gehen. Lassen
auch Sie sich einmal von der exotischen Ausstrahlung verführen und
geniessen Sie einige Tage bei Daniel Wismer.
"Wenn die Yaks sterben, sterben auch die Menschen." Tatsächlich
gibt es in den entlegenen Gebieten des Hochlandes kaum Überlebensmöglichkeiten
ohne die Tiere. Die Nomaden nennen die Yaks deshalb Nor; das bedeutet
Juwel.Yaks - die Rinder aus dem Schneeland

Text: Christian Schmidt


Karg, baumlos und viermal so gross wie Deutschland ist die Heimat der
Yaks. In dem riesigen Gebiet wäre ohne diese Rinder keine Landwirtschaft
möglich.Denn viel zu unwirtlich sind die Bedingungen für Ackerbau
und übliche Viehzucht. In diesen klimatisch strengsten Weltgegenden,
auf Höhen bis 6600 Meter, können nur ganz wenige Tierarten überleben,
Darunter die Yaks.

Eine besonders grosse Luftröhre erlaut es ihnen, in der dünnen
Luft genug Sauerstoff aufzunehmen. Der Kälte wiederstehen sie, weil
sie eine elf Millimeter dicke Lederhaut haben, sie ist doppelt so dick
wie bei unseren Kühen. Auf dieser dicken Haut tragen sie ein Fell
mit dichter, feiner Unterwolle, die eine perfekte Isolationsschicht bildet.
Ihre empfindlichste Stelle, den Bauch mit den inneren Organen, schützen
lange Haare, die wie ein Vorhang zwischen den Vorder- und Hinterbeinen
herabhängen. Werden die Tiere von einem Wintersturm überrascht,
bleiben sie stehen und lassen sich einschneien, bis sie kaum mehr zu sehen
sind.


Die karge Nahrung dieser Höhen genügt den Yaks. Gras wächst
nur in der kurzen Sommerzeit; während sieben bis acht Monaten im
Jahr fressen die Tiere Moose und abgestorbene Kräuter. Mit ihrem
ausgeprägten Geruchssinn und den harten Hufen gelingt es ihnen, die
Nahrung unter einer hohen Schneedecke zu finden und hervorzukratzen. Weil
das Gras aber nur ein paar Zentimeter lang wird, vermögen die Yaks
nur drei Gramm pro Biss aufzunehmen. Zehn Stunden pro Tag weiden sie!

Die Yaks gehören zur Art der Rinder. Ihr wissenschaftlicher Name
lautet "bos grunniens", was auf Deutsch Grunzochse heisst. Tatsächlich
geben Yaks Geräusche von sich, als drehe man einen Spielzeugbären
vom Bauch auf den Rücken. Die wilden Yaks haben lange, braunschwarze
Haare und mächtige Hörner; an der Schulter messen sie bis zwei
Meter, und die Bullen werden bis tausend Kilo schwer. Sie können
gefährlich werden. Die gezähmten Yaks dagegen erinnern eher
an Hausrinder. Das liegt nahe, denn sie werden mit ihnen gekreuzt. Aber
auch sie bleiben ungestüm und sehr eingenwillig. Ihr Fell ist nicht
einheitlich dunkel, sondern gefleckt, manchmal auch braun, rot oder sogar
weiss. Weisse Yaks gelten als heilig. Der Dalai Lama, das geistige und
politische Oberhaupt der Tibeter und Tibeterinnen, reitet bei besonderen
Festen auf einem weissen Yak.

Die Yaks werden als die "Kokosnuss der Tierwelt" bezeichnet.
Das ist nicht abschätzig gemeint, im Gegenteil. Sämtliche Bestandteile
der Kokosnuss - Fasern, Schale, Fleisch und Milch - lassen sich nutzen;
ebenso verhält es sich mit den Yaks. Sie sind die perfekten Nutztiere.

In den frühen Morgenstunden melken die Frauen die Yakkühe. Die
Milch, auf Tibetisch O-ma genannt, verarbeiten sie zu Käse und Butter.
Ein Teil des Käses - Chura - trocknet an der Luft zu steinharten
Briketts, die jahrelang haltbar sind. Die übrig bleibende Molke kochen
die Frauen zu einem festen Brei ein - Döja - und verwenden ihn als
eine Art Schminke. Die Yakbutter - Mar - wird in den Tee gemischt, sie
dient aber auch als Brennstoff für Lampen in Klöstern, als Haaröl
und zur Behandlung roher Yakhäute.

Im Frühjahr kämmen die Frauen die feinen Wollhaare aus dem Fell
der Yaks, verspinnen sie zu Garn und stellen daraus Decken, Säcke,
Seile und Riemen her. Die groben Wollhaare - Tsipa - werden geschoren
und zu hochwertigen Filzmänteln verarbeitet. Auch ihre Zelte bauen
die Nomanden aus Yakhaar. Die Zelte sind so dunkel wie die Wolle, und
aufgrund des natürlichen Fettgehaltes der Haare schützen sie
sehr gut vor Wind und Nässe. Der Mist der Tiere - Chowa - wird eingesammelt
und in getrocknetem Zustand als Brennstoff verwendet. Es ist die einzige
Energiequelle in dieser Höhe. Sogar der Russ, der aus dem Yakmist
entsteht und sich in den Zelten niederschlägt, wird verwendet: Er
dient als Tinte. Das Schlachten der Tiere ist Männersache. Es erfolgt
Anfang Winter, wenn die Temperaturen bereits weit unter dem Gefrierpunkt
liegen. Von der Natur gefroren und getrocnet, bleibt das Fleisch - Sha
- bis ins nächste Frühjahr haltbar.

Aus den Häuten der Tiereentstehen Sättel und Stiefel; manchmal
werden sie zudem für den Bau von Kanus verwendet. Die Schwänze,
buschig wie Pferdeschweife, dienen als Fliegenwedel und werden bis nach
Indien exportiert. Aus den Knochen werden Musikinstrumente oder schmuckstücke
geschnitzt.

Jeweils im Frühjahr kommen die Yaks als Lasttiere zum Einsatz. Dann
brechen die Nomaden - aber nur Männer! - zu den entfernten Salzseeen
auf. Dort wird die Salzkruste mit Yakhörnern aufgebrochen und in
Taschen aus Yakwolle abgefüllt. Jedes Tier trägt hundertfünfzig
Kilo. Nur drei bis vier Kilometer pro Stunde legen sie zurück, aber
sie lassen sich durch nichts aufhalten. Durch eiskalte Gebirgsflüsse
schwimmen sie, über die höchsten Pässe und über die
schmalsten Gebirgspfade tragen sie ihre Last. Hunderte von Kilometern
legen sie zurück bis zu den Handelsorten. Ohne diesen Transport könnten
die Nomaden kaum überleben: Seit Menschengedenken tauschen sie Salz
gegen Gerste, ihre tägliches Nahrungsmittel.


Auch in Tibet kommen immer mehr moderne technische Hilfsmittel zum Einsatz.
Heute fahren auch Lastwagen zu den Salzseen. Die Nomanden verlieren dadurch
Arbeit und Einkommen, und sie brauchen die Yaks nicht mehr als Lasttiere.
Es ist aber nicht zu befürchten, dass die gezähmten Yaks aussterben:
In Tibet leben rund 4.4 Millionen Tiere, das entspricht etwa einem Drittel
des Weltbestandes. Stark gefährdet sind jedoch die Wildyaks. Sie,
die in den entlegensten Hochgebieten leben, wurden sehr lange gejagt.
Obwohl die Tiere inzwischen geschützt sind, nimmt die Zahl der Wildyaks
kaum zu. Laut dem World Conservation Monitoring Centre, einer weltweit
tätigen Überwachungsstelle für bedrohte Tierarten, soll
es in Tibet nur noch einige wenige hundert wilde Yaks geben.


Als die Frühlingssonne im März 1996 den Schnee schmolz, enthüllte
sie eine Katastrophe: Auf einer Fläche, so gross wie die Schweiz,
lagen im tibetischen Hochland tote Yaks. Wie viele Tiere umgekommenb waren,
konnte nie genau ermittelt werden. Jon Aldridge, in London für die
Tibet Foundation tätig, spricht von insgesamt über 800 000 Kadavern
- Yaks, Ziegen und Schafe. Davon dürften ein gutes Drittel Yaks gewesen
sein.

Was war geschehen? Bereits im frühen Herbst 1995 war ausserordentlich
viel Schnee gefallen, er fiel endlos weiter, und das Thermometer sank
bis minus 47 Grad. Doch der härteste Winter seit hundert Jahren allein
hätte den Yaks nicht so zusetzen können. Jon Aldridge: "In
den vergangenen Jahrzenten ist im tibetischen Hochland der Bestand eines
rattenähnlichen Nagetiers, Abra genannt, geradezu explodiert. Die
Abras fressenGraswurzeln, das Gras stirbt." Viel weniger Nahrung
als in anderen Jahren stand zur Verfgung. Und das war verheerend für
die Yaks und die Leute, die von den Yaks leben. Die Zahl der Yaks nimmt
langsam wieder zu. Doch von den 20 000 Nomanden, die ihr Hab und Gut verloren
haben, müssen weiterhin viele von der Hand in den Mund leben. Der
Verlust dr Tierehat sie um ihre Existenz und Zukunft gebracht. Denn eine
andere Verdienstquelle als die Yaks gibt es in der abgelegenen Provinzen
Tibets nicht.

Eines Tages habe er eine Vision gehabt, sagt Daniel Wismer, und zwar mitten
auf dem Durbar-Platz in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. "Plötzlich
habe ich gewusst, was ich mit meinem Leben tun soll." Nein, nicht
mehr länger Forstwart wollte er sein, nein, auch nicht mehr irgendwo
jobben. "Es war eine Eingebung." Die Eingebung hiess: Yaks -
einen Bauernbetrieb mit Yaks aufbauen.

Das war vor vierzehn Jahren. Heute lebt Daniel auf der Rotfluh, einem
Walliser Bergheimet hoch am Hang über dem Mattertal. Lange bevor
er hier hinauf kam, hatte die letzten Bauern die beiden sonnenverbrannten
Häuschen aufgegeben. Niemand wollte freiwillig diese karge Gegend
bewirtschaften. Niemand ausser Wismer. Wenn er jetzt nachts aufwacht,
hört er die Yaks herumstapfen und grunzen. 46 Stück besitzt
Warum Yaks ? "Die einheimischen Rassen passen mir nicht", sagt
Daniel. Überzüchtet seien sie, mit viel zu grossen Eutern, krank
und abhängig von Antibiotika. Ganz anders die Yaks. "Sie tragen
noch die Handschrift der Natur!" Yaks geben so viel Milch, wie ihre
Kälber trinken, ein bis zwei Liter pro Tag. Sie haben so viel Fleisch,wie
sie für ihre Muskelapparat brauchen, und sie brauchen kein teures
Kraftfutter. - "Das ist die Zukunft für die Tierhaltung in den
Alpen", sagt der 36-jähreige Bergbauer und fügt hinzu:
"Noch nie ist ein Yak an Rinderwahnsinn erkrankt!"

Wismer liebt seine Tiere. Wenn er ein paar Minuten freie Zeit findet,geht
er af die Weide und schaut ihnen zu. Nur schauen. Er will die Fremdlinge
aus Tibet verstehen lernen. Und immer hat er ein Stück trockenes
Brot in der Tasche. Sein jüngster Yak, ein Stierkalb mit tiefschwarzem
Fell, krigt es. Er liegt am steilen Hang in der Herbstsonne, mitten in
der Herde. Das Kalb frisst aus der Hand. Wismer ist stolz auf den Nachwuchs.
Welches Glück! Er gräbt die Hände tief in die Wolle. Dann
steigt er wieder hinauf zu seinem Haus, wo tibetische Gebetsfahnen flattern.
Daniel Wismer, der seinen dunkelblonden Rossschwanz mit Stolz trägt
und am liebsten Heavymetal-Musik hört, geht seinem neuen Leben mit
Überzeugung nach.

Noch kann der Bergbauer nicht von den Yaks leben. Er verkauft zwar Jungtiere
an Bauern, die es auch mit den Rindern aus dem asiatischen Hochland versuchen
wollen, und bald soll das Geschäft mit Yakfleisch geginnen. Aber
der Verdienst reicht nicht. Deshalb bietet Daniel Yak-Trekking an. In
seinem neu ausgebauten Hof nimmt er Gäste auf und zieht mit ihnen
und den Tieren durch die Landschaft. Da kommen Touristen, aber auch Manager
von grossen Industriefirmen und Gemeinderäte aus dem Unterland. Echte
tietischeTragsättel legt Daniel Wismer den Tieren dann auf. "Das
ist wie im Himalaja!" Berge, Schnee, Yaks. Das Matterhorn wird zum
Mount Everest, das Wallis zum Tibet!


Menschen in den Bergen: Daniel Wismer, Selbstverwirklicher
Berge prägen. Immer wieder stellen wir fest, dass Menschen in den
Bergen, auch wenn sie an noch so verschiedenen Orten leben, ähnlichen
Tätigkeiten mit ähnlichen Tieren und Gerätschaften nachgehen.
Diese Gesetzmässigkeit verkörpert der Aussenposten des tibetischen
Kulturkreises - im Mattertal.

"Tschong!", sagt die Frau bei der Seilbahnstation in Embd und
be- obachtet unsere skeptischen Blicke, denn für unsere Ohren tönt
das sehr Tibetisch. "Doch, doch, der Bach heisst so", bestätigt
sie. Wir überqueren das Gewässer und folgen einem Wegweiser
aus rohem Holz, auf dem die eingebrannte Silhouette eines Yaks zu sehen
ist. Embd liegt hoch über der Mattervispa, die Hänge sind sehr
steil. "Hier müssen die Hühner Steigeisen tragen",
bemerkt mein Begleiter Damian treffend. Wir waren mehrere Male zusammen
in Nepal, haben zusammen tibetische Klöster besucht und im Himalaya
Yaks bestaunt und bewundert. Heute erleben wir eine Art "Rückführung"
zu unseren gemeinsamen Reisen, denn nach knapp einer halben Stunde Aufstieg
auf steilen Bergpfaden öffnet sich vor uns ein Blick, der nicht der
schweizerischen Wirklichkeit zu entsprechen scheint.


Auf einem etwas flacheren Buckel eines mit Felsen begrenzten Steilhangs
stehen drei kleine, dunkelbraune Walliserhäuser. Vor der Siedlung
befindet sich ein kupferner Gebetszylinder und mehrere hohe buddhistische
Gebetsfahnen, an den Häusern flattern unzählige farbige "Windpferde",
wie die kleinen Gebetswimpel genannt werden. Im ersten Moment könnte
man meinen, die Heimstatt auf der "Roti Flüo" sei ein tibetisches
Kloster, eine Gompa.

Daniel Wismer, ein blonder


Mittdreissiger, sitzt in der Küche und trinkt Kaffee. Bevor wir
eintreten, führt er behutsam einen tibetischen Mastiff auf die Terrasse,
wo sich dieser in den Schatten der Gebetswimpel legt.

"Wer ich bin?", sinniert Daniel Wismer auf unsere Frage. "Das
ist nicht so einfach zu beantworten." Daniel lebt seit bald sechs
Jahren auf Roti Flüo oberhalb von Embd. Er hält eine Herde von
39 Yaks (Bos grunniens), verkauft ihr Fleisch und verarbeitet ihre Milch.
Im Sommer führt er im benachbarten Turtmanntal richtige Yak-Trekkings
durch - zusammen mit seinem Freund Chhimmey Kalden Sherpa sud Nepal. In
seiner Heimstatt hat er Infrastrukturen geschaffen, mit denen er an diesem
einmaligen, ruhigen und sonnigen Ort, scheinbar weit entfernt von der
betriebsamen Welt, über zwanzig Gäste beherbergen kann.Läge
nicht Grächen auf der Geländeterrasse gegenüber, man müsste
sich wirklich fragen,wo man sich befindet,in denAlpen oder im Himalaya.
"Warst du schon in Tibet?", fragen wir Daniel. "In diesem
Leben nur einmal", ist seine typisch tibetische Antwort. Das war
1986. Damals sah er zum ersten Mal Yaks. Es war ein Schlüsselerlebnis
für ihn. Später hat er aus zoologischen Gärten in Deutschland
die ersten Grunzochsen in die Schweiz eingeführt. 23 Tiere waren
es zu Beginn; inzwischen haben sich die Schützlinge stark vermehrt.
Seine Erfahrungen sammelte Daniel übrigens zunächst mit Kühen.
"Ich habe in einem Hightech-Betrieb gearbeitet", meint er vielsagend.

Die Yaks können hier extensiv gehalten werden, es sind äusserst
genügsame Tiere, die sich von Gras ernähren. Von Zeit zu Zeit
steckt ihnen Daniel Minerallecksteine zu. Sowohl die Yakkühe, die
ein Gewicht von etwa 250 kg erreichen,wie auch die mächtigen Bullen
(bis 6000 kg) sind extrem geländegängig. Wie Gämsen schleichen
sie den steilen Hängen nach, während ihre rauen Zungen das Gras
abschaben. "Auch das Klima vertragen sie gut, ist Daniels beruhigende
Feststellung. Im Himalaya können die Tiere, auf Grund der südlicheren
Exposition, nur ab Höhen über 3000 Metern gehalten werden.

"Yaks sind gefährlich und speziell", erklärt Daniel.
"Man muss mit Zuckerbrot und Peitsche vorgehen." Dies erklärte
ihm sein Sherpafreund, der auch gleich die geeignete Tragsättel aus
Tibet mitbrachte. Yaks sind sehr kräftig und ausdauernd, ungemein
schnell,manchmal auch unberechenbar - und störrisch wie Esel.

Das Arbeiten mit ihnen erfordert viel Geschick und eine gehörige
Portion Fingerspitzengefühl: "Du darfst keine Sekunde lang die
Konzentration verlieren." Auf der Weide sind sie gut zu halten, dort
machen sie - hinter dem Elektrozaun - einen äusserst friedlichen
und glücklichen Eindruck.

Daniel ist ein kreativer Mensch. Er hat schon Überlegungen angestellt,
ob in Zukunft Yaks für den Materialtransport in SAC-Hütten und

Berggasthäuser eingesetzt werden könnten. Zudem hat sein Betrieb
eine positive Eigendynamik angenommen, das touristische Angebot am unerschlossenen
Sonnenhang wird sehr rege genutzt.


Daniel erklärt uns, wo seine Yaks zu finden sind. Wir gehen querfeldein
durch mediterran anmutende Vegetation und erreichen bald einen kleinen
schattigen Fischteich,in dem sich der mächtige Kopf und die elegant
geschwungenen Hörner einer Yakkuh spiegeln. Das regelmässige
Bimmeln von Glöckchen meldet uns, dass sich weitere Tiere dem Wasser
nähern. Ein riesiger Yakbulle taucht zwischen Büschen und Lärchen
auf und grunzt uns an. Später posiert er mit seiner Breitseite, und
wir bewundern das glänzende Fell und die extrem langen Bauchhaare,
ein Prachtskerl. Nun beäugen die Yaks das Wasser im Teich, steigen
sehr lansam hinein und bleiben eine ganze Weile genüsslich stehen.
Sie kühlen sich ab, wie sie dies in den eisigen Gletscherbächen
des Himalaya gerne tun. Nur die imposante Kulisse des Weisshorns gegenüber
bestätigt uns,dass wir für diese Eindrücke nicht eine weite
Reise hinter uns haben.

Bernhard Rudolf Banzhaf,

Saas Fee


Eine Gompa im Wallis? - An den Häusern flattern unzählige farbige
Yakbulle mit extrem langen Bauchhaaren; diese Tiere Können bis 600
kg schwer werden.

"in Tibet habe ich zum ersten Mal ein Yak gesehen", sagt Daniel
Wismer.
Der tibetische Mastiff beobachtet die Fremden scharf.
Tibetische Hochlandrinder in den Schweizer Bergen sind keine Laune der
Natur, sondern ein Trend. Beim Yak-Trekking überträgt sich die
Ruhe der Tiere auf die Menschen, wie Johannes Schweikle miterleben konnte
Raja trägt eine Glocke aus Nepal um den Hals. Aber er versteht Schwyzerdütsch.
"Chömmet!" ruft Daniel Wismer, kommt! Da ist Raja nicht
mehr zu halten. Das tibetische Hochlandrind senkt ein wenig den Kopf und
setzt sich auf dem schmalen Bergweg in Bewegung. Seine Glocke fängt
an zu bimmeln, und der zottelige Yak-Ochse legt so temperamentvoll Ios,
als wolle er sich mit den drei Artgenossen hinter ihm bergauf ein Wettrennen
liefern. Wismer, der vorneweg geht, muss seinen Wanderstecken quer halten
und den Weg versperren, sonst würden die vier Yaks ihn überholen.
Dann könnte der sehnige Mittdreissiger ihnen bis zur Passhöhe
hinterherhecheln.


In Embd, einem kleinen Schweizer Bergdorf im Wallis, bricht Daniel Wismer
zu einer Trekking-Tour auf. Wie bei den Treks im Himalaya tragen die Yaks
Getränke, Proviant und Ausrüstung. Vor fünf Jahren hat
Wismer in Embd einen alten Bergbauernhof gekauft und angefangen, Yaks
zu züchten. Die Dörfler hielten den aus der Inner-Schweiz Zugereisten
für einen Aussteiger, der auf 1600 Metern seinen Traum vom autonomen
Leben verwirklichen möchte. Solche Spinner kannten sie: Die kamen
und gaben nach einem Winter wieder auf. Und dieser Wismer trägt auch
noch einen blonden Pferdeschwanz.

Heute zählt Daniel Wismers Herde 37 Yaks. Vor kurzem wurden zwei
Kälber geboren. Sie sind jetzt so gross wie kleine Schafe und springen
schon kühn wie die Gemsen über die steilste Weide. Yaks sind
kleiner und schmaler als Kühe. Ein ausgewachsenes Tier wiegt 300
Kilo - etwa 400 Kilo weniger als eine der schwarzen Ehringerkühe,
die auf den Wiesen unter uns grasen. Der Staat zahlt den Bergbauern für
jede Kuh Subventionen. Wismer hat sie für seine Yaks ebenfalls beantragt.
Die Behörde erkannte die tibetischen Hochlandrinder offiziell als
Landschaftspfleger an. Einen Yak stufte sie als 0,8 Grossvieheinheiten
ein.


Raja, "der König", hat geschwungene Hörner wie ein
Galloway-Rind. Das schwarzbraune Fell mit den langen Zotteln erinnert
an einen Bison. Zwischen seinen grossen dunklen Augen kräuseln sich
wuschelige Locken auf der breiten Stirn. Dkapa, der hinter ihm trottet,
hat glattes Haar und einen langen, schmalen Kopf wie ein Elch. Alle bewegen
sich geschmeidig.

Hinter den Yaks geht Tsering Norbu Sipatsang. Der Tibeter ist 28 Jahre
alt, sein Gesicht straff und bronzegebräunt. Um sein dunkles Haar
hat er sich ein leuchtend rotes Taschung-Stirnband gebunden. Den Oberkörper
hat er in eine schwarze Jacke gehüllt, bestickt mit goldenen Ranken
und bunten Blumen. In Tibet hat er die 200 Yaks seiner Familie gehütet.
In einer Hochebene, 4000 Meter über dem Meer, schlug er sein Zelt
auf. Dort gab es keine Zäune. Wenn er die Tiere morgens melken wollte,
lockte er sie mit einer Mischung aus Salz und Mehl an. Seine Eltern machten
aus der süssen, fetten Milch Butter, Käse und Yoghurt. Aus den
langen Yakhaaren woben Frauen Planen und Satteldecken, aus der weichen
Unterwolle strickten sie Pullover.

Der Yak ist das wichtigste Nutztier des Himalaya. In Nepal schmücken
Yaks sogar den Fünf-Rupien-Schein. Bei den Aufständen in Lhasa
1986 nahmen die Chinesen der Familie von Tsering Norbu mehr als die Hälfte
ihrer Yaks weg. Dem Hirten blieben nur noch 70 Tiere. Er schloss sich
den Demonstranten an, die gegen die Besatzer protestierten. Später
musste er nach Europa fliehen. Heute hilft er Daniel Wismer beim Yak-Trekking
im Wallis, in den Sommermonaten kommt noch ein Scherpa hinzu.


"Yak oben Freude", sagt der Tibeter. In gebrochenem Deutsch
erklärt er, warum die Tiere beim Aufstieg kaum zu halten sind: Sie
wollen in die Hochlagen, wo sie sich am wohlsten fühlen. Oben ist
es kühler, stechen nicht so viele Mücken. Dort gibt es das klarste
Wasser und das frischeste Gras. "Daniel, bizzli langsam", ruft
Streckenweise ist der Weg in die Wand gehauen. Ein Felsüberhang wölbt
sich über unsere kleine Karawane. Wir wandern leicht und unbeschwert
bergauf - selbst die zur Vorsicht eingepackten warmen Jacken werden von
den Yaks getragen. Eine alte Trockenmauer stützt den rechten Wegrand.
Dahinter geht's fast senkrecht in die Tiefe. Schon die Römer sind
auf diesem Pfad gegangen. Über den 2900 Meter hohen Augstbordpass
kamen sie ins Turtmanntal. Wer will, kann von dort bis zum Mont Blanc
weiterwandern.

Die Glocken der Yaks bimmeln in gleichmässigem Rhythmus. Ihre zotteligen
Körper schaukeln im Takt den Berg hoch. Die Gleichförmigkeit
dieser Bewegung überträgt sich als Ruhe auf uns Wanderer. Die
Welt reduziert sich auf den Berg, die Sinne nehmen ihn jetzt

mit seinen Kleinigkeiten wahr. Sie riechen den warmen, harzigen Duft
des Holzes, spüren den weichen Teppich aus goldbraunen Lärchennadeln,
die im vergangenen Herbst abgefallen sind. Beryl aus Zürich, die
mit ihrer Freundin für ein Wochenende zum Yak-Trekking ins Wallis
gekommen ist, nimmt einen Zweig in die Hand und betrachtet fasziniert
die zarten violetten Knospen, aus denen Lärchenzapfen werden.

An der Schwarzen Blatte lässt Daniel Wismer halten. Tsering Norbu
nimmt die Rucksäcke von den Tragsätteln der Yaks-Mittagsrast.
Wir lagern auf einer komfortablen glattgeschliffenen Felsplatte, und scheinen
auf einem 2000 Meter hohen Balkon über der Welt zu schweben. Unter
uns liegt das tief eingekerbte Mattertal, dem Alltag bleibt der Weg nach
oben versperrt. Hier strotzen grüne Bergwiesen vor Saft, und oberhalb
des dunklen Waldgürtels ragen schneebedeckte Berge in den klaren
Himmel. In allen Himmelsrichtungen sehen wir Viertausender: Im Osten die
Mischabel-Gruppe, weiter rechts ragt das Nadelhorn keck aus einem gleissenden
Schneefeld, das in zerklüftetes Eis übergeht. Im Süden
hebt sich das Kleine Matterhorn wie eine Toblerone vom Horizont ab, das
Weisshorn überragt alle anderen. Das Brunegghorn zeigt majestätisch
seine Flanke, deren Schnee kein Snowboarder entweiht hat.

Daniel Wismer kann gut verstehen, dass die Alpen immer mehr zu einem grossen
Fun-Park werden. Zwischen Grossglockner und Mont Blanc gehen Städter
mit Mulis oder Lamas auf Trekking-Tour, tauschen für ein paar Tage
die Zwänge der Sesshaftigkeit gegen das freie Nomadenleben ein. Brave
Bürger stürzen sich mit vollgefederten Downhill-Bikes die Berge
hinunter und paddeln durchs Wildwasser. Wo man vor 15 Jahren wandern ging,
wird heute Canyoning, Heli-Bungee oder Zorbing angeboten. "Soft Adventure"
heisst das Zauberwort, und Trekking-Guide Wismer erklärt sich diesen
Trend so: "Die Leute sitzen im Büro, müssen sich an Normen
anpassen und haben seelische Langeweile. Im Urlaub suchen sie das Archaische.
Da muss man das Tier in sich herauslassen."

Auch Raja und Tsungu wollen's wissen. Während wir über den homo
touristicus räsonieren, messen die beiden Yak-Ochsen ihre Kräfte.
Sie stehen sich frontal gegenüber. Grunzen, Hörner verhaken
sich krachend, Vorderhufe stemmen sich in den Boden. Köpfe tief gesenkt,
schieben, drücken. Raja dreht sich schnaufend ab, von jetzt an gilt
Tsungu in der Hierarchie als der Stärkste. Tsungu heisst


Killer', und Wismer hat ihn so genannt, weil Tsungu ihn beim Absatteln
einmal angegriffen hat. Mit einem Sprung wie ein Torero konnte er sich
vor den spitzen Hörnern retten.

Als wir um eine Felszacke biegen, verschwindet der Weg im Schnee. Wir
haben jetzt Mitte Mai, noch sind nicht alle Reste der Lawinen geschmolzen.
Entwurzelte Bäume und geknickte Stämme lassen ahnen, wie gewaltig
ihre Wucht war. Das rutschige Schneefeld fällt schräg ab. Für
die Yaks ist das nichts Besonderes. Ihre schmalen Hufe finden verblüffend
sicher Tritt, leichtfüssig und spielerisch überqueren sie das
weisse Band. Das zottelige Fell ihrer Flanken berührt den schrägen
Untergrund. Raja macht noch zwei kräftige Sprünge, dann ist
er wieder auf festem Boden.

Hundert Meter weiter beschliesst Daniel Wismer umzukehren. Der Pfad versinkt
unter Schneemassen und taucht auch weiter oben nicht wieder auf. Wir müssen
ihn den Gruppen überlassen, die im Sommer kommen. Die Hochlandrinder
müssen wenden, weil das Gelände für Zweibeiner zu schwierig
wird. Beryl versucht sich als Tierpsychologin. "Die Yaks denken jetzt
wohl: Die spinnen, die Menschen."

Am Bergbauernhof sattelt Tsering Norbu die Tiere ab. Der Pfau mit der
blau schimmernden Brust, der zu Daniel Wismers Exotentierhaltung gehört,
ist aufs Haus geflogen und guckt zu. Das Dach ist mit silbergrauen Steinplatten
gedeckt, die 150 Jahre alten Balken der Wände sind von der Sonne
verbrannt. Bunte tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind, am Balkon trocknen
bunte Handtücher. Schlüsselblumen und Löwenzahn geben den
grünen Almwiesen gelbe Tupfer. Sie fallen steiler ab als die Hausdächer
von Embd, die 300 Meter tiefer liegen. Nur ein Fussweg führt in das
Bergdorf hinunter.

Wieder dieses Schwebegefühl. Ab und zu kommen Esoteriker herauf,
erzählt Daniel Wismer. Und Gäste, die von der Sanftheit des
Buddhismus schwärmen. Aber der Herr der Yaks ist viel zu erdverbunden,
als dass er für sie einen Guru abgeben würde. Mit der Heckenschere
schneidet er dornige Ruten ab, die sich auf der Yak-Weide ausbreiten wollen,
klaubt Steine auf. Ja, sagt er, er wolle seinen Gästen tibetische
Kultur vermitteln. Aber er sucht die Balance zwischen Spiritualität
und Bodenständigkeit. "Deshalb mag ich die Yaks so, weil sie
Zuneigung genauso brauchen wie Härte", sagt er. Die Tiere leben
die Ausgewogenheit vor, die sich der Mensch ersehnt.


Telefon und Fax: 00 41-27-952 14 22.

Touren: Wismer bietet eine Tagestour mit vier Yaks ab 150 Schweizer Franken
an, die Übernachtung mit Halbpension kostet 40 SFr. Der Hof ist gemütlich
ausgebaut, man schläft in einem einfachen, aber sauberen Massenlager.
Wer mehr Komfort möchte, kann in Grächen oder Zermatt in Hotels
übernachten.
Daniel Wismer aus dem Zugerland, der seit 1993 auf einer abgelegenen Alp

Kaum 30 Kilometer vom Matterhorn stehen hier 33 langhaarige Yaks auf
deiner Alp. Wie bist du bloss auf die Idee gekommen, tibetische Hochlandrinder
Das war eine Eingebung. Ich sah die ersten Yaks auf einer Reise von Golmud
nach Lhasa. Die Viecher kamen einfach gut rein. Mir war sofort klar: Die
gehören auch auf die Schweizer Berge.


Ich kann's nicht anders erklären. Es war irgendwie vorgemerkt in
mir.


Unbedingt! Sie sind viel leichter und deshalb landschaftsschonender als
unsere Kühe. Zudem sind Yaks wintertauglich: nicht mal ein halber
Meter Neuschnee kann ihnen was anhaben.


bloss winzige Mengen fettiger Milch und vom Fleisch weiss man nichts Genaues
Die Milch brauchen wir ja gar nicht!


Das Bedürfnis muss natürlich erst geschaffen werden. Und dann
müsste man mal eine chemische Analyse machen. Auf jeden Fall ist
es sehr fettarm. Yaks kommen ohne Kraftfutter und Antibiotika aus.


Unsere Viecher sind versaut. Sie sind viel zu schwer für unsere steilen
Das dient der Erhaltung unserer Pflanzenvielfalt. Ohne Landschaftspflege
verkrautet alles. Zudem wird so auch das Lawinenrisiko gemindert: Schnee
auf langem, flachgedrücktem Gras findet keinen Halt.


Nicht nur die Bergbauern. Ist mir aber egal.


Wie haben diese konservativen Bergler reagiert, als du mit dem ersten
Sie schüttelten die Köpfe und meinten, die würden ja weder
Milch noch Fleisch liefern. Ich spürte da anfänglich schon einige
Ablehnung. Ist ja auch verständlich! Da kommt so ein "Grüezi"
zu ihnen hinauf und bringt erst noch irgendwelche exotischen Langhaarviecher
mit ...


Eigentlich nicht. Sie sahen bald, dass Yaks auch ihr Gutes haben. Die
Walliser Bauern legen grosses Gewicht auf einen gepflegten Hof und saubere
Weiden. Und meine Viecher putzen die Weiden halt besser als Kühe.
Zudem bestand wohl anfänglich auch die Befürchtung, die fremden
Tiere könnten Krankheiten einschleppen.


Kühe würden das Gras weniger sauber abfressen, als deine zottigen
Natürlich sind Yaks viel besser, vor allem wenn Weiden schon etwas
vergandet sind. Unsere Simmentaler Kühe fressen doch kein hartes,
Yaks bestehen nicht auf künstliche Besamung und Klauenpflege. Und
ihr Mist muss nicht verarbeitet werden. Yaks wissen nicht mal, was Kraftfutter
ist. Alles in allem sind sie billiger im Unterhalt als Kühe, und
bereiten einem auch viel weniger Arbeit. Auf meiner beschränkten
Fläche könnte ich vielleicht zwei, drei Kühe haben. Hätte
ich ebensoviele Kühe wie Yaks, müsste ich 45 Tonnen Heu haben.
Das ist hier oben völlig unmöglich. Eine Kuh frisst 4 bis 5
mal mehr als ein Yak.


Ein Händler kaufte sie für mich von deutschen Wildgehegen und
Zoos.


Du siehst die Zahl der Yaks in den Schweizer Bergregionen nun stetig
Zweifellos! Es sind die effizientesten Landschaftspfleger. Mit dem Abbau
der Subventionen wird das Interesse an Yaks steigen. Die Zeit arbeitet für
Yaks gelten offiziell als "Grossvieheinheit". Sie gehören
damit in die gleiche Kategorie wie grosse Kühe. Ich bin hier in der
Bergzone 4 und damit in der höchsten Subventionsstufe.


ja selbst die effiziente Landschaftspflege natürlich vollends in
Natürlich, für mich ist alles andere Beigemüse. Ich kriege
hier gut 40000 Franken Direktzahlungen im Jahr.


Herde Giraffen auf dem Rigi am Leben erhalten könnte, was würde
Nichts.


Irgendwo mussten sie halt eine Grenze ziehen. Und Yaks fressen nun halt
mal Gras und sind deshalb von landschaftspflegerischem Nutzen. Für
Känguruhs trifft das wohl nur sehr bedingt zu.


Mein Vater war Bähnler, die Mutter Hausfrau, und ich spielte da im
Zugerland am Bach unten und baute Hütten. Meine Eltern starben, als
ich 14 Jahre alt war. Danach lebte ich alleine mit meinem älteren
Bruder. Wir hatten allerdings Verwandte, die uns unterstützten, und
ich hatte einen sehr guten Vormund in der Gemeinde unten.


Fürchterlich! Horror!


Ich habe einfach gelebt. Ich machte eine dreijährige Forstwart-Lehre.
Dann kam die leidige Geschichte mit der RS. Heute würde ich den Knast
vorziehen. Nicht mal eine ordentliche NahkampfAusbildung gab's, und den
Umgang mit Flammenwerfern haben wir auch nie trainiert.


Mit anderen Worten: Die wirklich praktischen Dinge im Alltag wurden sträflich
vernachlässigt.

Genau! Einzig Sprengen lernten wir. Aber im Ernst: Ein blöder huere
Chindergarte! Reine Gehirnwäsche!


Dann habe ich privatisiert. Ich bin gerne spazierengegangen vor allem entlang
der Reuss. Ich habe viel gelesen und gemalt. Ich konnte mir das leisten,
weil ich von den Elten etwas Geld geerbt hatte. Und dann war der erste WK
angesagt. Das lag klar nicht mehr drin. Da bin ich halt mit einem Freund
ins Ausland. 1986/87 waren wir 13 Monate lang unterwegs: auf dem Landweg
nach Indien inklusive Tibet und Nepal. Dann flogen wir nach Thailand und
auf die Philippinen.Dort trennten wir uns nach 8 Monaten. Ich reiste weiter
via Indonesien nach Australien. Da wurde ich dann krank. Irgend ein PolypenZeugs.
Nach einem Vierteljahr Kuraufenthalt in der Schweiz ging's aber wieder los:
Agypten, Sudan, dann wieder Agypten, und diesmal mit dem Velo von Assuan
nach Kairo. Dann nahm ich s'Radl im Flugzeug in den Jemen. Dort nochmals
eine Velotour. Dann habe ich das Ding verschenkt und bin wieder nach Pakistan
geflogen. In Nepal erwischte es mich auf 3000 Meter Höhe mit der Gelbsucht.
Da musste ich halt wieder heim.
gefunden. Das erstaunt. Schliesslich umgibst du dich hier nicht nur mit
Tibet ist mir schon am intensivsten eingefahren. Ich machte aber auch
handfeste übersinnliche Erfahrungen: Einmal war ich morgens schlecht
drauf, dann ging ich mit ein paar Leuten um einen Tempel rum und war darauf
gleich wieder voll dabei. Das hat mich richtig aufgeladen! Da kam etwas
rüber und zwar so, wie ich das noch in keiner Kirche erlebt hatte.
Da begann mich das halt zu interessieren. Später lernte ich dann
auch in der Schweiz lebende Tibeter kennen.


Ja, ja, auf jeden Fall!


Gute Frage. Erstmal wollte ich einfach weg. Weg von der hiesigen Bürokratie
und der MilitärKacke. Ich hatte mich früher schon mit den Indianern
Nordamerikas befasst, und unterwegs hatte ich den Koran im Gepäck.
Mich interessierte so Zeugs halt, und ich wollte etwas tiefer gehen. Die
erste Reise war vor allem eine spirituelle Suche.

Sagen wir's mal so: Ich kam ein Stück weiter, wurde aber nicht wirklich
fündig. Vielleicht nehmen wir hier das ganze religiöse Zeugs
ein bisschen zu ernst. Man muss das locker angehen.


Bist du als Junger Rucksackreisender auf dem Dach der Welt vielleicht
Anfänglich sicher. Diese Suche nach dem Paradies, dem Shangrila,
dem Reinen: Das steckt doch in uns allen.


Für mich ist der tibetische Buddhismus ein möglicher Weg. Aber
ich bin auch für andere Wege offen. Eigentlich bin ich überzeugt,
dass es für den reinen Glauben weder Kirchen noch Tempel, weder Kreuze
noch Gebetsfahnen braucht. Aber mir gefällt das Zeug einfach. Es
gibt mir ein gutes Feeling.


Ja klar! Mehr als das: Ich weiss um die Reinkarnation.


Also irgendwie ist es ja schon nicht ganz normal, dass ich mich mit diesen
Viechern und Fahnen umgebe. Ich bin überzeugt, dass ich im letzten
Leben ein Tibeter war. Und dass ich in der Schweiz wiedergeboren wurde,
hat auch einen Sinn.


Yaks auf die Alpen zu stellen und spirituelle Werte zu verbreiten. Aber
dieser TibetTrip geht dann vielleicht auch mal zu Ende. Dann lasse ich
die Gebetsfahnen und vielleicht sogar die Yaks zurück. Ich war mal
auf dem Weg, Buddhist zu werden. Aber es fiel mir beispielsweise einfach
schwer, eine Gottheit anzurufen, die mir fremd ist. Ich konnte sie bloss
mit dem Verstand wahrnehmen, aber nicht mit dem Herzen. Und gerade das
wäre entscheidend.


Ich musste das tun. Nenn' es eine Vision, einen Auftrag oder was auch
immer.


Ja, das war einfach in mir drinnen. Da hiess es einfach: Du sollst das
so machen. Und dann mache ich das halt.


Ja, eigentlich schon. Früher hatte ich auch mal Moslem werden wollen.
Aber da passte mir der Umgang mit den Frauen nicht. Im Islam, im Christentum
und wohl auch im Buddhismus gibt's riesige Unterschiede zwischen Theorie
und Praxis, zwischen Anspruch und Wirklichkeit.


Und da hast du dich als Konsequenz von den institutionalisierten Religionen
Im Geiste schon. Auf dem Papier bin ich nach wie vor katholisch.


In unserem Kulturkreis gehört die Kirche halt schon noch dazu. Es
wäre wohl schlimmer, wenn's gar keine Kirche mehr gäbe. Es gibt
da ja auch gute Kräfte, wie zum Beispiel unser Dorfpfarrer hier.
Der war sofort einverstanden, als ich ihn bot, mit einem buddhistischen
Mönch meine Alp einzusegnen.


Du bist vor rund zehn Jahren einen Monat lang in Tibet gewesen, und
dieser kurze Aufenthalt hat dein Leben bis heute nachhaltig beeinflusst
Momentan habe ich keinen Bock, überhaupt von hier fortzugehen. Meine
Umstände lassen das auch gar nicht zu. Zudem fühle ich mich
wohl hier oben.


Wie bist du eigentlich auf der Suche nach deinem Kleintibet gerade
Klar war, dass es irgendwo in den Bergen sein musste. In der "Tierwelt"
hat es jeweils solche Anzeigen.


Ja, da werden in den Kleinanzeigen Tiere, Waffen, Güllenpumpen und
Bauernhöfe zum Kauf angeboten. Einige Alpen habe ich mir darauf angesehen,
aber da machte nichts wirklich Sinn.


Schwer zu beschreiben. Es klickte einfach nicht. Sowas muss Liebe auf
den ersten Blick sein. Das muss man spüren. 1993 war dann dieses
Bergheimet im Mattertal ausgeschrieben. Für mich war gleich beim
ersten Blick alles klar: Das und nur das konnte es sein.


Ich hatte ziemlich klare Vorstellungen: Einen Wald musste es haben, eine
Felswand und eine gute Aussicht. Und abgelegen musste es sein. Das alles
kommt hier optimal zusammen.


180 000 Franken. Das Geld hatte ich vom Verkauf der geerbten Wohnung.
Karma halt.


Das Heimet heisst Roti Flüe, Roter Fels also. Ich bin hier rund eine
halbe Fuss-Stunde oberhalb der Gemeinde Embd. Gegenüber liegt Grächen.
Ich habe hier drei Häuser und zwei Ställe. Mir selber gehören
6 Hektaren, weitere 14 habe ich dazugepachtet. Alles in allem sitze ich
also auf rund 20 Hektaren.


und nicht durchwegs konventionellen Ansichten. Das muss in diesem bäuerlich-konservativen
Nun, eigentlich nicht. Alltagsprobleme gibt's kaum. Ich kann's gut mit
den Leuten im Dorf. Die Walliser legen viel Wert auf ihre Unabhängigkeit.
Das geht mir auch nicht anders. Und auch die Yaks und die Gebetsfahnen
haben sie längst akzeptiert. Zudem kommen wegen mir ständig
Besucher ins Dorf und auch die Medien haben schon über meine YakHaltung
berichtet. Vielleicht war dem einen oder andern zu Beginn die Sache nicht
ganz geheuer. Mittlerweile wissen sie aber, worum's hier geht.


Du lebst seit vier Jahren allein auf der Alp. Wie kriegst du das mit
Tja, ich bin auch nicht immer allein. Gelegentlich gibt's hier schon Besucherinnen.
Nur Bestand hatte bisher noch nichts. Es ist doch einfach so: Je höher
der Hormonstand, desto tiefer die Messlatte.


Das lässt sich jetzt nicht so auf die Schnelle beantworten.


Will sie bleiben, dann sicher. Vor allem muss sie eine erotische Ausstrahlung
haben. Sonst läuft bei mir gar nichts.


Vitale Aussteiger? Typen wie du sind doch hoch im Kurs. Woran liegt's
Erst mal: Ich bin kein Aussteiger. Ich bin mit zwei Ordnern hier oben
eingezogen, mittlerweile stehen zwanzig im Regal. Das Bild täuscht:
Rindviecher, schöner Garten, rumhängen... Die Wirklichkeit sieht
aber anders aus: Ich arbeite hier in der Regel 7 Tage die Woche. Aussteiger
und Aussteigerinnen halten da nicht lange mit.


Erschwert wird die Brautschau wohl auch durch die isolierte Lage und
den bescheidenen Wohnkomfort: ein Plumpsklo, wo man im Winter mit Sicherheit
den Arsch abfriert, nix warmes Wasser und zudem Holzfeuerung. Da haben
die meisten Frauen halt doch deutlich andere Vorstellungen. Sicher. Einen
Sommer lang geht das ja noch, vielleicht auch einen Winter. Aber auf die
Dauer fährt dieses einfache Leben den Frauen halt schon nicht so
gut ein. Ich hatte zwar auch schon ernsthafte Interessentinnen. Da war
ich's dann aber, der die Notbremse zog.


einen tibetischen Bekannten eine Tibeterin einfliegen, eine Frau, die
du nur von einer Foto her "kennst"... und dies zwecks baldiger
Aber auch tierisch spannend! Das hat sich halt einfach so ergeben. Wieder
Karma. Ich bin natürlich gewaltig gespannt, was daraus wird. Gerade
weil es ein so extremes Risiko ist. Aber wenn's haut, wird's super. Eigentlich
bin ich doch recht zuversichtlich.


Kulturkreisen. Zudem werden sprachliche Barrieren zu überwinden sein.
Und dieser ganze Assimilationsprozess soll in der Isolation einer nur
Stimmt alles! Und trotzdem...


Nein, schon nicht. Aber ich hatte seit jeher den Wunsch, eine Tibeterin
oder eine Indianerin zu heiraten.


Da unterstellst du mir etwas! Ich verwahre mich gegen den Ausdruck "pubertär",
jetzt, wo ich schon mindestens zwei Jahre die Pubertät hinter mir
habe... Nein, ich lasse meinen Visionen halt einfach Raum. Ich lasse diese
Aufträge einfach laufen. Erst habe ich mich hier oben niedergelassen.
Dann die Yaks. Mein tibetischer Hund. Und nun diese Frau. Ich bin nie
den einfachen Weg gegangen. Sonst sässe ich nun mit ein paar braunen
Chüeli im Tal unten mit einem einfachen Bauernmeitli an meiner Seite.
Käse, Anken, Milch... und fertig. Genau das aber reicht mir nicht.
Da fehlt mir die mystische Dimension.


Das sehen wir dann.


...und das erfolgreich!


Quatsch! Wenn sie jetzt nicht käme, dann lebte ich weiter so. Ich
füge mich dem Schicksal, wie auch immer.


Dann kriege ich wohl weiterhin gelegentlich Besuch...


Nein, ich nehm's wie's kommt. Allah ist gross!


Ich stehe um 7 Uhr auf, füttere Pfauen und Fasanen und lass die Hühner
raus. Dann folgt Papierkram, ich flicke Zäune und bessere die Häuser
aus. Das hängt ganz von der Jahreszeit und vom Wetter ab. Und von
meiner Stimmung: Wenn's zu schön ist, schmeisse ich den ganzen Bettel
hin und geh' wandern.


Dann mache ich wieder mal Ordnung im Haus, oder ich mache in der Werkstatt
rum. Oder ich lese was.


und hast wenig von dem, was wir Unterländer Komfort nennen. Hast
Nein! Hier oben bin ich Chef und Meister. Das ist mir viel wert. Bloss
Sicher. Aber nur solange, bis ich den Hof abbezahlt habe. Mein Ziel ist
es, ganz ohne Subventionen auszukommen.


Nachfrage nach YakMilch und YakFleisch eher unwahrscheinlich. Wie willst
Mit dem Verkauf von Yaks an andere Bauern. Mit Tourismus. Und mit anderen
Projekten, die ich noch im Armel habe.


Ich möchte hier oben einen Treffpunkt für Tibet und Himalaya-Freunde
schaffen. Zur Zeit stelle ich ein Haus mit Unterkünften, Küche
und mit einer Tibetstube fertig. Insgesamt werde ich 21 Betten haben.
Dann werde ich Yak-Treks organisieren, die von einem Tibeter oder einem
Sherpa zusammen mit einem lokalen Führer geleitet werden sollen.
5 bis 10 Leute werden dann jeweils mit ein paar Yaks ein oder mehrere
Tage lang durch die Walliser Bergwelt ziehen.


Bei mir:

Wismer Daniel

Roti Flüe

3926 Embd

Telefon 027 952 74 22
der Alp "Roti Flüö" Yaks. Mittlerweile ist seine Herde
auf 37 Stück herangewachsen. Der Biobetrieb umfasst 22 ha Wiesland

Neben den schottischen Hochlandrindern, Lamas, Wasserbüffel, Bisons
etc. zählen auch die aus dem Himalaya stammenden Yaks zu den "Neuankömmlingen"
in der schweizerischen Landwirtschaftsszene. (CH-Bestand ca. 70 Stück)
Hält der Trend zur Extensivierung und Wirtschaftlichkeit an, sehe
ich für den wetter- und winterharten Yak eine grosse Zukunft im Alpenraum.
Extreme Berggängigkeit (dadurch praktisch kein Klauenschneiden) ,
Anspruchslosigkeit im Futter (braucht kein Kraftfutter) zeichnen ihn ebenso
aus, wie ihm ein plötzlicher Wintereinbruch nichts anhaben kann.
Im West-Tibet werden im Sommer die Bullen (Yak) von den Kühen (Dri)
getrennt und in Höhen bis zu 6000 m getrieben. Die Dri´s werden
um die Zelte gehalten, um ihre sehr fettreiche Milch (7% ) zu steinhartem
Käse zu verarbeiten. Auch Joghurt und Butter werden hergestellt.
Letzterer wird für den berühmtberüchtigten Buttertee (Bödscha)
gebraucht.

Neben der Milchproduktion wird der Yak auch zum reiten, pflügen und
als Lasttier gebraucht, sein Dung als Brennmaterial verwendet und seine
Wolle zu Seilen, Zelten und Kleidungsstücke verarbeitet. Ab und zu
werden auch Yakbullenrennen durchgeführt.

Seit zwei Jahren kommt ein Sherpa von Namche Bazar (Nepal) ins Wallis,
um die dortigen Yaks zu Trekkingtieren auszubilden. Die sehr sensiblen
Tiere müssen "fachgerecht" gehandhabt werden, ansonsten
sie ihr Temperament mit Hornstössen und Tritten kundtun. Mit drei
Tieren erreichte man letztes Jahr den 2894 m hohen Augstbordpass.

Der Umgang mit den Yaks ist nicht immer ganz einfach: Durch den ganzjährigen
Freilauf lassen sie sich ohne zu üben, am Halfter schwer führen.
So werden die Tiere halt, wie im Himalaya, getrieben. Dass dabei ab und
zu ein Yak verrückt spielt, ist normal. Eine gute Einzäunung
(3-fach geführter Elektrozaun) ist vonnöten, um mit den Nachbarn
keine Probleme zu kriegen. "Kennt man sich", so kann man die
Yaks auch zur nächsten Wiese herbeirufen. Wichtig ist, dass man mit
dem Leittier, normalerweise der stärkste Bulle, guten Kontakt hält
(Altbrot als Belohnung). Yak-Mütter greifen Hunde sofort an (Wolfabwehrinstinkt).
Auch Menschen sollten den Yak-Babys nicht zu nahe kommen, denn die Yaks
verstehen mit ihren spitzen Hörnern bestens umzugehen. Will man sie
mit Gewalt zähmen, schalten sie nach einer anfänglichen Angstphase
auf die Aggressionsphase um! Dann greifen sie alles an was sich bewegt
inklusive Mensch. Das heisst, Yaks kann man nur mit Liebe und viel Zuwendung
bezähmen. Geht man jeden Tag zu ihnen auf die Weide oder arbeitet
mit ihnen (Trekking) , begreifen sie schnell, was man von ihnen will.
Nach dreimal einkaufen im Dorf, finden die Tiere den Weg nach Hause problemlos
alleine zurück.

Die in Embd (Mattertal) lebenden Yaks werden auch als "Schafweidennachputzer"
eingesetzt (Zusammenarbeit mit Einheimischen! ). Vergandeten und damit
feuergefährlichen Wiesen wurde Hektarenweise zu Leibe gerückt.
Als Landschaftspfleger und Attraktion ist der Yak hier bereits voll anerkannt.
Selbstverständlich kann der Yakhof "Yak Tsang Ling" nach
Voranmeldung auch besichtigt werden.
da. In der einen Woche blühen Schneeblumen innen an den Fenstern,
und in der anderen kann man mit dem T-Shirt in der Sonne baden. Der Schnee
liegt nicht hoch, sodass ihn die Yaks wegscharren können, um an das
spärliche Gras zu gelangen. Eigentlich eine Beschreibung, die auf
Tibet zutrifft, doch die Schilderung ist von Dani Wismer von der Yak-Alp
Roti Flüo im Wallis aus den Novembertagen. Mit der stillen Jahreszeit
ist auch das Leben auf der Alp ruhiger geworden. Ringgyal, der tibetische
Nomadenhund, erfreut sich am Schnee, indem er sich auf den Rücken
legt, um den Schneehang hinunterzuschlitteln. Die Yaks sind zufrieden
bis auf den Muni Dawa, der die Leittiere zum Kampf herausfordert. Dawa
hat den Ehrgeiz, die Chefposition in der Yakherde erringen zu wollen,
und es sieht ganz so aus, als ob ihm das eines nicht allzu fernen Tages
gelingen könnte.


Ein Versuch, der Dani eine wesentliche Arbeitserleichterung verschaffen
könnte, erwies sich als vielver- sprechend: Ein Treibhund, der zu
Besuch war, versuchte sich als YakTreiber. Wie zu erwärten war, hatten
die Yaks keinerlei Respekt vor dem Hund und senkten nur die Hörner.
Doch der Hund kannte seine Aufgabe, liess sich nicht einschüchtern
und schaffte es tatsächlich, die Yaks in eine Richtung zu lenken.
Wer weiss, wie durchtrieben die Yaks sind, kann diese Leistung nicht hoch
genug einschätzen. So wird Dani nächstes Jahr einmal einen Schäfer
mit einem Border-Collie einladen, um dieses Experiment zu vertiefen. Warum
Ringgyal diese Arbeit nicht übernimmt? Yaks treiben gehört nicht
zu den Aufgaben eines Nomadenhundes, denn er ist schliesslich der Wachhund.
Und das ist eine Aufgabe, die nicht nur verantwortungsvoll ist, sondern
auch voll auslastet. Zudem hat der stolze Ringgyal einen tiefen Respekt
vor den Yaks. Nun hat der Yak-Bauer auch einmal Zeit für einen Besuch
im Unterland. Kürzlich holte er in Winterthur den 3. Preis des UFA-
Innovations- wettbewerbs (Tierfutterfirma) ab, und im Februar/März
wird er voraussichtlich nach Nepal reisen, um seinen Sherpa-Freund Jigme
zu besuchen, der im Sommer bei ihm arbeitete. Der Betrieb auf der YakAlp
wird von einem Bauern aus dem Zürcher Unterland aufrechterhalten.
Dani, auch so schon um neue Ideen kaum verlegen, wird wahrscheinlich voller
Inspirationen aus der Everest-Region zurückkehren.


Auch im Winter können Sie die Alp individuell besuchen und in einem
restaurierten Haus mit modernem Komfort übernachten. Für Ausflüge
bieten sich das mondäne Zermatt und Grächen an. Doch abends
wird man gerne von den betriebsamen Touristenorten auf die ruhige Alp
zurückkehren. Eine telefonische Anmeldung bei Daniel Wismer ist empfehlenswert
Tel. 027 952 14 22.

Fachsimpelei, wenn sich drei ETH-Professoren mit einem Yakzüchter
treffen ....

Embd. - Auf der Rotfluh oberhalb von Embd züchtet Daniel Wismer seit
über fünf Jahren Yaks. Gerne würde er nun diese Tierrasse
mit Eringerkühen kreuzen. Am vergangenen Freitag diskutierte er mit
drei Professoren der ETH Zürich über Sinn und Unsinn dieses
Vorhabens.


Für den Laien sehen Yaks wie Schottische Hochlandrinder aus, sie
stammen jedoch aus dem zentralasiatischen Gebirgsraum; sie sind genügsam,
bisher traten bei ihnen keine BSE-Fälle auf und sie weisen ein ausgesprochenes
Urverhalten auf. Der Yakzüchter Daniel Wismer möchte nun diese
Tiere in einem wissenschaftlich begleiteten Versuch mit Eringerkühen
kreuzen.

Die heilige Kuh

"Fürs Wallis" so meint Wismer, "ist die Eringerkuh
sehr wichtig." Bei seinem Vorhaben geht es dem 35-jährigen gebürtigen
Zuger keineswegs darum, "möglichst viel Yakblut in die Eringerbestände
zu mischen", wie er sagt. Jedoch müssen neue Formen der Alpbewirtschaftung
diskutiert und ernsthaft in Betracht gezogen werden. Falls es zu einem
Züchtungsversuch dieser neuen Tierrasse komme, würde dieser
sehr klein angelegt. Selbstverständlich müssen nach wie vor
sowohl die Eringerrasse als auch die Yaks im ursprünglichen Typ erhalten
bleiben.

Nutzen muss ersichtlich sein

Für die drei Professoren ist klar: Mit der Kreuzung muss ein bestimmtes
Zuchtziel verfolgt werden. Es mache in der Schweiz bestimmt keinen Sinn,
die Milchleistung steigern zu wollen. Auch der Wunsch nach Publizität
allein rechtfertige den Eingriff nicht. Jedoch ist man sich einig, dass
die konventionelle Alpbewirtschaftung zunehmend unattraktiver wird. Und
Yaks sind für den alpinen Raum wie geschaffen: Sie sind genügsame
Fresser und gute "Rasenmäher", trittsicher und stark. Auch
Eringerkühe sind gut an alpines Gelände angepasst. Mit einem
Kreuzungsprodukt aus diesen beiden Tierarten, so argumentiert Wismer,
fände man vielleicht den optimalen Alpbewohner.

Der Züchtungsbiologe Professor Doktor Gerald Stranzinger ist gegenüber
dem Experiment skeptisch: Viele Unbekannte gebe es dabei, und das Zuchtergebnis
sei nur in den Grundzügen voraussehbar. So wisse man nicht, wie umgänglich
die neue Tierart sein würde. Da sowohl der Yak als auch die Eringerkuh
ausgesprochene Urtiere sind, könnten die Nachkommen aggressiv sein.
Die Tiere wären vielleicht grosswüchsiger und richten dadurch
Landschäden an. Die männlichen Nachkommen seien mit grosser
Wahrscheinlichkeit steril, erzählt Professor Doktor Schulthess, der
zwölf Jahre in der Yakheimat Nepal verbracht hat.

Kreuzungsprodukte in Nepal

Im zentralasiatischen Raum, so erzählt Schulthess, werden seit Jahren
erfolgreich Kreuzungsprodukte zwischen Yaks und Kühen gezüchtet.
Er selbst ist dem Kreuzungsversuch gegenüber sehr positiv eingestellt.
Meist sei das Muttertier eine Kuh, der Stier hingegen ein Yak. Die Nachkommen
tendieren jeweils eher zur Mutter hin. Die in diesem Raum verwendete Kuhart
Zebu, so Professor Doktor Frei, sei jedoch viel friedfertiger als Eringerkühe.


Die Verhältnisse im zentralasiatischen Raum unterscheiden sich stark
von denjenigen im Wallis. In der Urheimat der Yaks sind die Tiere beinahe
lebensnotwendig für viele Menschen, hier hält man sie meist
aus Freude an der Sache oder aus einem Spleen heraus. Die Vegetation und
damit die Ernährung der Tiere ist verschieden, es gibt wenige Informationen
über Yakhaltung im Mitteleuropäischen Raum. Daniel Wismer ist
einer der wenigen Yakexperten in der Schweiz. Er ist optimistisch, was
das Kreuzungsprodukt betrifft.

Befragt, was sie von solchen Mischehen halten würden, gaben die Yaks
leider keine Stellunggsnahme ab.
AUFGEZEICHNET VON CHRISTIAN SCHMIDT

FOTO: MANUEL BAUER/LOOKAT
dem Walliser Mattertal. Auf 1650 Meter über Meer züchtet der
34jährige Aussteiger asiatische Hochlandrinder - "die perfekte

Ich werde zum Tier hier oben. Das will nicht heissen, dass ich mich nicht
mehr wasche oder auf allen vieren herumkrieche. Ich habe eine Waschmaschine,
die dritte übrigens. Die ersten beiden killte die Kälte. Doch
ich nähere mich meinen Tieren immer mehr an. Ich meine damit: Ich
versuche mich in sie hineinzufühlen, um sie besser zu verstehen.
Hier oben, 1650 Meter über Meer, ist der richtige Ort für solche
Experimente. Ich bin der Schöpfung nahe: Jesus, Allah, Buddha - allen
miteinander.

Meine Tiere sind Yaks, zottige Fellhaufen. Sie staksen um das Haus herum
und grunzen, 34 insgesamt. Kürzlich brachen sie durch den Zaun, zogen
los über die Felsen, durch den Lärchenwald. Nach zwei Kilometern
holte ich sie ein. Als ich sie rief, drehten sie sich um und kehrten zurück.
Unglaublich! Das tun sie, weil ich sie verstehe.

Ich lebe allein hier oben, meistens jedenfalls. Ich bin Einsamkeit gewohnt.
Als meine Eltern starben, war ich fünfzehn. Ich ging auf Reisen,
durch dreissig Länder, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Im Sommer 1986 hatte ich eine Eingebung. Mitten auf dem Durban Square
in Katmandu erkannte ich, was das Leben von mir will. In Tibet hatte ich
Yaks gesehen, in Nepal sah ich den Zusammenhang: Die Tiere sind mein Auftrag,
ich muss mich ihnen widmen.

Die Eingebung war wie eine Vision. Viel-leicht, weil ich in meinem letzten
Leben Tibeter war und die Yaks in Tibet heimisch sind. Ich bin 1959 gestorben;
im Aufstand von Lhasa traf mich eine chinesische Kugel. Das jedenfalls
hatte ich mal geträumt.

Ich kehrte in die Schweiz zurück und begann nach einem Ort zu suchen,
an dem ich meine Vision verwirklichen konnte. Über dem Haus muss
ein Adler seine Kreise ziehen, das hatte ich geträumt. Ich suchte
zu verkaufen in der Walliser Gemeinde Embd". Als ich das erste Mal
im Mauertal war und zur Rotfluh hinaufschaute, zu den beiden sonnenverbrannten
Häuschen, sah ich den Adler.

Seit April 1994 lebe ich auf der Rotfluh. Geister wie ich haben keinen
Platz im Gewühl des Unterlands. Sie sind zu eigenwillig. Als ich
das letzte Mal im Tal einkaufen ging, wurde ich von der Polizei in die
Mangel genommen. Ausweiskontrolle! Solche Dinge passieren mir regelmässig.
Dabei ging ich nur der Strasse entlang.


Die Unterwelt speit mich immer wieder aus, ich kann nur hier oben so sein,
wie ich bin. Hier hat's genug Platz; ich kann Techno übers Land dröhnen
lassen und das Heliomalt direkt aus der Büchse essen. Mein Eremiten-leben
hat aber auch zur Folge, dass ich immer eigenartiger werde. Hier oben
ist niemand, der mir einen Spiegel hinhält und sagt: Wismer, hör
auf, so geht das nicht!


zuvielsein kann. Wir fuhren ein halbes Jahr lang Achterbahn, voll Turbo,
Himmel und Hölle. Wir erlebten in dieser kurzen Zeit, was andere
Paare in zehn Jahren durchmachen. Kurz vor Neujahr hat sie dann gepackt.
Jetzt muss ich das Kreuz der Trennung tragen.


Ich arbeite hier oben an meiner Vision: Ich will mit den Yaks neue Wege
in der Berg-landwirtschaft aufzeigen. Diese asiatischen Hochlandrinder
sind eine perfekte Alternative zum einheimischen Vieh. Sie sind leicht,
ver-ursachen keine Erosion, fressen das Gras noch schöner ab als
die Schafe, brauchen auch im tiefsten Winter keinen Stall - und noch nie
ist einer meiner Yaks am Rinder-wahnsinn erkrankt.

Die Yaks zeigen einen Ausweg aus der Sackgasse. Darauf will ich aufmerksam
machen. Dieses Jahr will ich sie erstmals melken. Das ist nicht einfach,
aber es wird mir gelingen. Ich kann die Tiere inzwischen aus der Hand
füttern, weil ich innerlich die richtige Haltung habe. Sonst hätte
ich keine Chance. Die Yaks spüren das, sie sind sehr sensibel.

Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einer Frau. Das Interesse an einem
Berg-bauern, der "Orte der Kraft" von Blanche Merz liest und
das tibetische Totenbuch auswendig kennt, zumindest einen Teil davon,
ist gar nicht schlecht. Nachdem ich letztes Jahr im deutschen Fernsehen
in einer Talk-Show aufgetreten war, erhielt ich bis spät in


die Nacht Anrufe. Ein Brief kam sogar aus Mali. Aber es ist nichts daraus
geworden.

Ich scheine vor allem Frauen anzusprechen, die mich mit einer esoterischen
Therapie plagen wollen. Auch Krankenschwestern melden sich oft. Aber ich
brauche weder Pflege, noch will ich afrikanische Tänze hier oben.
Ich bin tibetisch veranlagt!

Was soll's. Vielleicht ist es gar nicht sinnvoll, wenn ich heirate und
Kinder zeuge. Ich glaube nicht, dass die Welt noch mehr Typen wie mich
erträgt. Es gäbe nur noch mehr Durcheinander und politisches
Hickhack.


Abgesehen vom Herzschmerz liebe ich die Einsamkeit. Seit ich wieder allein
bin, fahren mir die Sonnenaufgänge hier oben ein wie am ersten Tag.
Extrem! Göttlich! Das putzt die Seele durch, da liegt der Sinn des
Lebens auf der Fussmatte. Inschalla! Ich bin glücklich, wenn der
Wind in meine tibetischen Gebets-fahnen vor dem Haus bläst und sie
knattern. Dabei zuzuschauen ist fast so schön wie küssen.

Aber vielleicht sollte ich trotzdem Kinder machen: mit einer Frau vom
Stamm der kriegerischen Kampa-Nomaden aus dem Osten Tibets. Die hätte
Dampf. Aber dann sollte ich gleich so viele Kinder zeugen, dass die Welt
kopfsteht.
Un trekking tibétain en Valais

Une balade exotique dans le Haut-Valais, guidé par un sherpa suisse
et accompagné par des yaks. Une aventure formidable pour Didier
Oppliger, notre spécialiste des sports... freeride! Témoignage.
Bienvenue au Roti Flüo, là où le temps semble infini!
Embd, un lieu magique de la vallée de Zermatt où Daniel Wismer,
Haut-Valaisan germanophone, nous attend dans sa Tibet Guest House: un chalet
l'extérieur, de carrés de tissu multicolores sur lesquels
sont inscrites des prières bouddhistes. Tashi Deleck!

Daniel a choisi de vivre ici, loin de tout, à une demi-heure à
pied du dernier parking, quasi en ermite; avec la nature pour seule compagne,
au milieu des poules, dindons, et autres... yaks! Son troupeau comprend
quarante-deux bêtes, qu'il connaît chacune par son nom. Voici
justement Raja, Norbu et Dhakpa qui se laissent docilement harnacher pour
nous accompagner dans un trek d'un jour, guidés par notre sherpa
national.

«Aiiillah», un grand cri doublé par son écho
donne l'ordre au troupeau d'avancer. Nous voilà partis pour deux
bonnes heures de marche avant la raclette de midi.

Pas à pas, l'horizon s'ouvre devant nous, dans un festival de couleurs
automnales. Et là-haut, tout là-haut, l'aigle royal plane,
majestueux, comme s'il veillait sur nous.

A 12 h 30, pause à l'alpage du coin. Il paraît qu'ils font
les meilleurs raclettes de la région. En tout cas, on l'aura bien
mérité. Le trek n'est pas difficile, mais ça creuse!
Nous vidons nos assiettes pendant que les yaks, eux, finissent de vider
la fontaine à laquelle ils sont attachés. «Beautiful
Dans notre petit groupe, toutes les langues expriment le même sentiment.
Une leçon de vie pour tous ceux pris par le stress du quotidien.
Combien d'entre nous ont rêvé un jour de se construire leur
propre monde? Daniel l'a fait... mais pour le partager avec vous! Il a
su mettre en harmonie les coutumes tibétaines avec le décor
des montagnes alpines... Chapeau!


Yak Tsang Ling, Roti Flüo, Daniel Wismer, 3926 Embd, tél.
027/952 14 22.

Prix: trekking 50 fr. par personne (sans repas de midi).

Nuit avec sac de couchage: 25 fr. (locaux aménagés, tout
le confort).

Im Tibet sah er sie zum ersten Mal, seither ist er nicht mehr von
ihnen losgekommen: Der Zuger Daniel Wismer züchtet im Wallis Yak-Rinder.

Unter den langen, zottigen Haaren lugen zwei braune, zutrauliche Augen
hervor. Wären da nicht die Furcht einflössenden Hörner,
man würde das grosse, schwarze Woll-knäuel am liebsten kräftig
an sich drücken. Doch die Yak-Rinder um-gibt nicht vergebens ein
massives Gitter auf dem Thuner Expo-Areal.


Immer wieder rempeln sich die Tiere gegenseitig an und lassen die Eisenstangen
erzittern: "Ruhig, ruhig", ermahnt sie ein Mann, der sein langes
Haar zu einem Ross-schwanz zusammengebunden hat. Daniel Wismer ist der
Besitzer der sechs Tiere und zurzeit an der AgriMesse zu Gast.


"Die Tiere sind unberechenbar", erzählt der Züchter,
während er über die Abschrankung klettert und sich zu den Yaks
gesellt. "Einmal sind sie folgsam wie ein Hund, ein ander-mal störrisch
wie ein Esel, und manchmal auch äusserst aggres-siv". Sagts
und streichelt einem besonders imposanten Ochsen über das dichte
Fell. "Aber irgendwie fasziniert mich der Charakter dieser Tiere
auch", fügt er an. "Weil man beim Umgang mit ihnen Taktik
an-wenden muss, aber vielleicht auch, weil ich mich seelenverwandt mit
ihnen fühle."

Daniel Wismer war nicht immer Yak-Züchter. Doch als der gelernte
Forstwart aus Zug zum ersten Mal den stolzen Hochland-rindern im Tibet
begegnete, wars um ihn geschehen: "Ich wusste damals sofort: Ich
will Yak-Züchter werden". Doch bis die geeignete Alp im Walliser
Mattertal gefunden und die Einfuhrbewilligungen erkämpft waren, sollten
noch Jahre ver-streichen. 1995 wars, als die ersten beiden Yaks mit einem
Lastwagen aus deutschen Zoos angereist kamen.


Mittlerweile züchtet der 37-Jährige seit sieben Jahren Yaks
auf der "Roti Flüo" oberhalb Embd und ist durch seine diversen
Medienauftritte zum bekanntesten Exoten-Bauer der Schweiz geworden. Nicht
nur "Blick" und NZZ porträtierten den Lebens-künstler,
auch Kurt Aeschbacher und deutsche Fernsehanstalten stellten den gewieften
Berg-bauern in ihren Sendungen vor. "Irgendwie ist es mir schon etwas
komisch ein-gefahren, als ich mit meinen Tieren auf vier Hochglanz-Seiten
des Porsche-Magazins erschien", er-zählt er. "Irgendwo
zwischen einer schicken Juweliersfamilie und einem reichen Unternehmer."

Doch der Erfolg blieb nicht aus: Heute verkauft Daniel Wismer seine Tiere
an andere Züchter und vertreibt Fell, Hörner und Fleisch. Das
Yak-Fleisch, welches zu grossen Teilen ein tibetisches Restaurant in Zürich
übernimmt, gilt als Delikatesse und findet trotz des hohen Preises
- ein Kilogramm Trockenfleisch kostet 95 Franken - reissenden Absatz.
"Ich war halt immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort", rechtfertigt
Daniel Wismer seinen Erfolg: "Nicht zuletzt ist das Yak-Fleisch auch
äusserst gesund, weil es mehr Protein und weniger Fett als herkömmliches
Fleisch enthält." Ein weiteres Plus: "Noch nie ist ein
Yak an BSE er-krankt", erzählt Wismer. "Das Fleisch ist
absolut biologisch, weil die Tiere kein Kraftfutter erhalten.

"Doch Daniel Wismer lebt neben den Subventionen nicht nur von der
Zucht - mittlerweile besitzt er 45 Tiere - und seinen Spezialitäten.
Ein wichtiges Standbein, welches er aufbaut, ist der Tourismus: Bereits
jetzt hat er auf seiner Alp ein gemüt-liches Gästehaus mit Massenlager
eingerichtet und bietet Yak-Trekkings mit Übernachtungen im tibetischen
Zelt an. Künftig will er auch einen tibetischen Lehrpfad, und ein
Yak-Museum einrichten.


Daniel Wismer, das spürt man rasch, ist trotz seiner Faszination
für die tibetische Kultur mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben:
"Ich bin kein Guru, der Meditations-Seminare in einsamer Wildnis
an-bietet", macht er, der genauso gerne "Ramstein" wie
tibetische Hirten-gesänge hört, von Beginn weg klar. "Wenn
man zehnmal im Tibet war, verliert man mit der Zeit die Illusion-en."
Fasziniert ist Daniel Wismer aber nach wie vor von der Offenheit der Menschen
oder deren Verbund-enheit mit der Natur , auch wenn diese Werte immer
mehr dahin-schwänden. Auch Daniel Wismer geht mit der Zeit: Über
seine eigene Homepage (www.yaks.ch) vertreibt er nicht nur sein Trockenfleisch,
sondern macht auch auf die Vorteile der Yaks aufmerksam: "Die Tiere
sind sehr genügsam und viel ein-facher zu halten als Kühe",
erzählt er. Sie brauchten keinen Stall, seien sehr anpassungsfähig
und überall dort berechtigt, wo eine intensive Nutzung nicht möglich
sei. "In zwanzig Jahren", glaubt Daniel Wismer, "gibt es
Und wie sieht die Zukunft des cleveren Geschäftsmannes aus? Will
er im Mattertal bleiben oder weiter expandieren? "Ein ABB-Manager,
welcher kürzlich bei mir zu Gast war, riet mir, auszubauen, 400 Yaks
zu betreuen und das Fleisch an einen Grossverteiler mit Bio-Label abzusetzen",
erzählt er. "Doch ich weiss nicht, ob ich das überhaupt
will. Dann wäre ich ja nur noch Manager", sinniert er. Zurzeit
sei er aber effektiv in einer Zwick-mühle: "Mein Betrieb ist
zu klein, als dass ich Leute fest anstellen könnte, aber zu gross,
als dass ich all die anfallende Arbeiten selber erledigen kann".
Eigentlich hätte er genug Arbeit mit 15 Tieren, "doch ich brauche
im Leben eine Heraus-forderung", fügt er an. "Andere Leute
klettern auf einen Achttausender."

Auch der Kot wird genutzt

Ein Grossteil der weltweit 15 Millionen Yaks lebt heute in China und in
der Mongolei auf Weiden bis zu 6000 Metern Höhe. Dank ihrer dicken
Lederhaut können die Tiere tägliche Temperaturdifferenzen von
bis zu 50 Grad aushalten. Nicht nur Fleisch und Leder, sondern auch der
Kot der Tiere wird ge-nutzt: Yakfladen besitzen einen grossen Brennwert.
Aus deren Russ bereiten die Mönche Tinte zu.


Schangnauer Büffel zu Gast

Im Rahmen der Sonderausstellung "Die Kuh und ihre nahen Ver-wandten"
können derzeit an der AgriMesse Thun auch Büffel aus Schangnau
besichtigt werden. Deren Milch wird zu verschiedenen Spezialitäten
wie Büffel-Mozzarella verarbeitet, welche an der Messe auch angeboten
werden. In Schagnau halten zuzeit sieben Bauern insgesamt 46 Milchbüffel.
EMBD VS ­ Er hiess «Bänz» (3) und war ein Yakinger-Stier,
also der Sprössling eines Yaks und einer Ehringer-Kuh. Er war. Gestern
war so streitsüchtig, dass er auf der Weide ständig andere Stiere
angriff. Die zügellose Kampfeslust bedeutete sein Todesurteil. Obwohl
das Aufsehen erregende Yakinger-Projekt (im BLICK) damit einen herben
Rückschlag erleidet, will es Züchter Daniel Wismer weiterführen.
The Swiss Alps are without a doubt one of Europe's natural wonders. But
when you're clinging to the side of a mountain by your finger tips 2,500
metres above the valley floor they look a little scary to Madeleine Brindley


As the early morning mist revealed the majestic Reidglacier my first morning
in Switzerland dawned to the clanking of cowbells and the distinctive
sound of a hungry yak.

Switzerland is skiing country But in the height of August a raft of flowers
fill the mountainside with colour and hikers pound the forgotten ski slopes.

A threehour train ride away from the hustle and bustle of Geneva Airport
and Lausanne lies the untouched Valais or Wallis region a little slice
of Heidi in the mountains.

Small streams of iceGold pure water trickle their way down the face of
the mountains as the glaciers melt under the burning summer sun guiding
nie towards three days of intensive hiking.

Mountain walking comes as a shock to legs which are usually accustomed
to nothing more strenuous than a gentle stroll. Even easy mountain paths
up to the stunning panorama at the top of the Moosalp left my tired body
crying out for home comforts.


Mind over Matterhorn: Hard work -- and sometimes scary -- but hiking in
the Swiss Alps pays dividends

But as 1 shared a glass of Valais wine, grown in the highest vineyard
in the region, and looked out over the peaks of the Augstbordhorn, Signalhorn
and the giant 3,000metreplus snowcapped peaks in the distance, there was
nowhere eise 1 would rather have been.

The Moosalp was my first taste of life in the mountains and as 1 headed
for Roti Flüe home of the yaks and the enigmatic DanielI was looking
forward to spending a night an the Alps.

Then 1 experienced my first Gable Gar ride. Cable Cars scare the living
daylights out of me, but faced with a long steep hike up to Roti Flüe
from the village of Embd, I decided to do as the Swiss do.

To call it a cable Gar is perhaps an exaggeration a wooden box which creaked
as we made our slow progress up the mountain is perhaps a more accurate
description.

But the ride was worth it as narrow dirt tracks led us to remote Roti
Flüe and the Tibetanstyle yak farm. The sound of bells around the
yaks' necks and the Tibetan flags flapping in the cool evening breeze
not to mention a wellearned beer sent me to sleep in a comfortable but
basic dormitory.

I had intended to go yak trekking in the morning with an authentic sherpa.
Instead we hiked to the yaks following 100yearold wooden water pipes which
channelfresh glacier water to the many farms scattered across the mountainside.

Yak trekking is becoming a major attraction in the Valais and my host
Daniel is something of a pinup in the Swiss and German media. He regularly
takes guided tours high into the mountains and is fascinated by the gentle
beasts which provide him with a living.

The slow path took us back to the wooden box cable Gar station and a small
church which provided welcome relief from the burning sun and soaring
temperatures.

High above us, isolated wooden farm huts and the rocky mountain pass leading
to the next range beckoned.

Roti Flüe may be one of the most unusual and interesting places fve
ever experienced but across the valley 1,619 metres above sea level lies
the historic town of Grächen and the start of the 31kilometre Europa
träck to Zermatt along the mountainous skyline.

Staff at the threeStar Hotel Alpina looked at me in amazement when I told
them I would be in Zermatt by nightfall. They warned me it was a gruelling
twoday hike and packed extra drinks with my lunch.

Three hours later and I was looking longingly back across the valley at
the grassy slbpes above Roti Flüe as I struggled through the tree
line, along the river glacier and up very steep rocky paths to breach
the Grat and the start of the Skyline hike.


Anita, my guide from the tourist office, was annoyingly fit and fall
of good advice to take Small steps as I huffed and puffed my way to the
lunch stop an the Grat.

I tiptoed my way across huge sections of track made up of little more
than fragments of past rock falls; grabbed hold of ropes attached to the
mountainside as the paths faded; clung onto huge boulders with my fingertips
and watched pebbles scamper the Jong way to the valley floor below as
we climbed over stones large enough to block a cave.

Scared? I was petrified. But the aweinspiring views of the snowtopped
summits and the looming bulk of the Matterhorn, just visible in the distance,
kept me going. The promise of apricot pie at the Europa Hütte helped
to keep me going too.

The Hotel Derby in Zermatt didn't have a foot spa for my aching feet bat
a hot bath was enough to soothe my weary muscles when I finally reached
my destination, thanks to a taxi.

Zermatt is the feather in the cap of the Valais a truly international
resort where cars are banned.

By day during the summer months, walkers pack the streets and hundreds
of i'estaurante and bars rill the night air with the sounds of the summer
equivalent of apresSki.

My final days were mine to do as I wished and with a twoday cable car
and train pass I intended to make the most of 400km of walking, hiking
and mountain biking tracks.

I joined hordes of. sightseers an the train ride up to the Gorngergrat.
At 3,130 metres there are magnificent views of the Matterhorn, the Monte
Rosa and the Breithorn deep in the heart of yearround snow territory.

The Klein Matterhorn was only three cable car rides away from the htitel
and my white knuckles had to be prised off the handrails before I would
step out onto the snow. My final adventures in Switzerland took me up
to Sunnegga an the underground railway and an to the Gornergorge just
outside Zermatt.

The natural gorge channels millions of gallons of freezing water down
into the heart of the town at a frightening pace. The sound was deafening
as the white water crashed into the sides of the gorge below as I edged
across flimsy wooden boards above the abyss my heart in my mouth.

I'm now a strong believer in doing something that scares you every day
an holiday, anyway.


Return flights to Geneva from Heathrow cost from £120 plus taxes
with Swissair.

A Swiss Pass for unlimited travel by rail, boat and alpine post Buses
costs from £93 for four days First class. A stay at the Yak Farm
at Roti Flüe costs from about £13 for bed and breakfast. An
overnight stay and tour with four yaks starts at about £90. One
night's halfboard per Person at the Hotel Alpina starts at £23 and
goes up to £32. One night's halfboard for a double room at the Hotel
Derby in Zermatt costs between £80 and £107 at current exchange
rates. For more Information about summen holidays in the Valais contact
Switzerland Tourism an 0207 851 1702


E m b d. In der Nacht auf Mittwoch erblickte es das Licht der Welt: Das
weltweit erste «Yakinger». Es ist das Kreuzungsresultat eines
tibetischen Yaks mit einer Walliser Eringerkuh. Abgespielt hat sich die
sen- sationelle Geburt oberhalb Embd, auf der Yakfarm von Daniel Wismer.

Der ganze Versuch wurde im Oktober letzten Jahres gestartet. Die Kreuzung
eines Yakbullen und einer Eringerkuh schwebte Daniel Wismer schon lange
als Idee vor. Ähnliche Yakmischlinge, allerdings von Schweizer Milchkühen,
sind bereits bekannt. Die Motivation für das ungewöhnliche Projekt
sieht Daniel Wismer einerseits in der persönlichen Neu- gierde, andererseits
auch in der Werbung für seine Yak- farm.

Bevor die Kreuzung vorgenommen wurde, bearbeitete ein Team der ETH Zürich
das Vorhaben. Dem Versuch wurde grundsätzlich zugestimmt, auch wenn
Bedenken über ein möglicherweise aggressives Verhalten des Tieres
geäussert wurden. Die ETH Zürich wird das Projekt weiter verfolgen.
Die Charaktereigenschaften werden allerdings erst nach einer gewissen
Zeit zum Vorschein kommen.


Als Muttertier wurde absichtlich die Eringerkuh gewählt. Für
ein weibliches Yak wäre das Kalb wohl zu gross gewesen. Die Geburt
lief völlig natürlich und ohne Zwischen- fälle ab. «Eine
Geburt wie aus dem Bilderbuch», beschreibt der überglückliche
Daniel Wismer das Erlebte


Im Moment macht das junge «Yakinger» noch einen lieblichen
Eindruck. Gierig saugt es an den Zitzen seiner Mutter. Ein beeindruckendes

Bild. Welche Eigenschaften es von den Yaks und welche von den Eringerkühen
in sich trägt, ist noch schwer zu sagen. «Den schwarzen Schwanz
hat es klar vom Vater, die Laute, die es von sich gibt, sind die einer
Kuh», beurteilt Daniel Wismer das Neugeborene.

Noch unsicher ist, ob das «Yakinger» auch fruchtbar ist. Bei
solchen Kreuzungen ist dies selten der Fall. Sollte sich der Erstling
aber positiv entwickeln, wird es nicht bei der einen Aktion bleiben, versichert
Daniel Wismer


Die Attraktion «Yakinger» soll nun möglichst viele Neugierige
zu «Yak Tsang Ling» locken. Hier, eine halbe Stunde oberhalb
von Embd, hält Daniel Wismer mit zwei Gehilfen 46 Yaks. Ein Yak ist
ein langhaariges Hausrind, das vor allem in den tibetischen und angrenzenden
Hochländern beheimatet ist. Wild lebende Yaks gibt es kaum mehr.

Mit seinen tibetischen Yaks hat sich Daniel Wismer vor sechs Jahren in
Embd niedergelassen. Inzwischen hat er die drei Häuser auf der «Roti
Flüe», wie der Weiler von den Einheimischen genannt wird, umgebaut.
Hier empfängt er regelmässig Touristen und Interessierte aus
aller Welt. Organisiert werden auch Yak-Trekking- Touren in der Augstbordregion.
Der ehemalige Forstwart und Weltenbummler lebt mit seinen Tieren das ganze
Jahr über auf seiner Farm. Die Yaks ertragen Temperaturen bis zu
minus 20 Grad, womit auch der frostige Winter für sie kein Problem
darstellt.

Wie das «Yakinger» sich bis zu seinem ersten Winter entwickelt,
bleibt abzuwarten.


Erstes Yaks-Trekking ausserhalb des Himalajas geglückt

Drei Yaks, die tibetischen Hochlandrinder, erreichten Mitte August den
Augstbordpass auf 2894 m.ü.M. zwischen Vispertal und Turtmanntal.
Der langjährige Traum von Dani Wismer, dem Yaks-Züchter aus
Embd, dem steilsten Bergdorf im Wallis, ging nach vierjähriger Arbeit
in Erfüllung. Somit steht den ersten Gästen für ein Yaks-Trekking
ausserhalb des Himalajas über einen Teil der Haute Route von Chamonix
nach Zermatt nichts mehr im Wege.

Seit zwei Monaten trainiert der 27jährige Sherpa Jimmy Kalden aus
Namche Bazar, dem letzten Dorf unter dem Mt.Everest, die Tiere des Zuger
Yaks-Bauern Dani Wismer in Embd. Die exotischen Langhaarkühe sehen
sehr friedlich aus, können aber störrisch wie Esel sein oder
mit aller Kraft Reissaus nehmen. Ihre Hörner können dann zu
gefährlichen Waffen werden.Obwohl Wismer schon mehrere Zuchterfolge
mit seinen zwanzig Yaks aus europäischen Zoos aufweisen konnte, hat
er für die heikle Aufgabe des Abrichtens und Bereitens den Nepal-Bauern
angeheuert.

Dies macht sich schon in der ersten Stunde des Aufstiegs bezahlt. Der
Bulle, Anführer der dreiköpfigen Herde, kommt in eine Haarnadelkurve
und reisst aus, die beiden anderen Tiere hintennach bis zur Seilbahnstation
hinunter, wo sie der Sherpa einholt. Dafür gönnt sich Sherpa
Jimmy nachher einen Ritt auf dem Rücken der Lasttiere. Er pfeift
dazu seinen "Yaks-Song", ein karges Lied, so karg wie der steinige
letzte Abschnitt des Passübergangs, der früher als Säumerweg
zwischen Sitten und Zermatt und Theodulpass nach Italien vielbegangen
war. Sonst treibt der Sherpa die langhörnigen Tiere mit Lauten und
Drohgebärden hinauf.

Aufstieg zum Augstbordpass in vier Stunden

Die drei Yaks schaffen den Aufstieg von Embd (1600 m, an der Strasse nach
Zermatt) hinauf auf den Augstbordpass in knapp vier Stunden. Die Tiere
sind sich die extreme Sommerhitze auf fast 3000 m.ü.M. nicht gewohnt
und geniessen das angenehme Lüftchen, das vom Turtmanntal heraufbläst
und die Passhöhe "streichelt". Bergab halten die Tiere
nur noch an den glasklaren Bächen des Augstbordtales, sonst wäre
der Abstieg nach Embd in zwei Stunden kaum möglich.

Die Freiluftbahn, eine alte Seilbahn zwischen Holzkabine und Sesselbahn,
bringt die Gäste wieder heil von der Alp Schalb nach Embd und von
dort mit der Seilbahn nach Kalpetran zum Bahnhof der BVZ-Zermatt-Bahn.

Dani Wismer trainiert noch mehr Bullen, damit er die Transportstrecke
Embd-Augstbordpass-Gruben im Turtmanntal an einem Tag hinüber und
anderntags retour schafft. Wismer ist somit der erste Anbieter für
Hochgebirgstouren mit Yaks. Weitere Anbieter werden in den nächsten
Jahren folgen. Bereits haben mehrere Trekking-Freunde Interesse an den
jungen Yaks aus Wismers Zucht gezeigt, so unter anderem auch Reinhold
Messner. Nicht spurlos ist die Tibet-Welle an den Medien vorübergegangen.
Bei Wismers Schlafsackidylle auf 1600 m wechseln sich inzwischen die wichtigsten
deutschsprachigen Fernsehstationen ab.

Am Ziel seiner Trekking-Träume: Dani Wismer zusammen mit seinem
Sherpa Jimmy Kalden und den drei Yaks auf dem 2894 m hohen Augstbordpass.


Premiere ausserhalb des Himalajas: Yaks-Trekking auf den Augstbordpass
(2894 m ü. M.) zwischen Turtmanntal und Vispertal im Wallis


Dani Wismer (35) mit seinen gepäckbeladenen Yaks, einem Sherpa aus
dem Tibet und einem Walliser Bergler naturverbundene Gäste durch
die Alpen. Das ist Yak-Trekking. Eine Verschmelzung von bäuerlicher
Ein atemberaubendes Panorama, duftendes Wildheu, trotzige Lärchen,
knorrige Wurzelstöcke, kantige Felsen und Gesteinsbrocken: Inmitten
dieser wilden Schönheit weiden 46 Yaks. Zotteliges, dunkles, helles
oder geschecktes Rindvieh, dessen ursprüngliche Heimat der Himalaja
ist.


Weiter oben, auf 1650 Metern über Meer, kleben sonnenverbrannte,
von Wind und Wetter zerfurchte Häuschen und Stadel am felsigen Bord.
Tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind. Gegacker von allerlei Geflügel
vermischt sich mit dem Geläut asiatischer Glocken und Schellen.


ein Kleinod. Sie ist der Ausgangspunkt zum Hochgebirgs-Yak-Trekking ­
und die Heimat von Dani Wismer: ein Zugewanderter, einst Weltenbummler
aus der Innerschweiz. Auf seiner Weltreise hat er in Tibet eine Lebensweise
entdeckt, die ihm behagt: «Ach, wie wurde ich von allen Seiten belächelt,
als ich das Walliser Heimetli erwarb und Yaks zu züchten begann»,
erzählt der helle Kopf, der noch tausend pfiffige Ideen auf Lager
hat.


Mittlerweile hat er gezeigt, dass es ihm ernst ist: Aus dem 1,7 Hektaren
grossen Flecken ist in sechs Jahren ein Weidegut von 30 ha geworden. Die
Herde ist auf 50 Köpfe angewachsen. Ein Teil der lotterigen Liegenschaft
ist zum modernen, gemütlichen Gästehaus umgebaut worden. Ein
Ort, wo sich alle, die «Yak Tsang Ling» besuchen, wohl fühlen
­ auch bei schlechtem Wetter.

Wismer hat noch einiges vor: Die schönen Gebirgs-Touren, die Nächte
im tibetischen Zelt und das währschafte Essen sind erst der Anfang.
Ein Tibet-Lehrpfad und ein Yak-Museum sind in Planung. «Bei allem,
was ich tue, achte ich darauf, dass ich das Dorf, die Region, mit einbeziehe»,
betont Dani Wismer.

Er weiss nur zu gut, wie schwer es ist, sich in den Bergen als Einzelkämpfer
zu behaupten. Das ist im Wallis nicht anders als im fernen Tibet. Spätestens
im Winter spürt der Yak-Züchter dies besonders gut. Dann sind
er und seine genügsamen Tiere einzig damit beschäftigt, den
Schneemengen zu trotzen.

Anmeldung/Reservation (nötig für Trekking & Massenlager)
und ausführliche Infos bei Daniel Wismer, «Yak Tsang Ling ­
Roti Flüo», 3926 Embd VS,

E-Mail: info@yaks.ch

2-Tage-Trekking inkl. Verpflegung und Unterkunft in tibetischem Zelt:
Fr. 190.- (Kinder 130.-).

ab Fr. 20.-

Frühstück ab Fr. 5.-

Hauptmahlzeiten ab Fr. 15.-

Ein Erlebins in der freien Natur: Die von Daniel Wismer geführten Yaks
sind auch in schwierigem Gelände absolut trittsicher.

Tibetische Gebetsfahnen und gackernde Hühner vor dem Heimetli "Roti
Flüo".

Mit 28 Jahren ist Shila das älteste Yak in Daniel Wismers Herde.
trekking avec des yaks. Il suffit d’aller en Suisse. Rencontre avec
Daniel Wismer, un amoureux du Tibet, qui a patiemment constitué
un cheptel et restauré une ferme.


Photographie de Martin Kirchner.


pur”, résume la patronne de l’auberge Morgenrot, qui
connaît bien le Roti Flüo. Ce lieu plein de promesses se trouve
à une bonne demi-heure à pied au-dessus d’Embd, une
communauté de 350 âmes située dans la vallée
de Matt [près du Matterhorn, ou mont Cervin, 4 478 m, canton du
Valais]. Un petit village étrange, où ne circule pas une
voiture. A l’entrée, le mur de béton gris de la station
de funiculaire masque la vue sur la localité. Intégrée
dans le mur, une petite épicerie - le seul magasin du lieu. Derrière
cette bâtisse se dressent les maisons de bois brunes typiques de
la région et, tout en bas de la pente, l’église toute
neuve. On est particulièrement fier ici des escaliers chauffants.
Ils sont indispensables en hiver : ce village à flanc de montagne
est si escarpé que les chemins sont impraticables par forte neige.
“Ici, les poules doivent mettre des crampons”, plaisante tout
Valaisan avec qui on discute de cette petite communauté.

La plupart des habitants d’Embd descendent tous les jours en voiture
la route tortueuse qui mène à Visp [Viège] pour aller
travailler. Plus personne ne vit uniquement des travaux des champs - cela
n’en vaut pas la peine, l’exploitation de ces pentes abruptes
demande trop d’efforts. Mais tout le monde au village possède
tout de même quelques poules, quelques vaches ou un lopin de terre,
et l’agriculture demeure la deuxième activité de 60
% des habitants d’Embd.


Alban Lengen, un acolyte de Daniel Wismer, possède à Embd
un pré où paissent de drôles d’animaux. De gros
bovins paisibles aux longs poils blancs et aux imposantes cornes recourbées.
Ils restent là, été comme hiver, jour et nuit. Ils
n’ont pas besoin d’étable et dévorent le moindre
brin d’herbe. Les autres paysans ont eu du mal au début à
accepter ces créatures étranges venues d’Extrême-Orient
qui plaisent tant à Alban. Combien de fois ne s’est-il pas
entendu dire : “Allons bon, il a fallu que t’achètes
ces bestiaux !”


à l’état pur. Il y a sept ans - il avait 30 ans - il
y a acheté trois masures, tout en bois, situées côte
à côte, construites il y a plus de cent cinquante ans. La
vie là-haut était à cette époque - et est
encore - tout sauf simple, comme en témoigne l’inscription
gravée par le premier propriétaire sur une poutre de la
une maison.”


Daniel Wismer a dû travailler dur pour restaurer les lieux. Il
a fait venir les matériaux de construction par hélicoptère,
poncé les poutres et le plancher, installé une cuisine et
une salle de bains et transformé l’une des pièces en
grand dortoir avec des lits superposés et des matelas par terre
pour ses hôtes de passage. Il a dû gravir soixante fois le
chemin raide qui part du village avec un engin tout-terrain, à
chenilles, pour remonter les lourdes lauzes d’ardoise destinées
route carrossable ne mène à sa maison, juste un sentier

Aujourd’hui, tout est pratiquement terminé et des fanions
de couleurs vives flottent aux abords de la maison. Des “chevaux
du vent”, des drapeaux où sont inscrites des prières
comme on en voit dans les gompas, les monastères tibétains.
Sur le balcon, Rigyal, un dogue tibétain, menace tout nouvel arrivant
en aboyant. Rigyal signifie “roi de la montagne”, et le chien
porte bien son nom. Des paons, des poules et autres volatiles plus ou
moins exotiques picorent dans la cour. Le drapeau tibétain flotte
un peu plus haut et les yaks broutent autour de la maison. Un bout d’Himalaya
au beau milieu du Valais.


Daniel Wismer attire du monde. Des Tibétains en exil qui veulent
montrer à leurs enfants à quoi ressemble un yak, par exemple.
Ou des gens comme Beril, qui travaille dans un jardin d’enfants à
Zurich et qui a besoin de temps en temps de sa dose de Tibet. Beaucoup
viennent essentiellement pour les yaks. Car les bovins velus de Wismer
ne se contentent pas de paître, mais accompagnent les randonneurs
- ils transportent les provisions et les bagages.


quelque chose de spécial. Avant de partir, Daniel Wismer, Sonja,
son amie, et Alban, qui vient volontiers lui donner un coup de main, attachent
des cloches aux bêtes et leur posent sur le dos une couverture en
laine de yak sur laquelle ils placent un bât en bois qu’ils
attachent solidement à l’aide de cordes. Ces “porteurs”
sont venus du Népal avec Chhimey Kalden, un sherpa qui est resté
tout un été avec Daniel pour lui apprendre comment on amène
les yaks à grimper sagement en file indienne tout en portant de
lourdes charges.


Tout se passe bien aujourd’hui. Après un mois de pause, on
voit bien que Narbu, Dakpa et Winnetou préféreraient de
loin brouter encore un peu d’herbe devant la maison. Mais Daniel
crie plusieurs fois “choa !” et ils commencent à monter
sagement et régulièrement. La pente est raide et les yaks
se mettent bientôt à tirer la langue. Winnetou pousse des
grognements indignés, baisse sa tête aux cornes imposantes
d’un air menaçant et veut prendre le large. Daniel lui lance
un caillou et le remet dans le rang.


Le chemin est étroit et raide, mais ces animaux pesants grimpent
aussi prestement que des chamois. Traverser un ruisseau ? Eviter des pierres
qui roulent sur le chemin ? Pas de problème. Au bout d’une
heure et demie, le groupe fait une pause dans un pâturage et les
yaks ont le droit de se restaurer un peu. Daniel et Alban parlent métier.
“Il a de belles boucles, celui-là”, lâche Alban
en montrant Winnetou et son front frisé. On repart. Peu avant l’arrivée,
les yaks doivent franchir un éboulis, et Narbu profite de l’occasion
pour tenter une évasion. Mais Sonja a prévu le coup et s’est
déjà postée en bas de la pente. La jeune femme oblige
la bête à rejoindre ses camarades à force de gestes
résolus et de sifflets.


En marche vers le col.

Photographie de Martin Kirchner.


d’altitude, Daniel libère les yaks de leur chargement. Ils
se couchent paisiblement dans l’herbe tandis que leur patron sort
le réchaud à gaz d’une caisse aux ferrures de cuivre
déposée derrière un rocher. Alban va chercher de
prêt. Sonja a fait du feu et fait griller les steaks sur les braises.
Quand le temps le permet, Daniel dresse avec ses hôtes la grande
tente blanche qui est rangée dans la caisse en cuivre et qu’il
a rapportée du Tibet. Elle est somptueusement brodée et
peut abriter plus de dix personnes. On peut même faire du feu à
l’intérieur. Mais il ne fait pas beau aujourd’hui et
des nuages noirs annoncent la pluie. Il est temps de rentrer. Les yaks
ne se laissent harnacher qu’à contrecoeur, mais le retour
est plus rapide que l’aller. Seul incident : peu avant l’arrivée,
Winnetou ne peut résister à une fontaine qui se trouve devant
comment il en est venu à se retrouver avec 36 yaks sous ses fenêtres.
C’est en 1986, au Tibet, alors qu’il faisait le tour du monde,
qu’il en a vu pour la première fois. “Ça a fait
tilt.” Immédiatement, il comprend qu’il va travailler
avec ces bêtes. Mais pas quelque part en Himalaya, non, chez lui,
en Suisse, ce petit pays qu’il voulait pourtant fuir.


Daniel Wismer rentre. Il laisse tomber son métier de bûcheron
et se livre à toutes sortes de petits boulots - DJ, peintre en
bâtiment, jardinier... Il travaille dans une ferme high-tech et
se familiarise avec les pâturages. C’est de cette époque
qu’il tient ses connaissances sur les bêtes et l’agriculture.
En même temps, il cherche à acheter une ferme : il épluche
les journaux agricoles, passe en revue les petites annonces. Il met longtemps
de la route, l’autre trop proche d’une ligne à haute
tension...


la bonne. Il sait aussi qu’il va devoir y travailler longtemps. Il
commence par faire venir des vaches, puis réalise son rêve
en achetant deux yaks à un marchand d’animaux exotiques de

Car le jeune agriculteur a besoin de subventions pour survivre. L’altitude
et l’escarpement des lieux constituent des points favorables, mais
il faut convaincre les fonctionnaires que les yaks entrent vraiment dans
la catégorie des animaux utilitaires. Daniel Wismer écrit
lettre sur lettre pour faire comprendre à l’administration
que ses bêtes contribuent à la préservation du paysage
car elles broutent dans les pâturages, des pâturages trop
élevés pour servir aux brebis et aux vaches ; qu’en
outre elles ne causent pas de dommages en se déplaçant parce
qu’elles ont un poids relativement léger ; qu’enfin elles
n’ont pas besoin d’étables qui pourraient défigurer
les lieux. L’office fédéral de l’Agriculture finit
par être convaincu et accepte de considérer les yaks comme
une “race bovine alternative”. Daniel Wismer peut se lancer

Il est heureux de faire ce qu’il fait. “Je peux mettre mes
idées en pratique”, dit-il. Des idées qui n’ont
pas grand-chose à voir avec le bouddhisme et la libération
du Tibet. Daniel n’est pas un de ces experts autoproclamés
de l’Extrême-Orient à la recherche de l’illumination.
Il est bien ancré dans le présent et là où
il vit. Comme (presque) tout le monde, il écoute de la techno et
mange de la viande - ce qui étonne ses hôtes, dont beaucoup
sont strictement végétariens. Et il a encore bien d’autres
projets, notamment celui d’organiser un parcours “A la découverte
de l’Himalaya”, qui présenterait la faune et la flore
de cette région qu’il aime tant. Mais il veut d’abord
construire un abri pour ses yaks. Ils ont quand même droit à
un peu plus de luxe que dans l’Himalaya - puisqu’ils vivent
en Suisse


Nicht alle Landwirte jammern über die Agrarpolitik des Bundes und
die Pleite von Swiss Dairy Food. Einige Pioniere sind mit Mut zum Risiko
frühzeitig in Marktnischen ausgewichen.


Bild: Daniel Rihs

Wismer bauert dort, wo selbst die Hühner Steigeisen benötigen,
wie die Walliser sagen: oberhalb Embds VS, auf 1650 Metern, an den Steilhängen
des Mattertals. Neben Hühnern bevölkern neun afrikanische Perlhühner,
16 Pfaue, drei nepalesische Fasane, zwei Minipigs, 16 Brieftauben, ein
Hund und ein Siebenschläfer namens Toni seinen Hof. Und an den Gattern
seiner Wiesen warnt ein Schild die Wanderer: «Bewahren Sie in Tiernähe
stets die Ruhe, Sie betreten ein Weidegebiet von Hausyaks.»


eine Geiss an», sagt er. Sie seien anspruchslos, hätten keine
Klauenprobleme und verursachten kaum Tierarztkosten. «Ein Meter
Schnee macht denen nichts aus», betont Wismer. 45 dieser zotteligen
Urviecher, deren Heimat das Himalajagebirge ist, stehen sommers wie winters
auf den 32 Hektaren Bergweiden rund um Embd, die Wismer bewirtschaftet.
Dieses Jahr kamen zehn Yakkälbchen auf die Welt, ein Zuchterfolg,
auf den Wismer stolz ist. Sie sind praktisch verkauft, die meisten lebend
an andere Züchter. Trotzdem klingelt sein Telefon regelmässig,
weil tibetische oder mongolische Restaurants bei ihm Steaks und Filets
einkaufen möchten. Yakfleisch gilt als besonders zart, hat mehr Protein
und weniger Fett als Rindfleisch.


Die extensive Yakhaltung ermöglicht es ihm, sich vor allem um die
Landschaftspflege zu kümmern: Magerwiesen pflegen, Trockenmauern
erhalten und Wasserkanäle sanieren. Als Gegenleistung für seine
Arbeit erhält der Biobauer mit Knospen-Zertifizierung vom Bund Viehhalterbeiträge,
Flächen- und Ökobeiträge, Sonderzahlungen für Hangbewirtschaftung
und besonders tierfreundliche Haltung – alles in allem rund 80000
Franken.


In Embd ist er der letzte vollberufliche Bauer. Wismer würde seinen
Betrieb gern auf mindestens 50 Hektaren ausbauen. Die «Himalajakühe»
könnten vier bis fünf zusätzlichen Bauernfamilien in Embd
ein Auskommen bieten, doch der Widerstand gegen das Neue hält noch
immer an: «Die traditionellen Subventionsbauern haben nur ein müdes
Lächeln für uns Exotenhalter übrig. Aber die wird es in
20 Jahren nicht mehr geben.»


Als er 1995 mit dem ersten Yakpaar anfing, begegneten die Einheimischen
dem Flachländer aus dem Kanton Zug mit viel Misstrauen. Doch Wismer
wusste: «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man mich entdeckt.»
Denn er schuf etwas völlig Neues für die Landwirtschaft und
den Tourismus: einen Yakhof in den Schweizer Alpen mit einer atemberaubenden
Aussicht auf zehn verschneite Viertausender – Tibet im Wallis. Für
sein Guesthouse Yak Tsang Ling (Ort der Yaks) wirbt er im Tal mit einer
Tafel: «24 hours hot shower, good view of mountains, you can see

Hauptattraktion sind die Trekkings auf den Augstbordpass. Sechs Ochsen
tragen Essen und Gepäck auf 2500 Meter hoch, die Gäste übernachten
dort in einem tibetischen Sonntagszelt, bevor sie das 3020 Meter hohe
Schwarzhorn besteigen. Normalerweise findet die Tour unter der Leitung
eines tibetischen Sherpas statt, aber dieses Jahr kam die Arbeitsbewilligung
nicht rechtzeitig. «In den Amtsstuben müsste halt auch ein
meisten Bauern ist der Innovationsgeist längst wegsubventioniert
worden», sagt er. Das Gros der Bauern habe immer noch das Gefühl,
sie könnten wie zu Gotthelfs Zeiten weiter fuhrwerken. Auch von Gewerblern
würden schliesslich Erneuerung und Marktanpassung verlangt. «Die
Bauern müssen den Kunden Erlebniswelten verkaufen», ist Wismer
überzeugt.


Das schwebt auch Bundesrat Pascal Couchepin vor. «Wir brauchen
auch bei der Ernährung Träume», sagte er in einem Interview
mit der NZZ. Erfolg hänge von der Fähigkeit ab, Produkte zu
entwickeln, die einen Mehrwert bringen. Bei Lecomte und Wismer geschieht
das über Traumwelten, die in vielen schlummern: einmal neben Büffelherden
durch den Wilden Westen reiten oder mit Yaks die Hänge schneebedeckter
Gipfel besteigen.


Couchepin will, dass die Bauern sich für den globalen Markt rüsten.
Einige Findige haben das längst getan, indem sie die Welt in die
Schweiz gebracht haben: Alpakas aus den Anden, Strausse aus Afrika oder
Wasserbüffel aus Rumänien. Michael Buchmann, der bei der Landwirtschaftlichen
Beratungszentrale Lindau (LBL) für die Nischentierhaltung zuständig
ist, erhält jede Woche mindestens eine Anfrage von einem Bauern,
der sich nach neuen Zuchtmöglichkeiten umsieht. «Die Exoten
bieten durchaus Chancen», sagt er.


Einen Boom verzeichnen die so genannten Neuweltkameliden; dazu gehören
die Lamas und Alpakas. Buchmann schätzt, dass in diesem Jahr bereits
2300 bis 2700 Lamas und Alpakas auf Schweizer Wiesen weiden. Eine rasante
Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die ersten Lamas erst vor zehn Jahren
in die Schweiz kamen. Wie bei den Yaks gibt es hierzulande auch bei den
Neuweltkameliden ausreichendes Interesse für lebende Tiere. «Und
nachher braucht es ein Produkt, das sich verkauft», sagt Buchmann,

Vorerst brauchen die Nischentierhalter einen breiten Rücken, um
Auseinandersetzungen mit Behörden, Umwelt- und Tierschützern
oder gar Pöbeleien von konventionellen Bauern durchzustehen. «Es
ist immer dasselbe», sagt Buchmann. «Eine neue Tierart wird
zuerst belächelt, dann wird sie bekämpft, und eines Tages ist
sie selbstverständlich.» Im Gegensatz zu Yakbauer Wismer ist
Buchmann überzeugt, dass keines der Nischentiere wirklich massentauglich
ist, «aber sie bringen den Bauern einen Zustupf». Er kennt
beispielsweise Landwirte, die mit Hirschzucht mehr Ertrag erzielen als
mit Ackerbau.


Der Walliser Bergbauer Daniel Wismer trotzt mit seinen Yaks den schwierigen
Zeiten in der Schweizer Landwirtschaft.


Die Szene könnte aus einem tibetischen Reiseprospekt stammen: Am
steilen Berghang kleben 26 Yaks, zottige, schwarze Fellhaufen mit riesigen
Hörnern, die urtümliche, schnarrende Laute von sich geben. Im
Hintergrund die schneebedeckten Berge: an Stelle von Mount Everest und
K2 sind es Matterhorn und Weisshorn. 26 tibetische Gebetsfahnen hängen
vor dem Haus, für jedes neue Yak auf der Rotfluh wird eine neue Flagge
über dem Tal flattern. Bergbauer Daniel Wismer lehnt sich über
die Heugabel und ruft seine Tiere. Mit ihrem breiten, kräftigen Körper,
den bis zu einem Meter langen, gebogenen Hörnern und der zottigen
Mähne, die teilweise bis auf den Boden reicht, wirken die Tiere wie
Zeugen aus längst vergangenen Zeiten.


Yaks stammen ursprünglich aus dem zentralasiatischen Hochgebirge.
In ihrem Ursprungsgebiet bevölkern sie Hochebenen zwischen 4’000
und 6’000 Metern über Meer. "Das ist die Zukunft für
die Schweiz", sagt Wismer: "Eine extensive Landwirtschaft mit
Tieren, die bis hinauf zur Schneegrenze gehen, die keinen Stall brauchen.
Und noch nie ist ein Yak an BSE erkrankt".


Die Reise zu Wismers Bergbetrieb führt durch den Lötschberg
nach Brig und ins Mattertal Richtung Zermatt. Nach Embd soll ich, mit
Umsteigen in Kalpetran, hat mir der Bauer am Telefon erklärt. Als
einziger Fahrgast verlasse ich in Kalpetran das mit Touristen vollgepferchte
Bähnlein. Etwas hilflos suche ich nach einem Bus nach Embd, bis ich
endlich oberhalb der Gleise die Luftseilbahn entdecke. Die Station ist
nicht bedient, aber nach einem Anruf zum Seilbähnler in der Bergstation
kann ich einsteigen. "Unerchant" steil geht’s rauf, über
Matten und schroffe Felsen. Oben in dem 355-Seelen-Dorf Embd frage ich
den Seilbähnler nach "dem mit den Yaks". Ein fussbreiter,
stotziger Pfad führt hoch übers Mattertal zu Wismer hinauf.
Hier muss man die Hühner beschlagen, sagt der Volksmund. Eine halbe
Stunde später bin ich auf der Rotfluh, auf 1’600 Metern über
Meer, Bergzone IV.


26 Yaks, einige Hühner und ein tibetischer Hirtenhund bilden die
Rotfluh-Crew auf dem 19-Hektaren-Biobetrieb. Der 33jährige Daniel
Wismer lebt normalerweise allein hier, von Staats- und Kantonsgeldern
für die Landschaftspflege und von der Zucht. Zurzeit allerdings hat
er zwei Feriengäste, und seit einigen Wochen ist der Yakpa da. "Ein
echter nepalesischer Yakhirte ist das", erklärt Wismer stolz.
"Gesponsort" wird der Lehrmeister, der zur Vertiefung der Yak-Haltung
beitragen soll, vom Reiseveranstalter Tibet Culture & Trekking Tour.


Das Unternehmen attestiert dem Schweizer Bergbauern "kulturelles
"Wir sind überzeugt, dass das Projekt Yaks in den Alpen volle
Unterstützung verdient", steht in der Kooperationsvereinbarung
in Wismers rotem Ordner.


Einige Yaks gewöhnt er nun mit dem Yakpa als Trek-kingtiere ein.
Vorsichtig nähert er sich einem jungen Bullen und schlingt das Seil
um seine Hörner. "Bei Yakbullen ist Respekt die Lebensversicherung."
Während Wismer das Tier festhält, befestigt der Yakpa den Sattel
auf dem breiten Rücken und belohnt das Tier mit Brot und Salz. Schon
im nächsten Jahr will Wismer mit Touristen unter-wegs sein, über
den 2700 Meter hohen Pass ins Turtmanntal zum Beispiel. Der Agrotourismus
soll zum wichtigsten Standbein werden auf der Rotfluh. "Es geht jeden
Tag besser mit den Sätteln", meint der Bergbauer und streicht
lj. Daniel Wismer finanziert die Rotfluh zurzeit vor allem mit Staats-
und Kantonssubventionen. Für die Landschaftspflege erhält er
rund 40’000 Franken im Jahr. Bei verschiedenen Institutionen ist
er mit knapp 200’000 Franken verschuldet. Zurzeit laufen jährliche
Rückzahlungen in der Höhe von 15’000 Franken. Wismers erklärtes
Ziel ist es, den Berghof bis in zehn Jahren in die Subventionsunabhängigkeit
zu führen und schuldenfrei zu machen. Der Weg dazu: Tiere züchten
und verkaufen, Spezialitäten herstellen und als wichtigstes Standbein
der Agrotourismus.


Der Preis einer erwachsenen Yakkuh entspricht heute etwa dem eines Schottischen
Hochlandrindes. 4’000 bis 6’000 Franken gedenkt Wismer zu lösen,
viel mehr als für einheimische Tiere bezahlt wird. Jungtiere will
er nicht unter 2’500 Franken verkaufen. Um Abnehmer braucht sich
der Bergbauer keine Sorgen zu machen. Für das laufende Jahr hat er
bereits die ganze Produktion weg, obwohl noch nicht einmal alle Tiere
geboren sind. Später möchte Wismer Käse produzieren und
Fleisch, bereits ist ein tibetisches Restaurant in Zürich an der
gesamten zukünftigen Yakfleischproduktion interessiert und möchte
den Bauern langfristig vertraglich binden. Auch gibt es bereits Reservationen
für Felle, Wolle und Hörner. In Arbeit oder zumindest geplant
sind im weiteren Postkarten mit Yaksujet, ein tibetischer Lehrpfad und
ein Heilkräuterlehrweg, Tibet-Weekends und vieles mehr. Ferner sollen
Tiere als Landschaftspfleger vermietet werden: Eine Hektare sauber abweiden
für 100 bis 200 Franken. m


1986 geschah es, als Dani Wismer auf einer Reise in Tibet plötzlich
erkannte, dass seine Zukunft mit den Yaks war. "Wie eine Eingebung
war’s, ich spürte, dass die Tiere mein Auftrag sind," philosophiert
der gebürtige Zuger. Er kehrte in die Schweiz zurück und begann
die lange Suche nach einem geeigneten Flecken Land. Auf der Rotfluh wurde
er fündig. Seit zehn Jahren war der grösste Teil der Alp nicht
mehr bewirtschaftet worden. Wer wollte schon freiwillig hier hinauf, letztes
Grün vor dem Gebirge, es war kein Auskommen. Noch einmal vergingen
Jahre, bis Dani Wismer die ersten Yaks bei sich begrüssen durfte.
Er hat hart um eine Einfuhrbewilligung kämpfen müssen. "In
der einen Ecke der Arena war ich, in der andern Bundesämter und Einfuhrbehörden",
meint Wismer heute dazu.


1995 war es endlich soweit, die ersten beiden Yaks kamen aus deutschen
Zoos per Lastwagen ins Mattertal. "Am Anfang waren die Dorfbewohner
schon sehr skeptisch", erinnert sich der Bauer. Die Tiere gäben
keine Milch und kein Fleisch und seien für nichts nütze, habe
es geheissen. Mittlerweile haben sich die Leute aber an den eigenwilligen
Nachbarn mit den exotischen Tieren gewöhnt. Im November 95 wurden
zwei weitere Tiere importiert, im Mai 96 deren sechs, die vorläufig
letzten 14 Tiere kamen im vergangenen Dezember. Innert kurzer Zeit hätten
sie sich an die neue Umgebung am Embderberg gewöhnt, "sogar
das 21jährige Zirkusyak ist wieder stierig geworden", berichtet
der Bergbauer stolz.


Der grösste Vorteil der Yaks ist ihre Anspruchslosigkeit, sie unterscheidet
die Tiere von allen andern domestizierten Rindern. Yaks bleiben im Sommer
und Winter im Freien. Vergandete Wiesen sind das beste Futter für
sie. "Fünf grosse Yaks fressen etwa soviel wie eine Kuh",
weiss Dani Wismer. Im Winter 95/96 brauchte er sie nur an 25 Tagen mit
Heu zu füttern. Dabei spielte es keine Rolle, wenn das Heu auch mal
verregnet wurde. "Meine 26 Yaks machen mir weniger Arbeit als die
zwei Kühe, die ich früher hatte." Kühe rentierten
schlecht hier oben. "Da braucht es Tiere, die am liebsten dauernd
draussen stehen und dennoch die Weiden nicht zertrampeln, so dass der
ganze Hang ins Tobel rutscht", lacht er - so laut, dass die Hühner
um die Ecke flüchten.


Woher er denn die Kenntnisse habe für die Yak-Haltung, frage ich.
"Ja gefühlsmässig halt, einiges habe ich auch vom letzten
Leben noch hinübergerettet." Tibeter sei er gewesen, stellt
er klar, wahrscheinlich umgekommen durch eine chinesische Kugel im Aufstand
von 1959.


Wir gehen in die Küche, der Bergbauer legt den roten Bundesordner
mit der Korrespondenz auf den Tisch. "Daniel Wismer aus Embd, Wallis,
setzt neue Akzente in der Berglandwirtschaft", diktiert er. Es sei
sein Verdienst, dass Yaks heute in der ganzen Schweiz subventionsberechtigt
sind, sagt er und zeigt mir das entsprechende Schreiben aus Bern. Viele
profitieren allerdings noch nicht davon. "Yaks gibt’s noch einige
wenige in Graubünden, im Tessin und bei Vevey", weiss der Bauer.
Auch der Expeditionsarzt des Alpinisten Reinhold Messner soll in Zürich
noch eines haben, aber sicher ist Wismer nicht.


Für die Schweizer Landwirtschaft sieht er schlechte Zeiten voraus.
Einige Grossbauern im Mittelland werde es noch geben und daneben solche
wie ihn. "Und wenn die EU kommt, wird die unabhängige Republik
Rotfluh ausgerufen", sagt Wismer und droht mit dem Ordner. "Noch
mehr Agroindustrie, noch mehr Verbote und noch mehr Formulare." 70
EU-Bauern würden gleichviel Milch produzieren wie 1’800 in der
Schweiz, weiss Wismer. "Wenn das so weitergeht, sind die Yaks schwer
am Kommen. Kein Milchsee, keine Butter- und Fleischberge, kein Stallsystem,
kein Anbindesystem, keine Probleme mit Mist und Gülle." Wismer
verschränkt die Arme hinter dem Kopf: "In zwanzig Jahren werden
in den Schweizer Bergen mehr Yaks leben als Kühe, da bin ich überzeugt."
Der Grossteil der weltweit 15 Millionen Yaks lebt in China und in der
Mongolei, grosse Bestände gibt es auch in der ehemaligen Sowjetunion,
in Nepal, Bhutan und in Indien. Seit 4’000 Jahren sichert der Yak
den Bergnomaden die Lebensgrundlage. Das asiatische Hochland zwischen
Mongolei und Tibet erstreckt sich in Höhen bis zu 6000 Meter. Mit
täglichen Temperaturdifferenzen bis zu 50 Grad gehört die Landschaft
zu den klimatisch extremsten Weltgegenden. Stundenlang in eisigen Gebirgsflüssen
zu stehen, macht den Yaks nichts aus, schützt sie doch ihre bis zu
11 mm dicke Lederhaut - doppelt so dick wie jene des europäischen
Hausrinds. Dank ihrer Gebirgstauglichkeit kann eine Fläche von 1,4
Millionen km2 genutzt werden, die sonst brachliegen würde.


Der Yak ist in der Regel kleiner als andere Rinder. Das Gewicht einer
Kuh beträgt zwischen 200 und 300 Kilogramm, jenes eines Bullen zwischen
300 und 600 Kilogramm. Die Yakzucht gilt als die energiesparendste, ressourcenschonendste
und ökonomischste Art, Fleisch zu produzieren; gegenüber Rindfleisch
soll die Produktion zwei- bis fünfmal billiger sein. Yakfleisch enthält
mehr Protein und weniger Fett als das Fleisch anderer Säugetiere.
Die Milchleistung variiert je nach Haltung und Fütterung. In Höhenlagen
liegt sie bei rund zwei Litern pro Tag. Allerdings liegt der Fett- (rund
7 Prozent) und Eiweissgehalt (rund 5,5 Prozent) deutlich höher als
in der Kuhmilch. Yakhäute werden für die Lederherstellung verwendet.
Ferner werden das mehrschichtige, dichte Haarkleid - der Yak verfügt
als einzige Rinderart darüber - sowie Hörner und Kot genutzt.
Getrocknete Yakfladen besitzen einen hohen Brennwert und entwickeln wenig
Rauch. Aus dem Russ bereiten die Mönche Tinte und verwenden sie in
ihren Klöstern. Das Robusttier wird aber nicht nur wegen seiner Produkte
geschätzt, sondern auch als unter den extremen Verhältnissen
unentbehrliches Reit- und Lasttier.


Yakinger-Stier getötet er war zu aggressiv
also der Sprössling eines Yaks

und einer Ehringer-Kuh. Er war. Gestern wurde «Bänz»
zur Schlachtbank geführt.

«Bänz» war so streitsüchtig, dass er auf der Weide
ständig andere Stiere angriff.

Die zügellose Kampfeslust bedeutete sein Todesurteil. Obwohl das
Aufsehen erregende

Yakinger-Projekt (im BLICK) damit einen herben Rückschlag erleidet,
will es

"Ich war ein Tibeter"

Seit fünf Jahren lebt Daniel Wismer auf der Rotfluh, hoch über
dem Walliser Mattertal. Auf 1650 Meter über Meer züchtet der
34jährige Aussteiger asiatische Hochlandrinder - "die perfekte
Alternative zum einheimischen Vieh".


Ich werde zum Tier hier oben. Das will nicht heissen, dass ich mich nicht
mehr wasche oder auf allen vieren herumkrieche. Ich habe eine Waschmaschine,
die dritte übrigens. Die ersten beiden killte die Kälte. Doch
ich nähere mich meinen Tieren immer mehr an. Ich meine damit: Ich
versuche mich in sie hineinzufühlen, um sie besser zu verstehen.
Hier oben, 1650 Meter über Meer, ist der richtige Ort für solche
Experimente. Ich bin der Schöpfung nahe: Jesus, Allah, Buddha - allen
miteinander.

Meine Tiere sind Yaks, zottige Fellhaufen. Sie staksen um das Haus herum
und grunzen, 34 insgesamt. Kürzlich brachen sie durch den Zaun, zogen
los über die Felsen, durch den Lärchenwald. Nach zwei Kilometern
holte ich sie ein. Als ich sie rief, drehten sie sich um und kehrten zurück.
Unglaublich! Das tun sie, weil ich sie verstehe.

Ich lebe allein hier oben, meistens jedenfalls. Ich bin Einsamkeit gewohnt.
Als meine Eltern starben, war ich fünfzehn. Ich ging auf Reisen,
durch dreissig Länder, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Im Sommer 1986 hatte ich eine Eingebung. Mitten auf dem Durban Square
in Katmandu erkannte ich, was das Leben von mir will. In Tibet hatte ich
Yaks gesehen, in Nepal sah ich den Zusammenhang: Die Tiere sind mein Auftrag,
ich muss mich ihnen widmen.

Die Eingebung war wie eine Vision. Viel-leicht, weil ich in meinem letzten
Leben Tibeter war und die Yaks in Tibet heimisch sind. Ich bin 1959 gestorben;
im Aufstand von Lhasa traf mich eine chinesische Kugel. Das jedenfalls
hatte ich mal geträumt.

Ich kehrte in die Schweiz zurück und begann nach einem Ort zu suchen,
an dem ich meine Vision verwirklichen konnte. Über dem Haus muss
ein Adler seine Kreise ziehen, das hatte ich geträumt. Ich suchte
zu verkaufen in der Walliser Gemeinde Embd". Als ich das erste Mal
im Mauertal war und zur Rotfluh hinaufschaute, zu den beiden sonnenverbrannten
Häuschen, sah ich den Adler.

Seit April 1994 lebe ich auf der Rotfluh. Geister wie ich haben keinen
Platz im Gewühl des Unterlands. Sie sind zu eigenwillig. Als ich
das letzte Mal im Tal einkaufen ging, wurde ich von der Polizei in die
Mangel genommen. Ausweiskontrolle! Solche Dinge passieren mir regelmässig.
Dabei ging ich nur der Strasse entlang.


Die Unterwelt speit mich immer wieder aus, ich kann nur hier oben so sein,
wie ich bin. Hier hat's genug Platz; ich kann Techno übers Land dröhnen
lassen und das Heliomalt direkt aus der Büchse essen. Mein Eremiten-leben
hat aber auch zur Folge, dass ich immer eigenartiger werde. Hier oben
ist niemand, der mir einen Spiegel hinhält und sagt: Wismer, hör
auf, so geht das nicht!


zuvielsein kann. Wir fuhren ein halbes Jahr lang Achterbahn, voll Turbo,
Himmel und Hölle. Wir erlebten in dieser kurzen Zeit, was andere
Paare in zehn Jahren durchmachen. Kurz vor Neujahr hat sie dann gepackt.
Jetzt muss ich das Kreuz der Trennung tragen.


Ich arbeite hier oben an meiner Vision: Ich will mit den Yaks neue Wege
in der Berg-landwirtschaft aufzeigen. Diese asiatischen Hochlandrinder
sind eine perfekte Alternative zum einheimischen Vieh. Sie sind leicht,
ver-ursachen keine Erosion, fressen das Gras noch schöner ab als
die Schafe, brauchen auch im tiefsten Winter keinen Stall - und noch nie
ist einer meiner Yaks am Rinder-wahnsinn erkrankt.

Die Yaks zeigen einen Ausweg aus der Sackgasse. Darauf will ich aufmerksam
machen. Dieses Jahr will ich sie erstmals melken. Das ist nicht einfach,
aber es wird mir gelingen. Ich kann die Tiere inzwischen aus der Hand
füttern, weil ich innerlich die richtige Haltung habe. Sonst hätte
ich keine Chance. Die Yaks spüren das, sie sind sehr sensibel.

Jetzt bin ich wieder auf der Suche nach einer Frau. Das Interesse an einem
Berg-bauern, der "Orte der Kraft" von Blanche Merz liest und
das tibetische Totenbuch auswendig kennt, zumindest einen Teil davon,
ist gar nicht schlecht. Nachdem ich letztes Jahr im deutschen Fernsehen
in einer Talk-Show aufgetreten war, erhielt ich bis spät in


die Nacht Anrufe. Ein Brief kam sogar aus Mali. Aber es ist nichts daraus
geworden.

Ich scheine vor allem Frauen anzusprechen, die mich mit einer esoterischen
Therapie plagen wollen. Auch Krankenschwestern melden sich oft. Aber ich
brauche weder Pflege, noch will ich afrikanische Tänze hier oben.
Ich bin tibetisch veranlagt!

Was soll's. Vielleicht ist es gar nicht sinnvoll, wenn ich heirate und
Kinder zeuge. Ich glaube nicht, dass die Welt noch mehr Typen wie mich
erträgt. Es gäbe nur noch mehr Durcheinander und politisches
Hickhack.


Abgesehen vom Herzschmerz liebe ich die Einsamkeit. Seit ich wieder allein
bin, fahren mir die Sonnenaufgänge hier oben ein wie am ersten Tag.
Extrem! Göttlich! Das putzt die Seele durch, da liegt der Sinn des
Lebens auf der Fussmatte. Inschalla! Ich bin glücklich, wenn der
Wind in meine tibetischen Gebets-fahnen vor dem Haus bläst und sie
knattern. Dabei zuzuschauen ist fast so schön wie küssen.

Aber vielleicht sollte ich trotzdem Kinder machen: mit einer Frau vom
Stamm der kriegerischen Kampa-Nomaden aus dem Osten Tibets. Die hätte
Dampf. Aber dann sollte ich gleich so viele Kinder zeugen, dass die Welt
kopfsteht.

AUFGEZEICHNET VON CHRISTIAN SCHMIDT

Bildlegende:

Daniel Wismer: "Ich habe die Verhaltensformen der Yaks angenommen.

Sie sind rauh, hart und direkt

Nicht alle Landwirte jammern über die Agrarpolitik des Bundes und
die Pleite von Swiss Dairy Food. Einige Pioniere sind mit Mut zum Risiko
frühzeitig in Marktnischen ausgewichen.


Bild: Daniel Rihs

Wismer bauert dort, wo selbst die Hühner Steigeisen benötigen,
wie die Walliser sagen: oberhalb Embds VS, auf 1650 Metern, an den Steilhängen
des Mattertals. Neben Hühnern bevölkern neun afrikanische Perlhühner,
16 Pfaue, drei nepalesische Fasane, zwei Minipigs, 16 Brieftauben, ein
Hund und ein Siebenschläfer namens Toni seinen Hof. Und an den Gattern
seiner Wiesen warnt ein Schild die Wanderer: «Bewahren Sie in Tiernähe
stets die Ruhe, Sie betreten ein Weidegebiet von Hausyaks.»


eine Geiss an», sagt er. Sie seien anspruchslos, hätten keine
Klauenprobleme und verursachten kaum Tierarztkosten. «Ein Meter
Schnee macht denen nichts aus», betont Wismer. 45 dieser zotteligen
Urviecher, deren Heimat das Himalajagebirge ist, stehen sommers wie winters
auf den 32 Hektaren Bergweiden rund um Embd, die Wismer bewirtschaftet.
Dieses Jahr kamen zehn Yakkälbchen auf die Welt, ein Zuchterfolg,
auf den Wismer stolz ist. Sie sind praktisch verkauft, die meisten lebend
an andere Züchter. Trotzdem klingelt sein Telefon regelmässig,
weil tibetische oder mongolische Restaurants bei ihm Steaks und Filets
einkaufen möchten. Yakfleisch gilt als besonders zart, hat mehr Protein
und weniger Fett als Rindfleisch.


Die extensive Yakhaltung ermöglicht es ihm, sich vor allem um die
Landschaftspflege zu kümmern: Magerwiesen pflegen, Trockenmauern
erhalten und Wasserkanäle sanieren. Als Gegenleistung für seine
Arbeit erhält der Biobauer mit Knospen-Zertifizierung vom Bund Viehhalterbeiträge,
Flächen- und Ökobeiträge, Sonderzahlungen für Hangbewirtschaftung
und besonders tierfreundliche Haltung – alles in allem rund 80000
Franken.


In Embd ist er der letzte vollberufliche Bauer. Wismer würde seinen
Betrieb gern auf mindestens 50 Hektaren ausbauen. Die «Himalajakühe»
könnten vier bis fünf zusätzlichen Bauernfamilien in Embd
ein Auskommen bieten, doch der Widerstand gegen das Neue hält noch
immer an: «Die traditionellen Subventionsbauern haben nur ein müdes
Lächeln für uns Exotenhalter übrig. Aber die wird es in
20 Jahren nicht mehr geben.»


Als er 1995 mit dem ersten Yakpaar anfing, begegneten die Einheimischen
dem Flachländer aus dem Kanton Zug mit viel Misstrauen. Doch Wismer
wusste: «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man mich entdeckt.»
Denn er schuf etwas völlig Neues für die Landwirtschaft und
den Tourismus: einen Yakhof in den Schweizer Alpen mit einer atemberaubenden
Aussicht auf zehn verschneite Viertausender – Tibet im Wallis. Für
sein Guesthouse Yak Tsang Ling (Ort der Yaks) wirbt er im Tal mit einer
Tafel: «24 hours hot shower, good view of mountains, you can see

Hauptattraktion sind die Trekkings auf den Augstbordpass. Sechs Ochsen
tragen Essen und Gepäck auf 2500 Meter hoch, die Gäste übernachten
dort in einem tibetischen Sonntagszelt, bevor sie das 3020 Meter hohe
Schwarzhorn besteigen. Normalerweise findet die Tour unter der Leitung
eines tibetischen Sherpas statt, aber dieses Jahr kam die Arbeitsbewilligung
nicht rechtzeitig. «In den Amtsstuben müsste halt auch ein
meisten Bauern ist der Innovationsgeist längst wegsubventioniert
worden», sagt er. Das Gros der Bauern habe immer noch das Gefühl,
sie könnten wie zu Gotthelfs Zeiten weiter fuhrwerken. Auch von Gewerblern
würden schliesslich Erneuerung und Marktanpassung verlangt. «Die
Bauern müssen den Kunden Erlebniswelten verkaufen», ist Wismer
überzeugt.


Das schwebt auch Bundesrat Pascal Couchepin vor. «Wir brauchen
auch bei der Ernährung Träume», sagte er in einem Interview
mit der NZZ. Erfolg hänge von der Fähigkeit ab, Produkte zu
entwickeln, die einen Mehrwert bringen. Bei Lecomte und Wismer geschieht
das über Traumwelten, die in vielen schlummern: einmal neben Büffelherden
durch den Wilden Westen reiten oder mit Yaks die Hänge schneebedeckter
Gipfel besteigen.


Couchepin will, dass die Bauern sich für den globalen Markt rüsten.
Einige Findige haben das längst getan, indem sie die Welt in die
Schweiz gebracht haben: Alpakas aus den Anden, Strausse aus Afrika oder
Wasserbüffel aus Rumänien. Michael Buchmann, der bei der Landwirtschaftlichen
Beratungszentrale Lindau (LBL) für die Nischentierhaltung zuständig
ist, erhält jede Woche mindestens eine Anfrage von einem Bauern,
der sich nach neuen Zuchtmöglichkeiten umsieht. «Die Exoten
bieten durchaus Chancen», sagt er.


Einen Boom verzeichnen die so genannten Neuweltkameliden; dazu gehören
die Lamas und Alpakas. Buchmann schätzt, dass in diesem Jahr bereits
2300 bis 2700 Lamas und Alpakas auf Schweizer Wiesen weiden. Eine rasante
Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die ersten Lamas erst vor zehn Jahren
in die Schweiz kamen. Wie bei den Yaks gibt es hierzulande auch bei den
Neuweltkameliden ausreichendes Interesse für lebende Tiere. «Und
nachher braucht es ein Produkt, das sich verkauft», sagt Buchmann,

Vorerst brauchen die Nischentierhalter einen breiten Rücken, um
Auseinandersetzungen mit Behörden, Umwelt- und Tierschützern
oder gar Pöbeleien von konventionellen Bauern durchzustehen. «Es
ist immer dasselbe», sagt Buchmann. «Eine neue Tierart wird
zuerst belächelt, dann wird sie bekämpft, und eines Tages ist
sie selbstverständlich.» Im Gegensatz zu Yakbauer Wismer ist
Buchmann überzeugt, dass keines der Nischentiere wirklich massentauglich
ist, «aber sie bringen den Bauern einen Zustupf». Er kennt
beispielsweise Landwirte, die mit Hirschzucht mehr Ertrag erzielen als
mit Ackerbau.

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Tibetische Hochlandrinder in den Schweizer Bergen sind keine Laune der
Natur, sondern ein Trend.

Beim Yak-Trekking überträgt sich die Ruhe der Tiere auf die
Menschen, wie Johannes Schweikle miterleben konnte


Raja trägt eine Glocke aus Nepal um den Hals. Aber er versteht Schwyzerdütsch.
"Chömmet!" ruft Daniel Wismer, kommt! Da ist Raja nicht
mehr zu halten. Das tibetische Hochlandrind senkt ein wenig den Kopf und
setzt sich auf dem schmalen Bergweg in Bewegung. Seine Glocke fängt
an zu bimmeln, und der zottelige Yak-Ochse legt so temperamentvoll Ios,
als wolle er sich mit den drei Artgenossen hinter ihm bergauf ein Wettrennen
liefern. Wismer, der vorneweg geht, muss seinen Wanderstecken quer halten
und den Weg versperren, sonst würden die vier Yaks ihn überholen.
Dann könnte der sehnige Mittdreissiger ihnen bis zur Passhöhe
hinterherhecheln.

In Embd, einem kleinen Schweizer Bergdorf im Wallis, bricht Daniel Wismer
zu einer Trekking-Tour auf. Wie bei den Treks im Himalaya tragen die Yaks
Getränke, Proviant und Ausrüstung. Vor fünf Jahren hat
Wismer in Embd einen alten Bergbauernhof gekauft und angefangen, Yaks
zu züchten. Die Dörfler hielten den aus der Inner-Schweiz Zugereisten
für einen Aussteiger, der auf 1600 Metern seinen Traum vom autonomen
Leben verwirklichen möchte. Solche Spinner kannten sie: Die kamen
und gaben nach einem Winter wieder auf. Und dieser Wismer trägt auch
noch einen blonden Pferdeschwanz.

Heute zählt Daniel Wismers Herde 37 Yaks. Vor kurzem wurden zwei
Kälber geboren. Sie sind jetzt so gross wie kleine Schafe und springen
schon kühn wie die Gemsen über die steilste Weide. Yaks sind
kleiner und schmaler als Kühe. Ein ausgewachsenes Tier wiegt 300
Kilo - etwa 400 Kilo weniger als eine der schwarzen Ehringerkühe,
die auf den Wiesen unter uns grasen. Der Staat zahlt den Bergbauern für
jede Kuh Subventionen. Wismer hat sie für seine Yaks ebenfalls beantragt.
Die Behörde erkannte die tibetischen Hochlandrinder offiziell als
Landschaftspfleger an. Einen Yak stufte sie als 0,8 Grossvieheinheiten
ein.


Raja, "der König", hat geschwungene Hörner wie ein
Galloway-Rind. Das schwarzbraune Fell mit den langen Zotteln erinnert
an einen Bison. Zwischen seinen grossen dunklen Augen kräuseln sich
wuschelige Locken auf der breiten Stirn. Dkapa, der hinter ihm trottet,
hat glattes Haar und einen langen, schmalen Kopf wie ein Elch. Alle bewegen
sich geschmeidig.

Hinter den Yaks geht Tsering Norbu Sipatsang. Der Tibeter ist 28 Jahre
alt, sein Gesicht straff und bronzegebräunt. Um sein dunkles Haar
hat er sich ein leuchtend rotes Taschung-Stirnband gebunden. Den Oberkörper
hat er in eine schwarze Jacke gehüllt, bestickt mit goldenen Ranken
und bunten Blumen. In Tibet hat er die 200 Yaks seiner Familie gehütet.
In einer Hochebene, 4000 Meter über dem Meer, schlug er sein Zelt
auf. Dort gab es keine Zäune. Wenn er die Tiere morgens melken wollte,
lockte er sie mit einer Mischung aus Salz und Mehl an. Seine Eltern machten
aus der süssen, fetten Milch Butter, Käse und Yoghurt. Aus den
langen Yakhaaren woben Frauen Planen und Satteldecken, aus der weichen
Unterwolle strickten sie Pullover.

Der Yak ist das wichtigste Nutztier des Himalaya. In Nepal schmücken
Yaks sogar den Fünf-Rupien-Schein. Bei den Aufständen in Lhasa
1986 nahmen die Chinesen der Familie von Tsering Norbu mehr als die Hälfte
ihrer Yaks weg. Dem Hirten blieben nur noch 70 Tiere. Er schloss sich
den Demonstranten an, die gegen die Besatzer protestierten. Später
musste er nach Europa fliehen. Heute hilft er Daniel Wismer beim Yak-Trekking
im Wallis, in den Sommermonaten kommt noch ein Scherpa hinzu.

"Yak oben Freude", sagt der Tibeter. In gebrochenem Deutsch
erklärt er, warum die Tiere beim Aufstieg kaum zu halten sind: Sie
wollen in die Hochlagen, wo sie sich am wohlsten fühlen. Oben ist
es kühler, stechen nicht so viele Mücken. Dort gibt es das klarste
Wasser und das frischeste Gras. "Daniel, bizzli langsam", ruft
Streckenweise ist der Weg in die Wand gehauen. Ein Felsüberhang wölbt
sich über unsere kleine Karawane. Wir wandern leicht und unbeschwert
bergauf - selbst die zur Vorsicht eingepackten warmen Jacken werden von
den Yaks getragen. Eine alte Trockenmauer stützt den rechten Wegrand.
Dahinter geht's fast senkrecht in die Tiefe. Schon die Römer sind
auf diesem Pfad gegangen. Über den 2900 Meter hohen Augstbordpass
kamen sie ins Turtmanntal. Wer will, kann von dort bis zum Mont Blanc
weiterwandern.

Die Glocken der Yaks bimmeln in gleichmässigem Rhythmus. Ihre zotteligen
Körper schaukeln im Takt den Berg hoch. Die Gleichförmigkeit
dieser Bewegung überträgt sich als Ruhe auf uns Wanderer. Die
Welt reduziert sich auf den Berg, die Sinne nehmen ihn jetzt


mit seinen Kleinigkeiten wahr. Sie riechen den warmen, harzigen Duft
des Holzes, spüren den weichen Teppich aus goldbraunen Lärchennadeln,
die im vergangenen Herbst abgefallen sind. Beryl aus Zürich, die
mit ihrer Freundin für ein Wochenende zum Yak-Trekking ins Wallis
gekommen ist, nimmt einen Zweig in die Hand und betrachtet fasziniert
die zarten violetten Knospen, aus denen Lärchenzapfen werden.

An der Schwarzen Blatte lässt Daniel Wismer halten. Tsering Norbu
nimmt die Rucksäcke von den Tragsätteln der Yaks-Mittagsrast.
Wir lagern auf einer komfortablen glattgeschliffenen Felsplatte, und scheinen
auf einem 2000 Meter hohen Balkon über der Welt zu schweben. Unter
uns liegt das tief eingekerbte Mattertal, dem Alltag bleibt der Weg nach
oben versperrt. Hier strotzen grüne Bergwiesen vor Saft, und oberhalb
des dunklen Waldgürtels ragen schneebedeckte Berge in den klaren
Himmel. In allen Himmelsrichtungen sehen wir Viertausender: Im Osten die
Mischabel-Gruppe, weiter rechts ragt das Nadelhorn keck aus einem gleissenden
Schneefeld, das in zerklüftetes Eis übergeht. Im Süden
hebt sich das Kleine Matterhorn wie eine Toblerone vom Horizont ab, das
Weisshorn überragt alle anderen. Das Brunegghorn zeigt majestätisch
seine Flanke, deren Schnee kein Snowboarder entweiht hat.

Daniel Wismer kann gut verstehen, dass die Alpen immer mehr zu einem grossen
Fun-Park werden. Zwischen Grossglockner und Mont Blanc gehen Städter
mit Mulis oder Lamas auf Trekking-Tour, tauschen für ein paar Tage
die Zwänge der Sesshaftigkeit gegen das freie Nomadenleben ein. Brave
Bürger stürzen sich mit vollgefederten Downhill-Bikes die Berge
hinunter und paddeln durchs Wildwasser. Wo man vor 15 Jahren wandern ging,
wird heute Canyoning, Heli-Bungee oder Zorbing angeboten. "Soft Adventure"
heisst das Zauberwort, und Trekking-Guide Wismer erklärt sich diesen
Trend so: "Die Leute sitzen im Büro, müssen sich an Normen
anpassen und haben seelische Langeweile. Im Urlaub suchen sie das Archaische.
Da muss man das Tier in sich herauslassen."

Auch Raja und Tsungu wollen's wissen. Während wir über den homo
touristicus räsonieren, messen die beiden Yak-Ochsen ihre Kräfte.
Sie stehen sich frontal gegenüber. Grunzen, Hörner verhaken
sich krachend, Vorderhufe stemmen sich in den Boden. Köpfe tief gesenkt,
schieben, drücken. Raja dreht sich schnaufend ab, von jetzt an gilt
Tsungu in der Hierarchie als der Stärkste. Tsungu heisst


Killer', und Wismer hat ihn so genannt, weil Tsungu ihn beim Absatteln
einmal angegriffen hat. Mit einem Sprung wie ein Torero konnte er sich
vor den spitzen Hörnern retten.

Als wir um eine Felszacke biegen, verschwindet der Weg im Schnee. Wir
haben jetzt Mitte Mai, noch sind nicht alle Reste der Lawinen geschmolzen.
Entwurzelte Bäume und geknickte Stämme lassen ahnen, wie gewaltig
ihre Wucht war. Das rutschige Schneefeld fällt schräg ab. Für
die Yaks ist das nichts Besonderes. Ihre schmalen Hufe finden verblüffend
sicher Tritt, leichtfüssig und spielerisch überqueren sie das
weisse Band. Das zottelige Fell ihrer Flanken berührt den schrägen
Untergrund. Raja macht noch zwei kräftige Sprünge, dann ist
er wieder auf festem Boden.

Hundert Meter weiter beschliesst Daniel Wismer umzukehren. Der Pfad versinkt
unter Schneemassen und taucht auch weiter oben nicht wieder auf. Wir müssen
ihn den Gruppen überlassen, die im Sommer kommen. Die Hochlandrinder
müssen wenden, weil das Gelände für Zweibeiner zu schwierig
wird. Beryl versucht sich als Tierpsychologin. "Die Yaks denken jetzt
wohl: Die spinnen, die Menschen."

Am Bergbauernhof sattelt Tsering Norbu die Tiere ab. Der Pfau mit der
blau schimmernden Brust, der zu Daniel Wismers Exotentierhaltung gehört,
ist aufs Haus geflogen und guckt zu. Das Dach ist mit silbergrauen Steinplatten
gedeckt, die 150 Jahre alten Balken der Wände sind von der Sonne
verbrannt. Bunte tibetische Gebetsfahnen flattern im Wind, am Balkon trocknen
bunte Handtücher. Schlüsselblumen und Löwenzahn geben den
grünen Almwiesen gelbe Tupfer. Sie fallen steiler ab als die Hausdächer
von Embd, die 300 Meter tiefer liegen. Nur ein Fussweg führt in das
Bergdorf hinunter.

Wieder dieses Schwebegefühl. Ab und zu kommen Esoteriker herauf,
erzählt Daniel Wismer. Und Gäste, die von der Sanftheit des
Buddhismus schwärmen. Aber der Herr der Yaks ist viel zu erdverbunden,
als dass er für sie einen Guru abgeben würde. Mit der Heckenschere
schneidet er dornige Ruten ab, die sich auf der Yak-Weide ausbreiten wollen,
klaubt Steine auf. Ja, sagt er, er wolle seinen Gästen tibetische
Kultur vermitteln. Aber er sucht die Balance zwischen Spiritualität
und Bodenständigkeit. "Deshalb mag ich die Yaks so, weil sie
Zuneigung genauso brauchen wie Härte", sagt er. Die Tiere leben
die Ausgewogenheit vor, die sich der Mensch ersehnt.


Yak-Trekking


Telefon und Fax: 00 41-27-952 14 22.

Touren: Wismer bietet eine Tagestour mit vier Yaks ab 150 Schweizer Franken
an, die Übernachtung mit Halbpension kostet 40 SFr. Der Hof ist gemütlich
ausgebaut, man schläft in einem einfachen, aber sauberen Massenlager.
Wer mehr Komfort möchte, kann in Grächen oder Zermatt in Hotels
übernachten.

Anreise: Mit dem PKW bis Embd oder mit dem Zug bis Kalpetran - eine der
schönsten Bahnstrecken der Schweiz. Von Kalpetran führt eine
urige Seilbahn nach Embd.


Last-Platz: In Asien werden die Yaks nicht nur als Tragtier genutzt,
sonder richtiggehend verehrt


Zweibeiner zu schwierig. Die

Yaks denken jetzt wohl:

Rinds-Köpfe: Wenn bergauf saftige Wiesen locken, sind die tibetischen
Hochlandtiere kaum zu halten


Auf die Hörner genommen: Daniel Wismer und Tsering Norbu kümmern
sich um die Yak-Herde im Kanton Wallis


stossen in den Alpen selten an

ihre Grenzen, die Wanderer schon


auf Kommandos ir Schwyzerdütsch


trekking avec des yaks. Il suffit d’aller en Suisse. Rencontre avec
Daniel Wismer, un amoureux du Tibet, qui a patiemment constitué
un cheptel et restauré une ferme.


pur”, résume la patronne de l’auberge Morgenrot, qui
connaît bien le Roti Flüo. Ce lieu plein de promesses se trouve
à une bonne demi-heure à pied au-dessus d’Embd, une
communauté de 350 âmes située dans la vallée
de Matt [près du Matterhorn, ou mont Cervin, 4 478 m, canton du
Valais]. Un petit village étrange, où ne circule pas une
voiture. A l’entrée, le mur de béton gris de la station
de funiculaire masque la vue sur la localité. Intégrée
dans le mur, une petite épicerie - le seul magasin du lieu. Derrière
cette bâtisse se dressent les maisons de bois brunes typiques de
la région et, tout en bas de la pente, l’église toute
neuve. On est particulièrement fier ici des escaliers chauffants.
Ils sont indispensables en hiver : ce village à flanc de montagne
est si escarpé que les chemins sont impraticables par forte neige.
“Ici, les poules doivent mettre des crampons”, plaisante tout
Valaisan avec qui on discute de cette petite communauté.

La plupart des habitants d’Embd descendent tous les jours en voiture
la route tortueuse qui mène à Visp [Viège] pour aller
travailler. Plus personne ne vit uniquement des travaux des champs - cela
n’en vaut pas la peine, l’exploitation de ces pentes abruptes
demande trop d’efforts. Mais tout le monde au village possède
tout de même quelques poules, quelques vaches ou un lopin de terre,
et l’agriculture demeure la deuxième activité de 60
% des habitants d’Embd.


Alban Lengen, un acolyte de Daniel Wismer, possède à Embd
un pré où paissent de drôles d’animaux. De gros
bovins paisibles aux longs poils blancs et aux imposantes cornes recourbées.
Ils restent là, été comme hiver, jour et nuit. Ils
n’ont pas besoin d’étable et dévorent le moindre
brin d’herbe. Les autres paysans ont eu du mal au début à
accepter ces créatures étranges venues d’Extrême-Orient
qui plaisent tant à Alban. Combien de fois ne s’est-il pas
entendu dire : “Allons bon, il a fallu que t’achètes
ces bestiaux !”


à l’état pur. Il y a sept ans - il avait 30 ans - il
y a acheté trois masures, tout en bois, situées côte
à côte, construites il y a plus de cent cinquante ans. La
vie là-haut était à cette époque - et est
encore - tout sauf simple, comme en témoigne l’inscription
gravée par le premier propriétaire sur une poutre de la
une maison.”


Photographie de Martin Kirchner.

Daniel Wismer a dû travailler dur pour restaurer les lieux. Il a
fait venir les matériaux de construction par hélicoptère,
poncé les poutres et le plancher, installé une cuisine et
une salle de bains et transformé l’une des pièces en
grand dortoir avec des lits superposés et des matelas par terre
pour ses hôtes de passage. Il a dû gravir soixante fois le
chemin raide qui part du village avec un engin tout-terrain, à
chenilles, pour remonter les lourdes lauzes d’ardoise destinées
route carrossable ne mène à sa maison, juste un sentier

Aujourd’hui, tout est pratiquement terminé et des fanions
de couleurs vives flottent aux abords de la maison. Des “chevaux
du vent”, des drapeaux où sont inscrites des prières
comme on en voit dans les gompas, les monastères tibétains.
Sur le balcon, Rigyal, un dogue tibétain, menace tout nouvel arrivant
en aboyant. Rigyal signifie “roi de la montagne”, et le chien
porte bien son nom. Des paons, des poules et autres volatiles plus ou
moins exotiques picorent dans la cour. Le drapeau tibétain flotte
un peu plus haut et les yaks broutent autour de la maison. Un bout d’Himalaya
au beau milieu du Valais.


Daniel Wismer attire du monde. Des Tibétains en exil qui veulent
montrer à leurs enfants à quoi ressemble un yak, par exemple.
Ou des gens comme Beril, qui travaille dans un jardin d’enfants à
Zurich et qui a besoin de temps en temps de sa dose de Tibet. Beaucoup
viennent essentiellement pour les yaks. Car les bovins velus de Wismer
ne se contentent pas de paître, mais accompagnent les randonneurs
- ils transportent les provisions et les bagages.


quelque chose de spécial. Avant de partir, Daniel Wismer, Sonja,
son amie, et Alban, qui vient volontiers lui donner un coup de main, attachent
des cloches aux bêtes et leur posent sur le dos une couverture en
laine de yak sur laquelle ils placent un bât en bois qu’ils
attachent solidement à l’aide de cordes. Ces “porteurs”
sont venus du Népal avec Chhimey Kalden, un sherpa qui est resté
tout un été avec Daniel pour lui apprendre comment on amène
les yaks à grimper sagement en file indienne tout en portant de
lourdes charges.


Tout se passe bien aujourd’hui. Après un mois de pause, on
voit bien que Narbu, Dakpa et Winnetou préféreraient de
loin brouter encore un peu d’herbe devant la maison. Mais Daniel
crie plusieurs fois “choa !” et ils commencent à monter
sagement et régulièrement. La pente est raide et les yaks
se mettent bientôt à tirer la langue. Winnetou pousse des
grognements indignés, baisse sa tête aux cornes imposantes
d’un air menaçant et veut prendre le large. Daniel lui lance
un caillou et le remet dans le rang.


Le chemin est étroit et raide, mais ces animaux pesants grimpent
aussi prestement que des chamois. Traverser un ruisseau ? Eviter des pierres
qui roulent sur le chemin ? Pas de problème. Au bout d’une
heure et demie, le groupe fait une pause dans un pâturage et les
yaks ont le droit de se restaurer un peu. Daniel et Alban parlent métier.
“Il a de belles boucles, celui-là”, lâche Alban
en montrant Winnetou et son front frisé. On repart. Peu avant l’arrivée,
les yaks doivent franchir un éboulis, et Narbu profite de l’occasion
pour tenter une évasion. Mais Sonja a prévu le coup et s’est
déjà postée en bas de la pente. La jeune femme oblige
la bête à rejoindre ses camarades à force de gestes
résolus et de sifflets.


En marche vers le col.

Photographie de Martin Kirchner.

d’altitude, Daniel libère les yaks de leur chargement. Ils
se couchent paisiblement dans l’herbe tandis que leur patron sort
le réchaud à gaz d’une caisse aux ferrures de cuivre
déposée derrière un rocher. Alban va chercher de
prêt. Sonja a fait du feu et fait griller les steaks sur les braises.
Quand le temps le permet, Daniel dresse avec ses hôtes la grande
tente blanche qui est rangée dans la caisse en cuivre et qu’il
a rapportée du Tibet. Elle est somptueusement brodée et
peut abriter plus de dix personnes. On peut même faire du feu à
l’intérieur. Mais il ne fait pas beau aujourd’hui et
des nuages noirs annoncent la pluie. Il est temps de rentrer. Les yaks
ne se laissent harnacher qu’à contrecoeur, mais le retour
est plus rapide que l’aller. Seul incident : peu avant l’arrivée,
Winnetou ne peut résister à une fontaine qui se trouve devant
comment il en est venu à se retrouver avec 36 yaks sous ses fenêtres.
C’est en 1986, au Tibet, alors qu’il faisait le tour du monde,
qu’il en a vu pour la première fois. “Ça a fait
tilt.” Immédiatement, il comprend qu’il va travailler
avec ces bêtes. Mais pas quelque part en Himalaya, non, chez lui,
en Suisse, ce petit pays qu’il voulait pourtant fuir.


Daniel Wismer rentre. Il laisse tomber son métier de bûcheron
et se livre à toutes sortes de petits boulots - DJ, peintre en
bâtiment, jardinier... Il travaille dans une ferme high-tech et
se familiarise avec les pâturages. C’est de cette époque
qu’il tient ses connaissances sur les bêtes et l’agriculture.
En même temps, il cherche à acheter une ferme : il épluche
les journaux agricoles, passe en revue les petites annonces. Il met longtemps
de la route, l’autre trop proche d’une ligne à haute
tension...


la bonne. Il sait aussi qu’il va devoir y travailler longtemps. Il
commence par faire venir des vaches, puis réalise son rêve
en achetant deux yaks à un marchand d’animaux exotiques de

Car le jeune agriculteur a besoin de subventions pour survivre. L’altitude
et l’escarpement des lieux constituent des points favorables, mais
il faut convaincre les fonctionnaires que les yaks entrent vraiment dans
la catégorie des animaux utilitaires. Daniel Wismer écrit
lettre sur lettre pour faire comprendre à l’administration
que ses bêtes contribuent à la préservation du paysage
car elles broutent dans les pâturages, des pâturages trop
élevés pour servir aux brebis et aux vaches ; qu’en
outre elles ne causent pas de dommages en se déplaçant parce
qu’elles ont un poids relativement léger ; qu’enfin elles
n’ont pas besoin d’étables qui pourraient défigurer
les lieux. L’office fédéral de l’Agriculture finit
par être convaincu et accepte de considérer les yaks comme
une “race bovine alternative”. Daniel Wismer peut se lancer

Il est heureux de faire ce qu’il fait. “Je peux mettre mes
idées en pratique”, dit-il. Des idées qui n’ont
pas grand-chose à voir avec le bouddhisme et la libération
du Tibet. Daniel n’est pas un de ces experts autoproclamés
de l’Extrême-Orient à la recherche de l’illumination.
Il est bien ancré dans le présent et là où
il vit. Comme (presque) tout le monde, il écoute de la techno et
mange de la viande - ce qui étonne ses hôtes, dont beaucoup
sont strictement végétariens. Et il a encore bien d’autres
projets, notamment celui d’organiser un parcours “A la découverte
de l’Himalaya”, qui présenterait la faune et la flore
de cette région qu’il aime tant. Mais il veut d’abord
construire un abri pour ses yaks. Ils ont quand même droit à
un peu plus de luxe que dans l’Himalaya - puisqu’ils vivent
en Suisse


Bildlegenden:

1:

Photographie de Martin Kirchner.

2:

En marche vers le col.

Photographie de Martin Kirchner.


Menschen in den Bergen: Daniel Wismer, Selbstverwirklicher
Berge prägen. Immer wieder stellen wir fest, dass Menschen in den
Bergen, auch wenn sie an noch so verschiedenen Orten leben, ähnlichen
Tätigkeiten mit ähnlichen Tieren und Gerätschaften nachgehen.
Diese Gesetzmässigkeit verkörpert der Aussenposten des tibetischen
Kulturkreises - im Mattertal.

"Tschong!", sagt die Frau bei der Seilbahnstation in Embd und
be- obachtet unsere skeptischen Blicke, denn für unsere Ohren tönt
das sehr Tibetisch. "Doch, doch, der Bach heisst so", bestätigt
sie. Wir überqueren das Gewässer und folgen einem Wegweiser
aus rohem Holz, auf dem die eingebrannte Silhouette eines Yaks zu sehen
ist. Embd liegt hoch über der Mattervispa, die Hänge sind sehr
steil. "Hier müssen die Hühner Steigeisen tragen",
bemerkt mein Begleiter Damian treffend. Wir waren mehrere Male zusammen
in Nepal, haben zusammen tibetische Klöster besucht und im Himalaya
Yaks bestaunt und bewundert. Heute erleben wir eine Art "Rückführung"
zu unseren gemeinsamen Reisen, denn nach knapp einer halben Stunde Aufstieg
auf steilen Bergpfaden öffnet sich vor uns ein Blick, der nicht der
schweizerischen Wirklichkeit zu entsprechen scheint.


Auf einem etwas flacheren Buckel eines mit Felsen begrenzten Steilhangs
stehen drei kleine, dunkelbraune Walliserhäuser. Vor der Siedlung
befindet sich ein kupferner Gebetszylinder und mehrere hohe buddhistische
Gebetsfahnen, an den Häusern flattern unzählige farbige "Windpferde",
wie die kleinen Gebetswimpel genannt werden. Im ersten Moment könnte
man meinen, die Heimstatt auf der "Roti Flüo" sei ein tibetisches
Kloster, eine Gompa.

Daniel Wismer, ein blonder


Mittdreissiger, sitzt in der Küche und trinkt Kaffee. Bevor wir
eintreten, führt er behutsam einen tibetischen Mastiff auf die Terrasse,
wo sich dieser in den Schatten der Gebetswimpel legt.

Der Selbstverwirklicher

"Wer ich bin?", sinniert Daniel Wismer auf unsere Frage. "Das
ist nicht so einfach zu beantworten."

Daniel lebt seit bald sechs Jahren auf Roti Flüo oberhalb von Embd.
Er hält eine Herde von 39 Yaks (Bos grunni-

ens), verkauft ihr Fleisch und verarbeitet ihre Milch. Im Sommer führt
er im benachbarten Turtmanntal richtige Yak-Trekkings durch - zusammen
mit seinem Freund Chhimmey Kalden Sherpa sud Nepal. In seiner Heimstatt
hat er Infrastrukturen geschaffen, mit denen er an diesem einmaligen,
ruhigen und sonnigen Ort, scheinbar weit entfernt von der betriebsamen
Welt, über zwanzig Gäste beherbergen kann.Läge nicht Grächen
auf der Geländeterrasse gegenüber, man müsste sich wirklich
fragen,wo man sich befindet,in denAlpen oder im Himalaya. "Im Prinzip
verwirkliche ich hier meine Ideale", meint er abschliessend.


"Warst du schon in Tibet?", fragen wir Daniel. "In diesem
Leben nur einmal", ist seine typisch tibetische Antwort. Das war
1986. Damals sah er zum ersten Mal Yaks. Es war ein Schlüsselerlebnis
für ihn. Später hat er aus zoologischen Gärten in Deutschland
die ersten Grunzochsen


in die Schweiz eingeführt. 23 Tiere waren es zu Beginn; inzwischen
haben sich die Schützlinge stark vermehrt. Seine Erfahrungen sammelte
Daniel übrigens zunächst mit Kühen. "Ich habe in einem
Hightech-Betrieb gearbeitet", meint er vielsagend.

Die Yaks können hier extensiv gehalten werden, es sind äusserst
genügsame Tiere, die sich von Gras ernähren. Von Zeit zu Zeit
steckt ihnen Daniel Minerallecksteine zu. Sowohl die Yakkühe, die
ein Gewicht von etwa 250 kg erreichen,wie auch die mächtigen Bullen
(bis 6000 kg) sind extrem geländegängig. Wie Gämsen schleichen
sie den steilen Hängen nach, während ihre rauen Zungen das Gras
abschaben. "Auch das Klima vertragen sie gut, ist Daniels beruhigende
Feststellung. Im Himalaya können die Tiere, auf Grund der südlicheren
Exposition, nur ab Höhen über 3000 Metern gehalten werden.

Arbeiten mit Yaks

"Yaks sind gefährlich und speziell", erklärt Daniel.
"Man muss mit Zuckerbrot und Peitsche vorgehen." Dies erklärte
ihm sein Sherpafreund, der auch gleich die geeignete Tragsättel aus
Tibet mitbrachte. Yaks sind sehr kräftig und ausdauernd, ungemein
schnell,manchmal auch unberechenbar - und störrisch wie Esel.

Das Arbeiten mit ihnen erfordert viel Geschick und eine gehörige
Portion Fingerspitzengefühl: "Du darfst keine Sekunde lang die
Konzentration verlieren." Auf der Weide sind sie gut zu halten, dort
machen sie - hinter dem Elektrozaun - einen äusserst friedlichen
und glücklichen Eindruck.

Daniel ist ein kreativer Mensch. Er hat schon Überlegungen angestellt,
ob in Zukunft Yaks für den Materialtransport in SAC-Hütten und

Berggasthäuser eingesetzt werden könnten. Zudem hat sein Betrieb
eine positive Eigendynamik angenommen, das touristische Angebot am unerschlossenen
Sonnenhang wird sehr rege genutzt.


Daniel erklärt uns, wo seine Yaks zu finden sind. Wir gehen querfeldein
durch mediterran anmutende Vegetation und erreichen bald einen kleinen
schattigen Fischteich,in dem sich der mächtige Kopf und die elegant
geschwungenen Hörner einer Yakkuh spiegeln. Das regelmässige
Bimmeln von Glöckchen meldet uns, dass sich weitere Tiere dem Wasser
nähern. Ein riesiger Yakbulle taucht zwischen Büschen und Lärchen
auf und grunzt uns an. Später posiert er mit seiner Breitseite, und
wir bewundern das glänzende Fell und die extrem langen Bauchhaare,
ein Prachtskerl. Nun beäugen die Yaks das Wasser im Teich, steigen
sehr lansam hinein und bleiben eine ganze Weile genüsslich stehen.
Sie kühlen sich ab, wie sie dies in den eisigen Gletscherbächen
des Himalaya gerne tun. Nur die imposante Kulisse des Weisshorns gegenüber
bestätigt uns,dass wir für diese Eindrücke nicht eine weite
Reise hinter uns haben.

Bernhard Rudolf Banzhaf,

Saas Fee


Wismer vor seinem Heim Roti Flüo oberhalb von Embd.


2: Eine Gompa im Wallis? - An den Häusern flattern unzählige

3: Yakbulle mit extrem langen Bauchhaaren; diese Tiere Können bis
600 kg schwer werden.


Daniel Wismer.


Der tibetische Mastiff beobachtet die Fremden scharf.


Reportage des Magazins Glamour vom 7.Juni.2003

3 foros und ein pdf

Sommer 1998

Thomas Diethelm unterhielt sich mit dem 34jährigen Ex- Weltenbummler
Daniel Wismer aus dem Zugerland, der seit 1993 auf einer abgelegenen Alp
hoch über dem Zermattertal als Yak-Züchter lebt.

Kaum 30 Kilometer vom Matter-horn stehen hier 33 langhaarige Yaks auf
deiner Alp. Wie bist du bloss auf die Idee gekommen, tibetische Hochlandrinder
statt Schweizer Kühe auf diese steilen Magenwiesen zu stellen?

Das war eine Eingebung. Ich sah die ersten Yaks auf einer Reise von Golmud
nach Lhasa. Die Viecher kamen einfach gut rein. Mir war sofort klar: Die
gehören auch auf die Schweizer Berge.


Du siehst die Zahl der Yaks in den Schweizer Bergregionen nun stetig zunehmen?

Zweifellos! Es sind die effizientesten Landschaftspfleger. Mit dem Abbau
der Subventionen wird das Interesse an Yaks steigen. Die Zeit arbeitet
für mich.


Yaks gelten offiziell als "Grossvieheinheit". Sie gehören
damit in die gleiche Kategorie wie grosse Kühe. Ich bin hier in der
Bergzone 4 und damit in der höchsten Subventionsstufe.


Klingt gut. Und damit tritt die fettige Milch, das zähe Fleisch,
ja selbst die effiziente Land-schaftspflege natürlich vollends in
den Hintergrund.

Natürlich, für mich ist alles andere Beigemüse. Ich kriege
hier gut 40000 Franken Direktzahlungen im Jahr.


Wenn nun einer ein paar Kän-guruhs auf der Bettmeralp oder eine
Herde Giraffen auf dem Rigi am Leben erhalten könnte, was würde
da wohl subven-tionsmässig drinliegen?

Nichts.


Irgendwo mussten sie halt eine Grenze ziehen. Und Yaks fressen nun halt
mal Gras und sind deshalb von landschaftspflegerischem Nutzen. Für
Känguruhs trifft das wohl nur sehr bedingt zu.


Mein Vater war Bähnler, die Mutter Hausfrau, und ich spielte da im
Zugerland am Bach unten und baute Hütten. Meine Eltern starben, als
ich 14 Jahre alt war. Danach lebte ich alleine mit meinem älteren
Bruder. Wir hatten allerdings Verwandte, die uns unterstützten, und
ich hatte einen sehr guten Vormund in der Gemeinde unten.


Fürchterlich! Horror!


Ich habe einfach gelebt. Ich machte eine dreijährige Forstwart-Lehre.
Dann kam die leidige Geschichte mit der RS. Heute würde ich den Knast
vorziehen. Nicht mal eine ordentliche Nahkampf-Ausbildung gab's, und den
Umgang mit Flammenwerfern haben wir auch nie trainiert.


Mit anderen Worten: Die wirklich praktischen Dinge im Alltag wurden sträflich
vernachlässigt.

Genau! Einzig Sprengen lernten wir. Aber im Ernst: Ein blöder huere
Chindergarte! Reine Gehirnwäsche

Ich kann's nicht anders erklären. Es war irgendwie vorgemerkt in
mir.


Unbedingt! Sie sind viel leichter und deshalb landschaftsschonender als
unsere Kühe. Zudem sind Yaks wintertauglich: nicht mal ein halber
Meter Neuschnee kann ihnen was anhaben.


Ist ja toll! Dafür sind sie unglaublich störrisch, liefern
bloss winzige Mengen fettiger Milch und vom Fleisch weiss man nichts Genaues
ausser, dass es etwas "wildelet".

Die Milch brauchen wir ja gar nicht!


Das Bedürfnis muss natürlich erst geschaffen werden. Und dann
müsste man mal eine chemische Analyse machen. Auf jeden Fall ist
es sehr fettarm. Yaks kommen ohne Kraftfutter und Antibiotika aus.


Unsere Viecher sind versaut. Sie sind viel zu schwer für unsere steilen
Das dient der Erhaltung unserer Pflanzenvielfalt. Ohne Landschafts-pflege
verkrautet alles. Zudem wird so auch das Lawinenrisiko gemindert: Schnee
auf langem, flachgedrücktem Gras findet keinen Halt.


Nicht nur die Bergbauern. Ist mir aber egal.


Wie haben diese konservativen Bergler reagiert, als du mit dem ersten
Yak eingefahren bist?


Und nachher?

Dann habe ich privatisiert. Ich bin gerne spazierengegangen vor allem
entlang der Reuss. Ich habe viel gelesen und gemalt. Ich konnte mir das
leisten, weil ich von den Elten etwas Geld geerbt hatte. Und dann war
der erste WK angesagt. Das lag klar nicht mehr drin. Da bin ich halt mit
einem Freund ins Ausland. 1986/87 waren wir 13 Monate lang unterwegs:
auf dem Landweg nach Indien inklusive Tibet und Nepal. Dann flogen wir
nach Thailand und auf die Philippinen.Dort trennten wir uns nach 8 Monaten.
Ich reiste weiter via Indonesien nach Australien. Da wurde ich dann krank.
Irgend ein Polypen-Zeugs. Nach einem Vierteljahr Kuraufenthalt in der
Schweiz ging's aber wieder los: Agypten, Sudan, dann wieder Agypten, und
diesmal mit dem Velo von Assuan nach Kairo. Dann nahm ich s'Radl im Flugzeug
in den Jemen. Dort nochmals eine Velotour. Dann habe ich das Ding verschenkt
und bin wieder nach Pakistan geflogen. In Nepal erwischte es mich auf
3000 Meter Höhe mit der Gelbsucht. Da musste ich halt wieder heim.


Tibet hat bis jetzt in deinem kurzen Reiseschrieb kaum Erwähnung
gefunden. Das erstaunt. Schliesslich umgibst du dich hier nicht nur mit
Yaks, sondern auch mit Gebetsfahnen und weiterem buddhistischem Zubehör.

Tibet ist mir schon am intensivsten eingefahren. Ich machte aber auch
handfeste übersinnliche Erfahrungen: Einmal war ich morgens schlecht
drauf, dann ging ich mit ein paar Leuten um einen Tempel rum und war darauf
gleich wieder voll dabei. Das hat mich richtig aufgeladen! Da kam etwas
rüber und zwar so, wie ich das noch in keiner Kirche erlebt hatte.
Da begann mich das halt zu inter-essieren. Später lernte ich dann
auch in der Schweiz lebende Tibeter kennen.


Eingebung bei den Yaks, übersinnliche Erfahrung beim Tempel-Umgang:
Warst du auf spiritueller Suche?

Ja, ja, auf jeden Fall!


Gute Frage. Erstmal wollte ich einfach weg. Weg von der hiesigen Bürokratie
und der Militär-Kacke. Ich hatte mich früher schon mit den Indianern
Nordamerikas befasst, und unterwegs hatte ich den Koran im Gepäck.
Mich interessierte so Zeugs halt, und ich wollte etwas tiefer gehen. Die
erste Reise war vor allem eine spirituelle Suche.


Milch noch Fleisch liefern. Ich spürte da anfänglich schon einige
Ablehnung. Ist ja auch verständlich! Da kommt so ein "Grüezi"
zu ihnen hinauf und bringt erst noch irgendwelche exotischen Langhaarviecher
mit ...


Eigentlich nicht. Sie sahen bald, dass Yaks auch ihr Gutes haben. Die
Walliser Bauern legen grosses Gewicht auf einen gepflegten Hof und saubere
Weiden. Und meine Viecher putzen die Weiden halt besser als Kühe.
Zudem bestand wohl anfänglich auch die Befürch-tung, die fremden
Tiere könnten Krankheiten einschleppen.


Du wagst doch nicht öffentlich zu behaupten, unsere hehren Schweizer
Kühe würden das Gras weniger sauber abfressen, als deine zottigen
Himalaya-Rinder? Du rüttelst an Schweizer Grundwerten!

Natürlich sind Yaks viel besser, vor allem wenn Weiden schon etwas
vergandet sind. Unsere Simmentaler Kühe fressen doch kein hartes,

Klar! Weil sie immer draussen sind, braucht man keine Güllenkästen.
Yaks bestehen nicht auf künstliche Besamung und Klauenpflege. Und
ihr Mist muss nicht verarbeitet werden. Yaks wissen nicht mal, was Kraftfutter
ist. Alles in allem sind sie billiger im Unterhalt als Kühe, und
bereiten einem auch viel weniger Arbeit. Auf meiner beschränkten
Fläche könnte ich vielleicht zwei, drei Kühe haben. Hätte
ich ebensoviele Kühe wie Yaks, müsste ich 45 Tonnen Heu haben.
Das ist hier oben völlig unmöglich. Eine Kuh frisst 4 bis 5
mal mehr als ein Yak.


Ein Händler kaufte sie für mich von deutschen Wildgehegen und
Zoos.


Dann habe ich privatisiert. Ich bin gerne spazierengegangen vor allem
entlang der Reuss. Ich habe viel gelesen und gemalt. Ich konnte mir das
leisten, weil ich von den Elten etwas Geld geerbt hatte. Und dann war
der erste WK angesagt. Das lag klar nicht mehr drin. Da bin ich halt mit
einem Freund ins Ausland. 1986/87 waren wir 13 Monate lang unterwegs:
auf dem Landweg nach Indien inklusive Tibet und Nepal. Dann flogen wir
nach Thailand und auf die Philippinen.Dort trennten wir uns nach 8 Monaten.
Ich reiste weiter via Indonesien nach Australien. Da wurde ich dann krank.
Irgend ein Polypen-Zeugs. Nach einem Vierteljahr Kuraufenthalt in der
Schweiz ging's aber wieder los: Agypten, Sudan, dann wieder Agypten, und
diesmal mit dem Velo von Assuan nach Kairo. Dann nahm ich s'Radl im Flugzeug
in den Jemen. Dort nochmals eine Velotour. Dann habe ich das Ding verschenkt
und bin wieder nach Pakistan geflogen. In Nepal erwischte es mich auf
3000 Meter Höhe mit der Gelbsucht. Da musste ich halt wieder heim.


Tibet hat bis jetzt in deinem kurzen Reiseschrieb kaum Erwähnung
gefunden. Das erstaunt. Schliesslich umgibst du dich hier nicht nur mit
Yaks, sondern auch mit Gebetsfahnen und weiterem buddhistischem Zubehör.

Tibet ist mir schon am intensivsten eingefahren. Ich machte aber auch
handfeste übersinnliche Erfahrungen: Einmal war ich morgens schlecht
drauf, dann ging ich mit ein paar Leuten um einen Tempel rum und war darauf
gleich wieder voll dabei. Das hat mich richtig aufgeladen! Da kam etwas
rüber und zwar so, wie ich das noch in keiner Kirche erlebt hatte.
Da begann mich das halt zu inter-essieren. Später lernte ich dann
auch in der Schweiz lebende Tibeter kennen.


Eingebung bei den Yaks, übersinnliche Erfahrung beim Tempel-Umgang:
Warst du auf spiritueller Suche?

Ja, ja, auf jeden Fall!


Gute Frage. Erstmal wollte ich einfach weg. Weg von der hiesigen Bürokratie
und der Militär-Kacke. Ich hatte mich früher schon mit den Indianern
Nordamerikas befasst, und unterwegs hatte ich den Koran im Gepäck.
Mich interessierte so Zeugs halt, und ich wollte etwas tiefer gehen. Die
erste Reise war vor allem eine spirituelle Suche.


Sagen wir's mal so: Ich kam ein Stück weiter, wurde aber nicht wirklich
fündig. Vielleicht nehmen wir hier das ganze religiöse Zeugs
ein bisschen zu ernst. Man muss das locker angehen.


Bist du als Junger Rucksackrei-sender auf dem Dach der Welt vielleicht
auch einem jugendli-chen Romantizismus zum Opfer gefallen?

Anfänglich sicher. Diese Suche nach dem Paradies, dem Shan-gri-la,
dem Reinen: Das steckt doch in uns allen.


von dieser romantischen Sinn-Suche?

Für mich ist der tibetische Budd-hismus ein möglicher Weg. Aber
ich bin auch für andere Wege offen. Eigentlich bin ich überzeugt,
dass es für den reinen Glauben weder Kirchen noch Tempel, weder Kreuze
noch Gebetsfahnen braucht. Aber mir gefällt das Zeug einfach. Es
gibt mir ein gutes Feeling.


Ja klar! Mehr als das: Ich weiss um die Reinkarnation.


Also irgendwie ist es ja schon nicht ganz normal, dass ich mich mit diesen
Viechern und Fahnen umgebe. Ich bin überzeugt, dass ich im letzten
Leben ein Tibeter war. Und dass ich in der Schweiz wiedergeboren wurde,
hat auch einen Sinn.


Yaks auf die Alpen zu stellen und spirituelle Werte zu verbreiten. Aber
dieser Tibet-Trip geht dann vielleicht auch mal zu Ende. Dann lasse ich
die Gebetsfahnen und vielleicht sogar die Yaks zurück. Ich war mal
auf dem Weg, Buddhist zu werden. Aber es fiel mir beispielsweise einfach
schwer, eine Gottheit anzurufen, die mir fremd ist. Ich konnte sie bloss
mit dem Verstand wahrnehmen, aber nicht mit dem Herzen. Und gerade das
wäre entscheidend.


Deine Alp ist von einem budd-histischen Würdenträger einge-segnet
worden. Damals schien dir das noch sehr ernst zu sein. Ich musste das
tun. Nenn' es eine Vision, einen Auftrag oder was auch immer.


Ja, das war einfach in mir drinnen. Da hiess es einfach: Du sollst das
so machen. Und dann mache ich das halt.


Diese ganzen religiösen Geschichten, stimmen die auch im Rückblick
noch für dich?

Ja, eigentlich schon. Früher hatte ich auch mal Moslem werden wollen.
Aber da passte mir der Umgang mit den Frauen nicht. Im Islam, im Christentum
und wohl auch im Buddhismus gibt's riesige Unterschiede zwischen Theorie
und Praxis, zwischen Anspruch und Wirklichkeit.


Und da hast du dich als Konse-quenz von den institutionalisier-ten Religionen
Iosgesagt?

Im Geiste schon. Auf dem Papier bin ich nach wie vor katholisch.


In unserem Kulturkreis gehört die Kirche halt schon noch dazu. Es
wäre wohl schlimmer, wenn's gar keine Kirche mehr gäbe. Es gibt
da ja auch gute Kräfte, wie zum Beispiel unser Dorfpfarrer hier.
Der war sofort einverstanden, als ich ihn bot, mit einem buddhistischen
Mönch meine Alp einzusegnen.


Du bist vor rund zehn Jahren einen Monat lang in Tibet gewesen, und dieser
kurze Aufenthalt hat dein Leben bis heute nachhaltig beeinflusst Hast
du eigentlich keine Lust, wieder mal zurückzukehren?

Momentan habe ich keinen Bock, überhaupt von hier fortzugehen. Meine
Umstände lassen das auch gar nicht zu. Zudem fühle ich mich
wohl hier oben.


Wie bist du eigentlich auf der Suche nach deinem Kleintibet gerade am
Fusse des "Horu" gelandet?

Klar war, dass es irgendwo in den Bergen sein musste. In der "Tierwelt"
hat es jeweils solche Anzeigen.


Ja, da werden in den Kleinanzeigen Tiere, Waffen, Güllenpumpen und
Bauernhöfe zum Kauf angeboten. Einige Alpen habe ich mir darauf angesehen,
aber da machte nichts wirklich Sinn.


Schwer zu beschreiben. Es klickte einfach nicht. Sowas muss Liebe auf
den ersten Blick sein. Das muss man spüren. 1993 war dann dieses
Bergheimet im Mattertal ausgeschrieben. Für mich war gleich beim
ersten Blick alles klar: Das und nur das konnte es sein.


8. November 2000
Un trekking tibétain en Valais

Une balade exotique dans le Haut-Valais, guidé par un sherpa suisse
et accompagné par des yaks. Une aventure formidable pour Didier
Oppliger, notre spécialiste des sports... freeride! Témoignage.
Par Didier Oppliger

8 novembre 2000


Bienvenue au Roti Flüo, là où le temps semble infini!
Embd, un lieu magique de la vallée de Zermatt où Daniel
Wismer, Haut-Valaisan germanophone, nous attend dans sa Tibet Guest House:
comme à l'extérieur, de carrés de tissu multicolores
sur lesquels sont inscrites des prières bouddhistes. Tashi Deleck!

Daniel a choisi de vivre ici, loin de tout, à une demi-heure à
pied du dernier parking, quasi en ermite; avec la nature pour seule compagne,
au milieu des poules, dindons, et autres... yaks! Son troupeau comprend
quarante-deux bêtes, qu'il connaît chacune par son nom. Voici
justement Raja, Norbu et Dhakpa qui se laissent docilement harnacher pour
nous accompagner dans un trek d'un jour, guidés par notre sherpa
national.

«Aiiillah», un grand cri doublé par son écho
donne l'ordre au troupeau d'avancer. Nous voilà partis pour deux
bonnes heures de marche avant la raclette de midi.

Pas à pas, l'horizon s'ouvre devant nous, dans un festival de couleurs
automnales. Et là-haut, tout là-haut, l'aigle royal plane,
majestueux, comme s'il veillait sur nous.

A 12 h 30, pause à l'alpage du coin. Il paraît qu'ils font
les meilleurs raclettes de la région. En tout cas, on l'aura bien
mérité. Le trek n'est pas difficile, mais ça creuse!
Nous vidons nos assiettes pendant que les yaks, eux, finissent de vider
la fontaine à laquelle ils sont attachés. «Beautiful
Dans notre petit groupe, toutes les langues expriment le même sentiment.
Une leçon de vie pour tous ceux pris par le stress du quotidien.


Combien d'entre nous ont rêvé un jour de se construire leur
propre monde? Daniel l'a fait... mais pour le partager avec vous! Il a
su mettre en harmonie les coutumes tibétaines avec le décor
des montagnes alpines... Chapeau!


027/952 14 22.

Prix: trekking 50 fr. par personne (sans repas de midi).

Nuit avec sac de couchage: 25 fr. (locaux aménagés, tout
le confort).

die Rotfluh" im LID Archiv


LID Mediendienst


Für den Yak ist der westlichste Ausläufer des Himalaja die
Rotfluh


Der Walliser Bergbauer Daniel Wismer trotzt mit seinen Yaks den schwierigen
Zeiten in der Schweizer Landwirtschaft.


Die Szene könnte aus einem tibetischen Reiseprospekt stammen: Am
steilen Berghang kleben 26 Yaks, zottige, schwarze Fellhaufen mit riesigen
Hörnern, die urtümliche, schnarrende Laute von sich geben. Im
Hintergrund die schneebedeckten Berge: an Stelle von Mount Everest und
K2 sind es Matterhorn und Weisshorn. 26 tibetische Gebetsfahnen hängen
vor dem Haus, für jedes neue Yak auf der Rotfluh wird eine neue Flagge
über dem Tal flattern. Bergbauer Daniel Wismer lehnt sich über
die Heugabel und ruft seine Tiere. Mit ihrem breiten, kräftigen Körper,
den bis zu einem Meter langen, gebogenen Hörnern und der zottigen
Mähne, die teilweise bis auf den Boden reicht, wirken die Tiere wie
Zeugen aus längst vergangenen Zeiten.


Yaks stammen ursprünglich aus dem zentralasiatischen Hochgebirge.
In ihrem Ursprungsgebiet bevölkern sie Hochebenen zwischen 4’000
und 6’000 Metern über Meer. "Das ist die Zukunft für
die Schweiz", sagt Wismer: "Eine extensive Landwirtschaft mit
Tieren, die bis hinauf zur Schneegrenze gehen, die keinen Stall brauchen.
Und noch nie ist ein Yak an BSE erkrankt".


Die Reise zu Wismers Bergbetrieb führt durch den Lötschberg
nach Brig und ins Mattertal Richtung Zermatt. Nach Embd soll ich, mit
Umsteigen in Kalpetran, hat mir der Bauer am Telefon erklärt. Als
einziger Fahrgast verlasse ich in Kalpetran das mit Touristen vollgepferchte
Bähnlein. Etwas hilflos suche ich nach einem Bus nach Embd, bis ich
endlich oberhalb der Gleise die Luftseilbahn entdecke. Die Station ist
nicht bedient, aber nach einem Anruf zum Seilbähnler in der Bergstation
kann ich einsteigen. "Unerchant" steil geht’s rauf, über
Matten und schroffe Felsen. Oben in dem 355-Seelen-Dorf Embd frage ich
den Seilbähnler nach "dem mit den Yaks". Ein fussbreiter,
stotziger Pfad führt hoch übers Mattertal zu Wismer hinauf.
Hier muss man die Hühner beschlagen, sagt der Volksmund. Eine halbe
Stunde später bin ich auf der Rotfluh, auf 1’600 Metern über
Meer, Bergzone IV.


26 Yaks, einige Hühner und ein tibetischer Hirtenhund bilden die
Rotfluh-Crew auf dem 19-Hektaren-Biobetrieb. Der 33jährige Daniel
Wismer lebt normalerweise allein hier, von Staats- und Kantonsgeldern
für die Landschaftspflege und von der Zucht. Zurzeit allerdings hat
er zwei Feriengäste, und seit einigen Wochen ist der Yakpa da. "Ein
echter nepalesischer Yakhirte ist das", erklärt Wismer stolz.
"Gesponsort" wird der Lehrmeister, der zur Vertiefung der Yak-Haltung
beitragen soll, vom Reiseveranstalter Tibet Culture & Trekking Tour.


Das Unternehmen attestiert dem Schweizer Bergbauern "kulturelles
"Wir sind überzeugt, dass das Projekt Yaks in den Alpen volle
Unterstützung verdient", steht in der Kooperationsvereinbarung
in Wismers rotem Ordner.


Einige Yaks gewöhnt er nun mit dem Yakpa als Trek-kingtiere ein.
Vorsichtig nähert er sich einem jungen Bullen und schlingt das Seil
um seine Hörner. "Bei Yakbullen ist Respekt die Lebensversicherung."
Während Wismer das Tier festhält, befestigt der Yakpa den Sattel
auf dem breiten Rücken und belohnt das Tier mit Brot und Salz. Schon
im nächsten Jahr will Wismer mit Touristen unter-wegs sein, über
den 2700 Meter hohen Pass ins Turtmanntal zum Beispiel. Der Agrotourismus
soll zum wichtigsten Standbein werden auf der Rotfluh. "Es geht jeden
Tag besser mit den Sätteln", meint der Bergbauer und streicht
lj. Daniel Wismer finanziert die Rotfluh zurzeit vor allem mit Staats-
und Kantonssubventionen. Für die Landschaftspflege erhält er
rund 40’000 Franken im Jahr. Bei verschiedenen Institutionen ist
er mit knapp 200’000 Franken verschuldet. Zurzeit laufen jährliche
Rückzahlungen in der Höhe von 15’000 Franken. Wismers erklärtes
Ziel ist es, den Berghof bis in zehn Jahren in die Subventionsunabhängigkeit
zu führen und schuldenfrei zu machen. Der Weg dazu: Tiere züchten
und verkaufen, Spezialitäten herstellen und als wichtigstes Standbein
der Agrotourismus.


Der Preis einer erwachsenen Yakkuh entspricht heute etwa dem eines Schottischen
Hochlandrindes. 4’000 bis 6’000 Franken gedenkt Wismer zu lösen,
viel mehr als für einheimische Tiere bezahlt wird. Jungtiere will
er nicht unter 2’500 Franken verkaufen. Um Abnehmer braucht sich
der Bergbauer keine Sorgen zu machen. Für das laufende Jahr hat er
bereits die ganze Produktion weg, obwohl noch nicht einmal alle Tiere
geboren sind. Später möchte Wismer Käse produzieren und
Fleisch, bereits ist ein tibetisches Restaurant in Zürich an der
gesamten zukünftigen Yakfleischproduktion interessiert und möchte
den Bauern langfristig vertraglich binden. Auch gibt es bereits Reservationen
für Felle, Wolle und Hörner. In Arbeit oder zumindest geplant
sind im weiteren Postkarten mit Yaksujet, ein tibetischer Lehrpfad und
ein Heilkräuterlehrweg, Tibet-Weekends und vieles mehr. Ferner sollen
Tiere als Landschaftspfleger vermietet werden: Eine Hektare sauber abweiden
für 100 bis 200 Franken. m


1986 geschah es, als Dani Wismer auf einer Reise in Tibet plötzlich
erkannte, dass seine Zukunft mit den Yaks war. "Wie eine Eingebung
war’s, ich spürte, dass die Tiere mein Auftrag sind," philosophiert
der gebürtige Zuger. Er kehrte in die Schweiz zurück und begann
die lange Suche nach einem geeigneten Flecken Land. Auf der Rotfluh wurde
er fündig. Seit zehn Jahren war der grösste Teil der Alp nicht
mehr bewirtschaftet worden. Wer wollte schon freiwillig hier hinauf, letztes
Grün vor dem Gebirge, es war kein Auskommen. Noch einmal vergingen
Jahre, bis Dani Wismer die ersten Yaks bei sich begrüssen durfte.
Er hat hart um eine Einfuhrbewilligung kämpfen müssen. "In
der einen Ecke der Arena war ich, in der andern Bundesämter und Einfuhrbehörden",
meint Wismer heute dazu.


1995 war es endlich soweit, die ersten beiden Yaks kamen aus deutschen
Zoos per Lastwagen ins Mattertal. "Am Anfang waren die Dorfbewohner
schon sehr skeptisch", erinnert sich der Bauer. Die Tiere gäben
keine Milch und kein Fleisch und seien für nichts nütze, habe
es geheissen. Mittlerweile haben sich die Leute aber an den eigenwilligen
Nachbarn mit den exotischen Tieren gewöhnt. Im November 95 wurden
zwei weitere Tiere importiert, im Mai 96 deren sechs, die vorläufig
letzten 14 Tiere kamen im vergangenen Dezember. Innert kurzer Zeit hätten
sie sich an die neue Umgebung am Embderberg gewöhnt, "sogar
das 21jährige Zirkusyak ist wieder stierig geworden", berichtet
der Bergbauer stolz.


Der grösste Vorteil der Yaks ist ihre Anspruchslosigkeit, sie unterscheidet
die Tiere von allen andern domestizierten Rindern. Yaks bleiben im Sommer
und Winter im Freien. Vergandete Wiesen sind das beste Futter für
sie. "Fünf grosse Yaks fressen etwa soviel wie eine Kuh",
weiss Dani Wismer. Im Winter 95/96 brauchte er sie nur an 25 Tagen mit
Heu zu füttern. Dabei spielte es keine Rolle, wenn das Heu auch mal
verregnet wurde. "Meine 26 Yaks machen mir weniger Arbeit als die
zwei Kühe, die ich früher hatte." Kühe rentierten
schlecht hier oben. "Da braucht es Tiere, die am liebsten dauernd
draussen stehen und dennoch die Weiden nicht zertrampeln, so dass der
ganze Hang ins Tobel rutscht", lacht er - so laut, dass die Hühner
um die Ecke flüchten.


Woher er denn die Kenntnisse habe für die Yak-Haltung, frage ich.
"Ja gefühlsmässig halt, einiges habe ich auch vom letzten
Leben noch hinübergerettet." Tibeter sei er gewesen, stellt
er klar, wahrscheinlich umgekommen durch eine chinesische Kugel im Aufstand
von 1959.


Wir gehen in die Küche, der Bergbauer legt den roten Bundesordner
mit der Korrespondenz auf den Tisch. "Daniel Wismer aus Embd, Wallis,
setzt neue Akzente in der Berglandwirtschaft", diktiert er. Es sei
sein Verdienst, dass Yaks heute in der ganzen Schweiz subventionsberechtigt
sind, sagt er und zeigt mir das entsprechende Schreiben aus Bern. Viele
profitieren allerdings noch nicht davon. "Yaks gibt’s noch einige
wenige in Graubünden, im Tessin und bei Vevey", weiss der Bauer.
Auch der Expeditionsarzt des Alpinisten Reinhold Messner soll in Zürich
noch eines haben, aber sicher ist Wismer nicht.


Für die Schweizer Landwirtschaft sieht er schlechte Zeiten voraus.
Einige Grossbauern im Mittelland werde es noch geben und daneben solche
wie ihn. "Und wenn die EU kommt, wird die unabhängige Republik
Rotfluh ausgerufen", sagt Wismer und droht mit dem Ordner. "Noch
mehr Agroindustrie, noch mehr Verbote und noch mehr Formulare." 70
EU-Bauern würden gleichviel Milch produzieren wie 1’800 in der
Schweiz, weiss Wismer. "Wenn das so weitergeht, sind die Yaks schwer
am Kommen. Kein Milchsee, keine Butter- und Fleischberge, kein Stallsystem,
kein Anbindesystem, keine Probleme mit Mist und Gülle." Wismer
verschränkt die Arme hinter dem Kopf: "In zwanzig Jahren werden
in den Schweizer Bergen mehr Yaks leben als Kühe, da bin ich überzeugt."
lj. Der Grossteil der weltweit 15 Millionen Yaks lebt in China und in
der Mongolei, grosse Bestände gibt es auch in der ehemaligen Sowjetunion,
in Nepal, Bhutan und in Indien. Seit 4’000 Jahren sichert der Yak
den Bergnomaden die Lebensgrundlage. Das asiatische Hochland zwischen
Mongolei und Tibet erstreckt sich in Höhen bis zu 6000 Meter. Mit
täglichen Temperaturdifferenzen bis zu 50 Grad gehört die Landschaft
zu den klimatisch extremsten Weltgegenden. Stundenlang in eisigen Gebirgsflüssen
zu stehen, macht den Yaks nichts aus, schützt sie doch ihre bis zu
11 mm dicke Lederhaut - doppelt so dick wie jene des europäischen
Hausrinds. Dank ihrer Gebirgstauglichkeit kann eine Fläche von 1,4
Millionen km2 genutzt werden, die sonst brachliegen würde.


Der Yak ist in der Regel kleiner als andere Rinder. Das Gewicht einer
Kuh beträgt zwischen 200 und 300 Kilogramm, jenes eines Bullen zwischen
300 und 600 Kilogramm. Die Yakzucht gilt als die energiesparendste, ressourcenschonendste
und ökonomischste Art, Fleisch zu produzieren; gegenüber Rindfleisch
soll die Produktion zwei- bis fünfmal billiger sein. Yakfleisch enthält
mehr Protein und weniger Fett als das Fleisch anderer Säugetiere.
Die Milchleistung variiert je nach Haltung und Fütterung. In Höhenlagen
liegt sie bei rund zwei Litern pro Tag. Allerdings liegt der Fett- (rund
7 Prozent) und Eiweissgehalt (rund 5,5 Prozent) deutlich höher als
in der Kuhmilch. Yakhäute werden für die Lederherstellung verwendet.
Ferner werden das mehrschichtige, dichte Haarkleid - der Yak verfügt
als einzige Rinderart darüber - sowie Hörner und Kot genutzt.
Getrocknete Yakfladen besitzen einen hohen Brennwert und entwickeln wenig
Rauch. Aus dem Russ bereiten die Mönche Tinte und verwenden sie in
ihren Klöstern. Das Robusttier wird aber nicht nur wegen seiner Produkte
geschätzt, sondern auch als unter den extremen Verhältnissen
unentbehrliches Reit- und Lasttier.


Yaks: Die Schneeland-Rinder im Spick Archiv


"Wenn die Yaks sterben, sterben auch die Menschen." Tatsächlich
gibt es in den entlegenen Gebieten des Hochlandes kaum Überlebensmöglichkeiten
ohne die Tiere. Die Nomaden nennen die Yaks deshalb Nor; das bedeutet
Juwel.Yaks - die Rinder aus dem Schneeland

Text: Christian Schmidt


Karg, baumlos und viermal so gross wie Deutschland ist die Heimat der
Yaks. In dem riesigen Gebiet wäre ohne diese Rinder keine Landwirtschaft
möglich.Denn viel zu unwirtlich sind die Bedingungen für Ackerbau
und übliche Viehzucht. In diesen klimatisch strengsten Weltgegenden,
auf Höhen bis 6600 Meter, können nur ganz wenige Tierarten überleben,
Darunter die Yaks.

Eine besonders grosse Luftröhre erlaut es ihnen, in der dünnen
Luft genug Sauerstoff aufzunehmen. Der Kälte wiederstehen sie, weil
sie eine elf Millimeter dicke Lederhaut haben, sie ist doppelt so dick
wie bei unseren Kühen. Auf dieser dicken Haut tragen sie ein Fell
mit dichter, feiner Unterwolle, die eine perfekte Isolationsschicht bildet.
Ihre empfindlichste Stelle, den Bauch mit den inneren Organen, schützen
lange Haare, die wie ein Vorhang zwischen den Vorder- und Hinterbeinen
herabhängen. Werden die Tiere von einem Wintersturm überrascht,
bleiben sie stehen und lassen sich einschneien, bis sie kaum mehr zu sehen
sind.


Die karge Nahrung dieser Höhen genügt den Yaks. Gras wächst
nur in der kurzen Sommerzeit; während sieben bis acht Monaten im
Jahr fressen die Tiere Moose und abgestorbene Kräuter. Mit ihrem
ausgeprägten Geruchssinn und den harten Hufen gelingt es ihnen, die
Nahrung unter einer hohen Schneedecke zu finden und hervorzukratzen. Weil
das Gras aber nur ein paar Zentimeter lang wird, vermögen die Yaks
nur drei Gramm pro Biss aufzunehmen. Zehn Stunden pro Tag weiden sie!

Die Yaks gehören zur Art der Rinder. Ihr wissenschaftlicher Name
lautet "bos grunniens", was auf Deutsch Grunzochse heisst. Tatsächlich
geben Yaks Geräusche von sich, als drehe man einen Spielzeugbären
vom Bauch auf den Rücken. Die wilden Yaks haben lange, braunschwarze
Haare und mächtige Hörner; an der Schulter messen sie bis zwei
Meter, und die Bullen werden bis tausend Kilo schwer. Sie können
gefährlich werden. Die gezähmten Yaks dagegen erinnern eher
an Hausrinder. Das liegt nahe, denn sie werden mit ihnen gekreuzt. Aber
auch sie bleiben ungestüm und sehr eingenwillig. Ihr Fell ist nicht
einheitlich dunkel, sondern gefleckt, manchmal auch braun, rot oder sogar
weiss. Weisse Yaks gelten als heilig. Der Dalai Lama, das geistige und
politische Oberhaupt der Tibeter und Tibeterinnen, reitet bei besonderen
Festen auf einem weissen Yak.

Perfekte Nutztiere

Die Yaks werden als die "Kokosnuss der Tierwelt" bezeichnet.
Das ist nicht abschätzig gemeint, im Gegenteil. Sämtliche Bestandteile
der Kokosnuss - Fasern, Schale, Fleisch und Milch - lassen sich nutzen;
ebenso verhält es sich mit den Yaks. Sie sind die perfekten Nutztiere.

In den frühen Morgenstunden melken die Frauen die Yakkühe. Die
Milch, auf Tibetisch O-ma genannt, verarbeiten sie zu Käse und Butter.
Ein Teil des Käses - Chura - trocknet an der Luft zu steinharten
Briketts, die jahrelang haltbar sind. Die übrig bleibende Molke kochen
die Frauen zu einem festen Brei ein - Döja - und verwenden ihn als
eine Art Schminke. Die Yakbutter - Mar - wird in den Tee gemischt, sie
dient aber auch als Brennstoff für Lampen in Klöstern, als Haaröl
und zur Behandlung roher Yakhäute.

ImFrühjahr kämmen die Frauen die feinen Wollhaare aus dem Fell
der Yaks, verspinnen sie zu Garn und stellen daraus Decken, Säcke,
Seile und Riemen her. Die groben Wollhaare - Tsipa - werden geschoren
und zu hochwertigen Filzmänteln verarbeitet. Auch ihre Zelte bauen
die Nomanden aus Yakhaar. Die Zelte sind so dunkel wie die Wolle, und
aufgrund des natürlichen Fettgehaltes der Haare schützen sie
sehr gut vor Wind und Nässe. Der Mist der Tiere - Chowa - wird eingesammelt
und in getrocknetem Zustand als Brennstoff verwendet. Es ist die einzige
Energiequelle in dieser Höhe. Sogar der Russ, der aus dem Yakmist
entsteht und sich in den Zelten niederschlägt, wird verwendet: Er
dient als Tinte. Das Schlachten der Tiere ist Männersache. Es erfolgt
Anfang Winter, wenn die Temperaturen bereits weit unter dem Gefrierpunkt
liegen. Von der Natur gefroren und getrocnet, bleibt das Fleisch - Sha
- bis ins nächste Frühjahr haltbar.

Stiefel; manchmal werden sie zudem für den Bau von Kanus verwendet.
Die Schwänze, buschig wie Pferdeschweife, dienen als Fliegenwedel
und werden bis nach Indien exportiert. Aus den Knochen werden Musikinstrumente
oder schmuckstücke geschnitzt.


Jeweils im Frühjahr kommen die Yaks als Lasttiere zum Einsatz. Dann
brechen die Nomaden - aber nur Männer! - zu den entfernten Salzseeen
auf. Dort wird die Salzkruste mit Yakhörnern aufgebrochen und in
Taschen aus Yakwolle abgefüllt. Jedes Tier trägt hundertfünfzig
Kilo. Nur drei bis vier Kilometer pro Stunde legen sie zurück, aber
sie lassen sich durch nichts aufhalten. Durch eiskalte Gebirgsflüsse
schwimmen sie, über die höchsten Pässe und über die
schmalsten Gebirgspfade tragen sie ihre Last. Hunderte von Kilometern
legen sie zurück bis zu den Handelsorten. Ohne diesen Transport könnten
die Nomaden kaum überleben: Seit Menschengedenken tauschen sie Salz
gegen Gerste, ihre tägliches Nahrungsmittel.


Auch in Tibet kommen immer mehr moderne technische Hilfsmittel zum Einsatz.
Heute fahren auch Lastwagen zu den Salzseen. Die Nomanden verlieren dadurch
Arbeit und Einkommen, und sie brauchen die Yaks nicht mehr als Lasttiere.
Es ist aber nicht zu befürchten, dass die gezähmten Yaks aussterben:
In Tibet leben rund 4.4 Millionen Tiere, das entspricht etwa einem Drittel
des Weltbestandes. Stark gefährdet sind jedoch die Wildyaks. Sie,
die in den entlegensten Hochgebieten leben, wurden sehr lange gejagt.
Obwohl die Tiere inzwischen geschützt sind, nimmt die Zahl der Wildyaks
kaum zu. Laut dem World Conservation Monitoring Centre, einer weltweit
tätigen Überwachungsstelle für bedrohte Tierarten, soll
es in Tibet nur noch einige wenige hundert wilde Yaks geben.


Als die Frühlingssonne im März 1996 den Schnee schmolz, enthüllte
sie eine Katastrophe: Auf einer Fläche, so gross wie die Schweiz,
lagen im tibetischen Hochland tote Yaks. Wie viele Tiere umgekommenb waren,
konnte nie genau ermittelt werden. Jon Aldridge, in London für die
Tibet Foundation tätig, spricht von insgesamt über 800 000 Kadavern
- Yaks, Ziegen und Schafe. Davon dürften ein gutes Drittel Yaks gewesen
sein.

Was war geschehen? Bereits im frühen Herbst 1995 war ausserordentlich
viel Schnee gefallen, er fiel endlos weiter, und das Thermometer sank
bis minus 47 Grad. Doch der härteste Winter seit hundert Jahren allein
hätte den Yaks nicht so zusetzen können. Jon Aldridge: "In
den vergangenen Jahrzenten ist im tibetischen Hochland der Bestand eines
rattenähnlichen Nagetiers, Abra genannt, geradezu explodiert. Die
Abras fressenGraswurzeln, das Gras stirbt." Viel weniger Nahrung
als in anderen Jahren stand zur Verfgung. Und das war verheerend für
die Yaks und die Leute, die von den Yaks leben. Die Zahl der Yaks nimmt
langsam wieder zu. Doch von den 20 000 Nomanden, die ihr Hab und Gut verloren
haben, müssen weiterhin viele von der Hand in den Mund leben. Der
Verlust dr Tierehat sie um ihre Existenz und Zukunft gebracht. Denn eine
andere Verdienstquelle als die Yaks gibt es in der abgelegenen Provinzen
Tibets nicht.


Eines Tages habe er eine Vision gehabt, sagt Daniel Wismer, und zwar mitten
auf dem Durbar-Platz in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. "Plötzlich
habe ich gewusst, was ich mit meinem Leben tun soll." Nein, nicht
mehr länger Forstwart wollte er sein, nein, auch nicht mehr irgendwo
jobben. "Es war eine Eingebung." Die Eingebung hiess: Yaks -
einen Bauernbetrieb mit Yaks aufbauen.

Das war vor vierzehn Jahren. Heute lebt Daniel auf der Rotfluh, einem
Walliser Bergheimet hoch am Hang über dem Mattertal. Lange bevor
er hier hinauf kam, hatte die letzten Bauern die beiden sonnenverbrannten
Häuschen aufgegeben. Niemand wollte freiwillig diese karge Gegend
bewirtschaften. Niemand ausser Wismer. Wenn er jetzt nachts aufwacht,
hört er die Yaks herumstapfen und grunzen. 46 Stück besitzt
Warum Yaks ? "Die einheimischen Rassen passen mir nicht", sagt
Daniel. Überzüchtet seien sie, mit viel zu grossen Eutern, krank
und abhängig von Antibiotika. Ganz anders die Yaks. "Sie tragen
noch die Handschrift der Natur!" Yaks geben so viel Milch, wie ihre
Kälber trinken, ein bis zwei Liter pro Tag. Sie haben so viel Fleisch,wie
sie für ihre Muskelapparat brauchen, und sie brauchen kein teures
Kraftfutter. - "Das ist die Zukunft für die Tierhaltung in den
Alpen", sagt der 36-jähreige Bergbauer und fügt hinzu:
"Noch nie ist ein Yak an Rinderwahnsinn erkrankt!"

Wismer liebt seine Tiere. Wenn er ein paar Minuten freie Zeit findet,geht
er af die Weide und schaut ihnen zu. Nur schauen. Er will die Fremdlinge
aus Tibet verstehen lernen. Und immer hat er ein Stück trockenes
Brot in der Tasche. Sein jüngster Yak, ein Stierkalb mit tiefschwarzem
Fell, krigt es. Er liegt am steilen Hang in der Herbstsonne, mitten in
der Herde. Das Kalb frisst aus der Hand. Wismer ist stolz auf den Nachwuchs.
Welches Glück! Er gräbt die Hände tief in die Wolle. Dann
steigt er wieder hinauf zu seinem Haus, wo tibetische Gebetsfahnen flattern.
Daniel Wismer, der seinen dunkelblonden Rossschwanz mit Stolz trägt
und am liebsten Heavymetal-Musik hört, geht seinem neuen Leben mit
Überzeugung nach.


Noch kann der Bergbauer nicht von den Yaks leben. Er verkauft zwar Jungtiere
an Bauern, die es auch mit den Rindern aus dem asiatischen Hochland versuchen
wollen, und bald soll das Geschäft mit Yakfleisch geginnen. Aber
der Verdienst reicht nicht. Deshalb bietet Daniel Yak-Trekking an. In
seinem neu ausgebauten Hof nimmt er Gäste auf und zieht mit ihnen
und den Tieren durch die Landschaft. Da kommen Touristen, aber auch Manager
von grossen Industriefirmen und Gemeinderäte aus dem Unterland. Echte
tietischeTragsättel legt Daniel Wismer den Tieren dann auf. "Das
ist wie im Himalaja!" Berge, Schnee, Yaks. Das Matterhorn wird zum
Mount Everest, das Wallis zum Tibet!


18. November 2000

High and Mighty by Madeleine Brindley

The Swiss Alps are without a doubt one of Europe's natural wonders. But
when you're clinging to the side of a mountain by your finger tips 2,500
metres above the valley floor they look a little scary to Madeleine Brindley


and

mighty

As the early morning mist revealed the majestic Reidglacier my first morning
in Switzerland dawned to the clanking of cowbells and the distinctive
sound of a hungry yak.

Switzerland is skiing country But in the height of August a raft of flowers
fill the mountainside with colour and hikers pound the forgotten ski slopes.

A threehour train ride away from the hustle and bustle of Geneva Airport
and Lausanne lies the untouched Valais or Wallis region a little slice
of Heidi in the mountains.

Small streams of iceGold pure water trickle their way down the face of
the mountains as the glaciers melt under the burning summer sun guiding
nie towards three days of intensive hiking.

Mountain walking comes as a shock to legs which are usually accustomed
to nothing more strenuous than a gentle stroll. Even easy mountain paths
up to the stunning panorama at the top of the Moosalp left my tired body
crying out for home comforts.

But as 1 shared a glass of Valais wine, grown in the highest vineyard
in the region, and looked out over the peaks of the Augstbordhorn, Signalhorn
and the giant 3,000metreplus snowcapped peaks in the distance, there was
nowhere eise 1 would rather have been.

The Moosalp was my first taste of life in the mountains and as 1 headed
for Roti Flüe home of the yaks and the enigmatic DanielI was looking
forward to spending a night an the Alps.

Then 1 experienced my first Gable Gar ride.

Cable Cars scare the living daylights out of me, but faced with a long
steep hike up to Roti Flüe from the village of Embd, I decided to
do as the Swiss do.

To call it a cable Gar is perhaps an exaggeration a wooden box which creaked
as we made our slow progress up the mountain is perhaps a more accurate
description.

But the ride was worth it as narrow dirt tracks led us to remote Roti
Flüe and the Tibetanstyle yak farm.

The sound of bells around the yaks' necks and the Tibetan flags flapping
in the cool

evening breeze not to mention a wellearned beer sent me to sleep in a
comfortable but basic dormitory

I had intended to go yak trekking in the morning with an authentic sherpa.
Instead we hiked to the yaks following 100yearold wooden water pipes which
channelfresh glacier water to the many farms scattered across the mountainside.

Yak trekking is becoming a major attraction in the Valais and my host
Daniel is something of a pinup in the Swiss and German media. He regularly
takes guided tours high into the mountains and is fascinated by the gentle
beasts which provide him with a living.

The slow path took us back to the wooden box cable Gar station and a small
church which provided welcome relief from the burning sun and soaring
temperatures.

High above us, isolated wooden farm huts and the rocky mountain pass leading
to the next range beckoned.

Roti Flüe may be one of the most unusual and interesting places fve
ever experienced but across the valley 1,619 metres above sea level lies
the historic town of Grächen and the start of the 31kilometre Europa
träck to Zermatt along the mountainous skyline.

Staff at the threeStar Hotel Alpina looked at me in amazement when I told
them I would be in Zermatt by nightfall. They warned me it was a gruelling
twoday hike and packed extra drinks with my lunch.

Three hours later and I was looking longingly back across the valley at
the grassy slbpes above Roti Flüe as I struggled through the tree
line, along the river glacier and up very steep rocky paths to breach
the Grat and the start of the Skyline hike.

Anita, my guide from the tourist office, was


annoyingly fit and fall of good advice to take Small steps as I huffed
and puffed my way to the lunch stop an the Grat.

I tiptoed my way across huge sections of track made up of little more
than fragments of past rock falls; grabbed hold of ropes attached to the
mountainside as the paths faded; clung onto huge boulders with my fingertips
and watched pebbles scamper the Jong way to the valley floor below as
we climbed over stones large enough to block a cave.

Scared? I was petrified. But the aweinspiring views of the snowtopped
summits and the looming bulk of the Matterhorn, just visible in the distance,
kept me going. The promise of apricot pie at the Europa Hütte helped
to keep me going too.

The Hotel Derby in Zermatt didn't have a foot spa for my aching feet bat
a hot bath was enough to soothe my weary muscles when I finally reached
my destination, thanks to a taxi.

Zermatt is the feather in the cap of the Valais a truly international
resort where cars are banned.

By day during the summer months, walkers pack the streets and hundreds
of i'estaurante and bars rill the night air with the sounds of the summer
equivalent of apresSki.

My final days were mine to do as I wished and with a twoday cable car
and train pass I intended to make the most of 400km of walking, hiking
and mountain biking tracks.

I joined hordes of. sightseers an the train ride up to the Gorngergrat.
At 3,130 metres there are magnificent views of the Matterhorn, the Monte
Rosa and the Breithorn deep in the heart of yearround snow territory

The Klein Matterhorn was only three cable car rides away from the htitel
and my white knuckles had to be prised off the handrails before I would
step out onto the snow.

My final adventures in Switzerland took me up to Sunnegga an the underground
railway and an to the Gornergorge just outside Zermatt.

The natural gorge channels millions of gallons of freezing water down
into the heart of the town at a frightening pace.

The sound was deafening as the white water crashed into the sides of the
gorge below as I edged across flimsy wooden boards above the abyss my
heart in my mouth.

I'm now a strong believer in doing something that scares you every day
an holiday, anyway.


Return flights to Geneva from Heathrow cost from £120 plus taxes
with Swissair.

A Swiss Pass for unlimited travel by rail, boat and alpine post Buses
costs from £93 for four days First class.

A stay at the Yak Farm at Roti Flüe costs from about £13 for
bed and breakfast. An overnight stay and tour with four yaks starts at
about £90.

One night's halfboard per Person at the Hotel Alpina starts at £23
and goes up to £32. One night's halfboard for a double room at the
Hotel Derby in Zermatt costs between £80 and £107 at current
exchange rates.

For more Information about summen holidays in the Valais contact Switzerland
Tourism an 0207 851 1702


Mind over Matterhorn: Hard work -- and sometimes scary -- but hiking in
the Swiss Alps pays dividends

18. November 2000

High and Mighty by Madeleine Brindley

The Swiss Alps are without a doubt one of Europe's natural wonders. But
when you're clinging to the side of a mountain by your finger tips 2,500
metres above the valley floor they look a little scary to Madeleine Brindley


and

mighty

As the early morning mist revealed the majestic Reidglacier my first morning
in Switzerland dawned to the clanking of cowbells and the distinctive
sound of a hungry yak.

Switzerland is skiing country But in the height of August a raft of flowers
fill the mountainside with colour and hikers pound the forgotten ski slopes.

A threehour train ride away from the hustle and bustle of Geneva Airport
and Lausanne lies the untouched Valais or Wallis region a little slice
of Heidi in the mountains.

Small streams of iceGold pure water trickle their way down the face of
the mountains as the glaciers melt under the burning summer sun guiding
nie towards three days of intensive hiking.

Mountain walking comes as a shock to legs which are usually accustomed
to nothing more strenuous than a gentle stroll. Even easy mountain paths
up to the stunning panorama at the top of the Moosalp left my tired body
crying out for home comforts.

But as 1 shared a glass of Valais wine, grown in the highest vineyard
in the region, and looked out over the peaks of the Augstbordhorn, Signalhorn
and the giant 3,000metreplus snowcapped peaks in the distance, there was
nowhere eise 1 would rather have been.

The Moosalp was my first taste of life in the mountains and as 1 headed
for Roti Flüe home of the yaks and the enigmatic DanielI was looking
forward to spending a night an the Alps.

Then 1 experienced my first Gable Gar ride.

Cable Cars scare the living daylights out of me, but faced with a long
steep hike up to Roti Flüe from the village of Embd, I decided to
do as the Swiss do.

To call it a cable Gar is perhaps an exaggeration a wooden box which creaked
as we made our slow progress up the mountain is perhaps a more accurate
description.

But the ride was worth it as narrow dirt tracks led us to remote Roti
Flüe and the Tibetanstyle yak farm.

The sound of bells around the yaks' necks and the Tibetan flags flapping
in the cool

evening breeze not to mention a wellearned beer sent me to sleep in a
comfortable but basic dormitory

I had intended to go yak trekking in the morning with an authentic sherpa.
Instead we hiked to the yaks following 100yearold wooden water pipes which
channelfresh glacier water to the many farms scattered across the mountainside.

Yak trekking is becoming a major attraction in the Valais and my host
Daniel is something of a pinup in the Swiss and German media. He regularly
takes guided tours high into the mountains and is fascinated by the gentle
beasts which provide him with a living.

The slow path took us back to the wooden box cable Gar station and a small
church which provided welcome relief from the burning sun and soaring
temperatures.

High above us, isolated wooden farm huts and the rocky mountain pass leading
to the next range beckoned.

Roti Flüe may be one of the most unusual and interesting places fve
ever experienced but across the valley 1,619 metres above sea level lies
the historic town of Grächen and the start of the 31kilometre Europa
träck to Zermatt along the mountainous skyline.

Staff at the threeStar Hotel Alpina looked at me in amazement when I told
them I would be in Zermatt by nightfall. They warned me it was a gruelling
twoday hike and packed extra drinks with my lunch.

Three hours later and I was looking longingly back across the valley at
the grassy slbpes above Roti Flüe as I struggled through the tree
line, along the river glacier and up very steep rocky paths to breach
the Grat and the start of the Skyline hike.

Anita, my guide from the tourist office, was


annoyingly fit and fall of good advice to take Small steps as I huffed
and puffed my way to the lunch stop an the Grat.

I tiptoed my way across huge sections of track made up of little more
than fragments of past rock falls; grabbed hold of ropes attached to the
mountainside as the paths faded; clung onto huge boulders with my fingertips
and watched pebbles scamper the Jong way to the valley floor below as
we climbed over stones large enough to block a cave.

Scared? I was petrified. But the aweinspiring views of the snowtopped
summits and the looming bulk of the Matterhorn, just visible in the distance,
kept me going. The promise of apricot pie at the Europa Hütte helped
to keep me going too.

The Hotel Derby in Zermatt didn't have a foot spa for my aching feet bat
a hot bath was enough to soothe my weary muscles when I finally reached
my destination, thanks to a taxi.

Zermatt is the feather in the cap of the Valais a truly international
resort where cars are banned.

By day during the summer months, walkers pack the streets and hundreds
of i'estaurante and bars rill the night air with the sounds of the summer
equivalent of apresSki.

My final days were mine to do as I wished and with a twoday cable car
and train pass I intended to make the most of 400km of walking, hiking
and mountain biking tracks.

I joined hordes of. sightseers an the train ride up to the Gorngergrat.
At 3,130 metres there are magnificent views of the Matterhorn, the Monte
Rosa and the Breithorn deep in the heart of yearround snow territory

The Klein Matterhorn was only three cable car rides away from the htitel
and my white knuckles had to be prised off the handrails before I would
step out onto the snow.

My final adventures in Switzerland took me up to Sunnegga an the underground
railway and an to the Gornergorge just outside Zermatt.

The natural gorge channels millions of gallons of freezing water down
into the heart of the town at a frightening pace.

The sound was deafening as the white water crashed into the sides of the
gorge below as I edged across flimsy wooden boards above the abyss my
heart in my mouth.

I'm now a strong believer in doing something that scares you every day
an holiday, anyway.


Return flights to Geneva from Heathrow cost from £120 plus taxes
with Swissair.

A Swiss Pass for unlimited travel by rail, boat and alpine post Buses
costs from £93 for four days First class.

A stay at the Yak Farm at Roti Flüe costs from about £13 for
bed and breakfast. An overnight stay and tour with four yaks starts at
about £90.

One night's halfboard per Person at the Hotel Alpina starts at £23
and goes up to £32. One night's halfboard for a double room at the
Hotel Derby in Zermatt costs between £80 and £107 at current
exchange rates.

For more Information about summen holidays in the Valais contact Switzerland
Tourism an 0207 851 1702


Mind over Matterhorn: Hard work -- and sometimes scary -- but hiking in
the Swiss Alps pays dividends

Winterfreuden und Kampfeslust auf der Yak Alp

da. In der einen Woche blühen Schneeblumen innen an den Fenstern,
und in der anderen kann man mit dem T-Shirt in der Sonne baden. Der Schnee
liegt nicht hoch, sodass ihn die Yaks wegscharren können, um an das
spärliche Gras zu gelangen. Eigentlich eine Beschreibung, die auf
Tibet zutrifft, doch die Schilderung ist von Dani Wismer von der Yak-Alp
Roti Flüo im Wallis aus den Novembertagen. Mit der stillen Jahreszeit
ist auch das Leben auf der Alp ruhiger geworden. Ringgyal, der tibetische
Nomadenhund, erfreut sich am Schnee, indem er sich auf den Rücken
legt, um den Schneehang hinunterzuschlitteln. Die Yaks sind zufrieden
bis auf den Muni Dawa, der die Leittiere zum Kampf herausfordert. Dawa
hat den Ehrgeiz, die Chefposition in der Yakherde erringen zu wollen,
und es sieht ganz so aus, als ob ihm das eines nicht allzu fernen Tages
gelingen könnte.


Ein Versuch, der Dani eine wesentliche Arbeitserleichterung verschaffen
könnte, erwies sich als vielver- sprechend: Ein Treibhund, der zu
Besuch war, versuchte sich als YakTreiber. Wie zu erwärten war, hatten
die Yaks keinerlei Respekt vor dem Hund und senkten nur die Hörner.
Doch der Hund kannte seine Aufgabe, liess sich nicht einschüchtern
und schaffte es tatsächlich, die Yaks in eine Richtung zu lenken.
Wer weiss, wie durchtrieben die Yaks sind, kann diese Leistung nicht hoch
genug einschätzen. So wird Dani nächstes Jahr einmal einen Schäfer
mit einem Border-Collie einladen, um dieses Experiment zu vertiefen. Warum
Ringgyal diese Arbeit nicht übernimmt? Yaks treiben gehört nicht
zu den Aufgaben eines Nomadenhundes, denn er ist schliesslich der Wachhund.
Und das ist eine Aufgabe, die nicht nur verantwortungsvoll ist, sondern
auch voll auslastet. Zudem hat der stolze Ringgyal einen tiefen Respekt
vor den Yaks. Nun hat der Yak-Bauer auch einmal Zeit für einen Besuch
im Unterland. Kürzlich holte er in Winterthur den 3. Preis des UFA-
Innovations- wettbewerbs (Tierfutterfirma) ab, und im Februar/März
wird er voraussichtlich nach Nepal reisen, um seinen Sherpa-Freund Jigme
zu besuchen, der im Sommer bei ihm arbeitete. Der Betrieb auf der YakAlp
wird von einem Bauern aus dem Zürcher Unterland aufrechterhalten.
Dani, auch so schon um neue Ideen kaum verlegen, wird wahrscheinlich voller
Inspirationen aus der Everest-Region zurückkehren.


Auch im Winter können Sie die Alp individuell besuchen und in einem
restaurierten Haus mit modernem Komfort übernachten. Für Ausflüge
bieten sich das mondäne Zermatt und Grächen an. Doch abends
wird man gerne von den betriebsamen Touristenorten auf die ruhige Alp
zurückkehren. Eine telefonische Anmeldung bei Daniel Wismer ist empfehlenswert
Tel. 027 952 14 22.

Winterfreuden und Kampfeslust auf der Yak Alp

da. In der einen Woche blühen Schneeblumen innen an den Fenstern,
und in der anderen kann man mit dem T-Shirt in der Sonne baden. Der Schnee
liegt nicht hoch, sodass ihn die Yaks wegscharren können, um an das
spärliche Gras zu gelangen. Eigentlich eine Beschreibung, die auf
Tibet zutrifft, doch die Schilderung ist von Dani Wismer von der Yak-Alp
Roti Flüo im Wallis aus den Novembertagen. Mit der stillen Jahreszeit
ist auch das Leben auf der Alp ruhiger geworden. Ringgyal, der tibetische
Nomadenhund, erfreut sich am Schnee, indem er sich auf den Rücken
legt, um den Schneehang hinunterzuschlitteln. Die Yaks sind zufrieden
bis auf den Muni Dawa, der die Leittiere zum Kampf herausfordert. Dawa
hat den Ehrgeiz, die Chefposition in der Yakherde erringen zu wollen,
und es sieht ganz so aus, als ob ihm das eines nicht allzu fernen Tages
gelingen könnte.


Ein Versuch, der Dani eine wesentliche Arbeitserleichterung verschaffen
könnte, erwies sich als vielver- sprechend: Ein Treibhund, der zu
Besuch war, versuchte sich als YakTreiber. Wie zu erwärten war, hatten
die Yaks keinerlei Respekt vor dem Hund und senkten nur die Hörner.
Doch der Hund kannte seine Aufgabe, liess sich nicht einschüchtern
und schaffte es tatsächlich, die Yaks in eine Richtung zu lenken.
Wer weiss, wie durchtrieben die Yaks sind, kann diese Leistung nicht hoch
genug einschätzen. So wird Dani nächstes Jahr einmal einen Schäfer
mit einem Border-Collie einladen, um dieses Experiment zu vertiefen. Warum
Ringgyal diese Arbeit nicht übernimmt? Yaks treiben gehört nicht
zu den Aufgaben eines Nomadenhundes, denn er ist schliesslich der Wachhund.
Und das ist eine Aufgabe, die nicht nur verantwortungsvoll ist, sondern
auch voll auslastet. Zudem hat der stolze Ringgyal einen tiefen Respekt
vor den Yaks. Nun hat der Yak-Bauer auch einmal Zeit für einen Besuch
im Unterland. Kürzlich holte er in Winterthur den 3. Preis des UFA-
Innovations- wettbewerbs (Tierfutterfirma) ab, und im Februar/März
wird er voraussichtlich nach Nepal reisen, um seinen Sherpa-Freund Jigme
zu besuchen, der im Sommer bei ihm arbeitete. Der Betrieb auf der YakAlp
wird von einem Bauern aus dem Zürcher Unterland aufrechterhalten.
Dani, auch so schon um neue Ideen kaum verlegen, wird wahrscheinlich voller
Inspirationen aus der Everest-Region zurückkehren.


Auch im Winter können Sie die Alp individuell besuchen und in einem
restaurierten Haus mit modernem Komfort übernachten. Für Ausflüge
bieten sich das mondäne Zermatt und Grächen an. Doch abends
wird man gerne von den betriebsamen Touristenorten auf die ruhige Alp
zurückkehren. Eine telefonische Anmeldung bei Daniel Wismer ist empfehlenswert
Tel. 027 952 14 22.

Innovative Landwirte ausgezeichnet Januar 2000

Yaks im Wallis Januar 2001

Innovative Landwirte ausgezeichnet

Die Schweizer Landwirte brauchen gute und neue Ideen, um ihre Zukunft langfristig
sichern zu können. Und diese Ideen haben sie auch, wie aus den zahlreichen
Einsendungen zum grossen UFA-Revue- Jubiläumswettbewerb hervorgegangen
ist. Bei diesem Wettbewerb, ausgeschrieben in der Jubiläumsnummer 10/98,
ging es darum, interessante, ausgefallene und selbs bewirtschaftete Nischen
zu beschreiben und uns mitzuteilen.

Der Jury bewertete die eingegangenen Arbeiten nach den Kriterien Präsentation,
Aktivitäten-Öffentlichkeits- arbeit für die Nische, ökonomischer
und landwirt- schaftlicher Nutzen sowie Originalität.

Anlässlich einer kleinen Feier übergab Chefredaktor Roman Engeler
den Gewinnern die Preise und er- munterte die Preisträger, auch in
Zukunft neue Wege zu beschreiten und innovative Ideen zu entwickeln.

legende

Die Gewinner sind:

1. Preis: Brigitte und Markus Reutimann, Unterstammheim (Hopfenprodukte);
Michel Besssard, Cremin (Swin-Golf).

2. Preis: Hans Schori, Lobsigen (Wildblumen);

Hans und Petra Nef, Oetwil am See (Erdbeerliköre);

3. Preis: Daniel Wismer, Embd (Yaks);

EIN STUCK TIBET im Wallis lässt die Herzen von Tibetfreunden höher
schlagen. Auf 1650 m ü. M. hat Daniel Wismer eine kleine exotische
Welt geschaffen. Auf den Alpwiesen weiden Yaks und rund um den Hof tummeln
sich Pfauen, Perl- und Seidenhühner.


tung Alp Roti Flüo. Plötzlich tauchen rechts hinter einer Hecke
zwei dunkle behornte Köpfe auf: Yaks! Aufmerksam verfolgen die zwei
Augenpaare die Neuankömmlinge. Schon mancher Wanderer wird wohl an
dieser Stelle fasziniert einen Halt einge-

schoben haben, um die herrlichen Tiere in aller Ruhe bestaunen zu können.

"1986 war ich unterwegs in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Bei
einem Zwischenhalt erblickte ich eine riesige Yakherde", erzählt
Daniel Wismer mit glänzenden Augen. "Die archaische Ausstrahlung,
die ihnen die zottigen, langen Haare und ihre mächtigen Hörner
verliehen, zog mich in ihren Bann." Und diesem Bann konnte er sich
nicht mehr entziehen. Die aus dem Himalaya stammen-

den Grunzochsen liessen ihm keine Ruhe mehr. 1994 kaufte Daniel Wismer
die Alp Roti Flüo oberhalb Embd (VS) und im Früh-

jahr 1995 war es dann so weit: Daniel importierte das erste Yak-Pärchen
aus einem Tierpark in Deutschland.


Vielleicht wittern sie in ihm den Wolf." Ebenfalls wenig Begeisterung
weckt man vor allem bei Muttertieren, wenn man sich einem Kalb nähert
oder es gar streicheln möchte. "Wichtig ist der tägliche
Umgang mit den Tieren, der im Laufe der Zeit wesentlich einfacher wurde.
Die Herde ist deutlich homogener, der Weidewechsel wird immer einfacher.
Die Yaks sind auch viel zahmer geworden. Früher musst ich die Tiere
treiben, heute reicht es, wenn ich sie rufe." Und tatsächlich,
die Tiere nähern sich auf sein Rufen hin und geniessen ein Kraulen
hinter den Ohren durchaus.


Das Yak Das Yak weist eine hohe An-passungsfähigkeit auf und lebt
bis in die extremen Höhen von 6500 m. Yaks halten Aussentemperaturen
bis -50 °C problemlos aus. Dabei wirkt das dicke Haarkleid mit der
langen Bauchbehaarung wie ein thermostabiler Schlafsack. Das Yak ist sehr
beweglich. Weibliche Tiere werden ca. 250 kg schwer, männliche bringen
es bis zu 600 kg. Mit ihrem leichten Körpergewicht verursachen sie
wenig Trittschäden. Sie sind sehr berggängig und er-reichen
auch abgelegene Futterplätze (saubere und effiziente Ausnützung
von Bergweiden. Yaks sind sehr genügsam, so fressen 4 Yaks gerade
mal so viel wie eine Kuh. Auch was die Futterqualität betrifft, sind
sie absolut nicht wählerisch.

Nutzbarkeit Das Yak kann sehr vielseitig genutzt werden. Als Landschaftspfleger,
vor allem im Berggebiet, eignet es sich hervor-ragend. Das sehr magere
Fleisch findet in Gourmetkreisen grossen Anklang. Aber auch die Drimilch
(Dri = Yakkuh) wird sehr ge-schätzt und Yakkäse ist eine wahre
Gaumen-freude. Das lange Haar kann zu Kleidern, Seilen oder gar Zelten
verarbeitet werden. Da das Yak, wie bereits erwähnt, ein sehr extensives
Tier ist, fallen diese Produkte in geringen Mengen an und die Preise sind
auch dementsprechend hoch.


Trekking 5 kastrierte Trekkingtiere stehen für Interessierte bereit.
Ausgebildet wurden

Betrieb Der nicht erschlossene Berghof Roti Flüo liegt auf 1650 m
ü. M. (Bergzone 4) im Mattertal, Kanton Wallis. Zurzeit be-wirtschaftet
Daniel 31 ha (davon 6 ha Eigen-land) nach den biologischen Richtlinien.
Empfangen werden die Besucher von einer sympathischen, bunt gemischten
"Crew": einem tibetischen Hirtenhund, 6 Pfauen, 2 Perlhühner,
Japanischen Seidenhühnern, 10 Hühnern sowie einer Kuh. 44 Yaks
be-weiden die kargen Flächen bis auf eine Höhe von 2000 m ü.
M. Daniel bewirtschaftet den Betrieb weitgehend allein. "Von Zeit
zu Zeit ein hartes Stück Arbeit", meint der innovative Zuger.
Doch dass das sein Leben ist, sieht man ihm an. Gut gelaunt zeigt er uns
sein neu umgebautes Gästehaus, das er auf Anmeld-ung jederzeit vermietet.
"Hier standen mir Kollegen und Fachleute aus dem Dorf zur Seite."
Und was daraus geworden ist, kann sich sehen lassen. Eine moderne, geräumige
Küche lädt zum Schmausen ein, in der gemütlichen Stube
fehlen selbst Fernseher und Video nicht. Die Dusche ist geräumig,
hell und der Schlafraum bietet komfortable Betten für 21 Personen


dieser Tiere von einem Sherpa, der eigens für einige Monate ins
Wallis kam.

Zur Zeit ist Daniel der einzige Yak-Trek-king-Anbieter Europas. "Es
war ein hartes Stück Arbeit, doch es hat sich gelohnt", stolz
lächelt der junge Mann, ganz versunken in Erinnerungen.

Die Gäste können zwischen ein und mehr-tägigen Touren wählen.
Als Führer amten Einheimische sowie Sherpas. So können die Parallelen
der beiden Bergvölker erläutert und den Gästen näher
gebracht werden.

Versorgt werden die Feriengäste direkt aus dem eigenen Garten. "Ich
bin ein richtiger Gärtner geworden", erzählt Daniel und
zeigt uns den vielseitigen Garten, der sich sehen lassen kann. Bei schlechtem
Wetter steht den Besuchern eine umfangreiche Video und Bibliothek mit
den Hauptthemen Tibet/Wallis Himalaya/Alpen zur Verfügung. Zudem
wird die Roti Flüo als "Ort der Ruhe und Abge-schiedenheit"
für Seminare, Kadertreffen und Meetings angepriesen.


Roti Flüo-Ideen In Planung ist ein Hima-laya-Lehrpfad mit verschiedenen
Stationen, der den Besuchern die Himalayischen Flora und Fauna näher
bringen soll. "Ich möchte jedoch auch kulturelle und religiöse
Bauten nachstellen", sinniert Daniel. Erste Pläne hat er auch
schon im Kopf oder auf Papier. "Bereits geplant habe ich eine tibetische
Felsenmalerei", sagt's und zeigt auf den mächtigen Felsen oberhalb
des Gästehauses. "Ihr werdet es nicht glauben, aber dafür
brauche ich zuerst eine Baubewilligung." Auch ein Kräuterlehrpfad
schwebt Daniel vor. Nicht vergessen gehen dabei aber auch andere Gaumenfreuden.
Im vergangenen Jahr baute Daniel erstmals eine alte tibetische Gerstensorte
an. "Daraus braue ich das tibe-tische Bier "Yak-Attack",
das ich den Gästen anbieten möchte." Auch Roggen steht
auf den Feldern von Roti Flüo. Daraus entsteht das alpeigene Roggenbrot,
das in einem grossen Holzbackofen ausgebacken wird.

Die Yaks können gar "gemietet" werden: Zum Schafweiden
putzen. Ideen hat der vor Engergie strotzende Alpbauer noch viele auf
Lager.


Das Yak Das Asiatische Hochgebirgsrind wird wegen seinem ständigen
Grunzen oft auch Grunzochse genannt. Es gehört zur Familie der Rinder.

Gemäss alten Überlieferungen und Felsen-malereien, stammt das
heutige Hausyak vom Wildyak ab. Es ist in der Jungsteinzeit (3000 bis
1800 v. Chr.) domestiziert worden. Die Heimat des Yaks sind die Nordhänge
des Himalayas.

Lediglich 15000 Wildyaks haben im Rück-zugsgebiet Changtang (Nordwesttibet)
und in Osttibet überlebt. In diesen Gebieten herrscht ein striktes
Tötungsverbot. Weltweit gibt es heute ca. 15 Mio. domestizierte Yaks,
wo-von rund 12 Mio. im Tibet gehalten werden.


Verhalten Da die Tiere aus Tierparks stammen, sind sie wilder und weniger
an den Menschen gewöhnt als unsere Kühe. Yaks haben ihren eigenen
Kopf. Sie sind meist friedlich, können aber in bestimmten Situationen
durchaus aggressiv werden. Und dann gilt es, sich vor den gewaltigen Hörnern
in Acht zu nehmen. "Hunde mögen sie zum Beispiel gar nicht",
gibt Daniel Auskunft.


Und Yaks sind ganz klar die Zukunft von Dani. "Yaks sind dort eingesetzt,
wo Milch-kühe keinen Zugang mehr haben, z. B. auf unwegsamen Geländen,
auf kargen Futter-flächen, von unschätzbarem Wert", ist
er überzeugt.

Man fühlt sich sofort wohl in der bunten tibetischen Welt auf Roti
Flüo. Und das wird noch manchem Gast so gehen. Lassen auch Sie sich
einmal von der exotischen Ausstrahl-ung verführen und geniessen Sie
einige Tage bei Daniel Wismer. ms


legenden

Tibetische

Ambiance im Wallis:

Die Alp Roti Flüo


Daniel Wismer hat noch viele Ideen, die er mit seinen Yaks verwirklichen
möchte

EIN STUCK TIBET im Wallis lässt die Herzen von Tibetfreunden höher
schlagen. Auf 1650 m ü. M. hat Daniel Wismer eine kleine exotische
Welt geschaffen. Auf den Alpwiesen weiden Yaks und rund um den Hof tummeln
sich Pfauen, Perl- und Seidenhühner.


tung Alp Roti Flüo. Plötzlich tauchen rechts hinter einer Hecke
zwei dunkle behornte Köpfe auf: Yaks! Aufmerksam verfolgen die zwei
Augenpaare die Neuankömmlinge. Schon mancher Wanderer wird wohl an
dieser Stelle fasziniert einen Halt einge-

schoben haben, um die herrlichen Tiere in aller Ruhe bestaunen zu können.

"1986 war ich unterwegs in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. Bei
einem Zwischenhalt erblickte ich eine riesige Yakherde", erzählt
Daniel Wismer mit glänzenden Augen. "Die archaische Ausstrahlung,
die ihnen die zottigen, langen Haare und ihre mächtigen Hörner
verliehen, zog mich in ihren Bann." Und diesem Bann konnte er sich
nicht mehr entziehen. Die aus dem Himalaya stammen-

den Grunzochsen liessen ihm keine Ruhe mehr. 1994 kaufte Daniel Wismer
die Alp Roti Flüo oberhalb Embd (VS) und im Früh-

jahr 1995 war es dann so weit: Daniel importierte das erste Yak-Pärchen
aus einem Tierpark in Deutschland.


Vielleicht wittern sie in ihm den Wolf." Ebenfalls wenig Begeisterung
weckt man vor allem bei Muttertieren, wenn man sich einem Kalb nähert
oder es gar streicheln möchte. "Wichtig ist der tägliche
Umgang mit den Tieren, der im Laufe der Zeit wesentlich einfacher wurde.
Die Herde ist deutlich homogener, der Weidewechsel wird immer einfacher.
Die Yaks sind auch viel zahmer geworden. Früher musst ich die Tiere
treiben, heute reicht es, wenn ich sie rufe." Und tatsächlich,
die Tiere nähern sich auf sein Rufen hin und geniessen ein Kraulen
hinter den Ohren durchaus.


Das Yak Das Yak weist eine hohe An-passungsfähigkeit auf und lebt
bis in die extremen Höhen von 6500 m. Yaks halten Aussentemperaturen
bis -50 °C problemlos aus. Dabei wirkt das dicke Haarkleid mit der
langen Bauchbehaarung wie ein thermostabiler Schlafsack. Das Yak ist sehr
beweglich. Weibliche Tiere werden ca. 250 kg schwer, männliche bringen
es bis zu 600 kg. Mit ihrem leichten Körpergewicht verursachen sie
wenig Trittschäden. Sie sind sehr berggängig und er-reichen
auch abgelegene Futterplätze (saubere und effiziente Ausnützung
von Bergweiden. Yaks sind sehr genügsam, so fressen 4 Yaks gerade
mal so viel wie eine Kuh. Auch was die Futterqualität betrifft, sind
sie absolut nicht wählerisch.

Nutzbarkeit Das Yak kann sehr vielseitig genutzt werden. Als Landschaftspfleger,
vor allem im Berggebiet, eignet es sich hervor-ragend. Das sehr magere
Fleisch findet in Gourmetkreisen grossen Anklang. Aber auch die Drimilch
(Dri = Yakkuh) wird sehr ge-schätzt und Yakkäse ist eine wahre
Gaumen-freude. Das lange Haar kann zu Kleidern, Seilen oder gar Zelten
verarbeitet werden. Da das Yak, wie bereits erwähnt, ein sehr extensives
Tier ist, fallen diese Produkte in geringen Mengen an und die Preise sind
auch dementsprechend hoch.


Trekking 5 kastrierte Trekkingtiere stehen für Interessierte bereit.
Ausgebildet wurden

Betrieb Der nicht erschlossene Berghof Roti Flüo liegt auf 1650 m
ü. M. (Bergzone 4) im Mattertal, Kanton Wallis. Zurzeit be-wirtschaftet
Daniel 31 ha (davon 6 ha Eigen-land) nach den biologischen Richtlinien.
Empfangen werden die Besucher von einer sympathischen, bunt gemischten
"Crew": einem tibetischen Hirtenhund, 6 Pfauen, 2 Perlhühner,
Japanischen Seidenhühnern, 10 Hühnern sowie einer Kuh. 44 Yaks
be-weiden die kargen Flächen bis auf eine Höhe von 2000 m ü.
M. Daniel bewirtschaftet den Betrieb weitgehend allein. "Von Zeit
zu Zeit ein hartes Stück Arbeit", meint der innovative Zuger.
Doch dass das sein Leben ist, sieht man ihm an. Gut gelaunt zeigt er uns
sein neu umgebautes Gästehaus, das er auf Anmeld-ung jederzeit vermietet.
"Hier standen mir Kollegen und Fachleute aus dem Dorf zur Seite."
Und was daraus geworden ist, kann sich sehen lassen. Eine moderne, geräumige
Küche lädt zum Schmausen ein, in der gemütlichen Stube
fehlen selbst Fernseher und Video nicht. Die Dusche ist geräumig,
hell und der Schlafraum bietet komfortable Betten für 21 Personen


dieser Tiere von einem Sherpa, der eigens für einige Monate ins
Wallis kam.

Zur Zeit ist Daniel der einzige Yak-Trek-king-Anbieter Europas. "Es
war ein hartes Stück Arbeit, doch es hat sich gelohnt", stolz
lächelt der junge Mann, ganz versunken in Erinnerungen.

Die Gäste können zwischen ein und mehr-tägigen Touren wählen.
Als Führer amten Einheimische sowie Sherpas. So können die Parallelen
der beiden Bergvölker erläutert und den Gästen näher
gebracht werden.

Versorgt werden die Feriengäste direkt aus dem eigenen Garten. "Ich
bin ein richtiger Gärtner geworden", erzählt Daniel und
zeigt uns den vielseitigen Garten, der sich sehen lassen kann. Bei schlechtem
Wetter steht den Besuchern eine umfangreiche Video und Bibliothek mit
den Hauptthemen Tibet/Wallis Himalaya/Alpen zur Verfügung. Zudem
wird die Roti Flüo als "Ort der Ruhe und Abge-schiedenheit"
für Seminare, Kadertreffen und Meetings angepriesen.


Roti Flüo-Ideen In Planung ist ein Hima-laya-Lehrpfad mit verschiedenen
Stationen, der den Besuchern die Himalayischen Flora und Fauna näher
bringen soll. "Ich möchte jedoch auch kulturelle und religiöse
Bauten nachstellen", sinniert Daniel. Erste Pläne hat er auch
schon im Kopf oder auf Papier. "Bereits geplant habe ich eine tibetische
Felsenmalerei", sagt's und zeigt auf den mächtigen Felsen oberhalb
des Gästehauses. "Ihr werdet es nicht glauben, aber dafür
brauche ich zuerst eine Baubewilligung." Auch ein Kräuterlehrpfad
schwebt Daniel vor. Nicht vergessen gehen dabei aber auch andere Gaumenfreuden.
Im vergangenen Jahr baute Daniel erstmals eine alte tibetische Gerstensorte
an. "Daraus braue ich das tibe-tische Bier "Yak-Attack",
das ich den Gästen anbieten möchte." Auch Roggen steht
auf den Feldern von Roti Flüo. Daraus entsteht das alpeigene Roggenbrot,
das in einem grossen Holzbackofen ausgebacken wird.

Die Yaks können gar "gemietet" werden: Zum Schafweiden
putzen. Ideen hat der vor Engergie strotzende Alpbauer noch viele auf
Lager.


Das Yak Das Asiatische Hochgebirgsrind wird wegen seinem ständigen
Grunzen oft auch Grunzochse genannt. Es gehört zur Familie der Rinder.

Gemäss alten Überlieferungen und Felsen-malereien, stammt das
heutige Hausyak vom Wildyak ab. Es ist in der Jungsteinzeit (3000 bis
1800 v. Chr.) domestiziert worden. Die Heimat des Yaks sind die Nordhänge
des Himalayas.

Lediglich 15000 Wildyaks haben im Rück-zugsgebiet Changtang (Nordwesttibet)
und in Osttibet überlebt. In diesen Gebieten herrscht ein striktes
Tötungsverbot. Weltweit gibt es heute ca. 15 Mio. domestizierte Yaks,
wo-von rund 12 Mio. im Tibet gehalten werden.


Verhalten Da die Tiere aus Tierparks stammen, sind sie wilder und weniger
an den Menschen gewöhnt als unsere Kühe. Yaks haben ihren eigenen
Kopf. Sie sind meist friedlich, können aber in bestimmten Situationen
durchaus aggressiv werden. Und dann gilt es, sich vor den gewaltigen Hörnern
in Acht zu nehmen. "Hunde mögen sie zum Beispiel gar nicht",
gibt Daniel Auskunft.


Und Yaks sind ganz klar die Zukunft von Dani. "Yaks sind dort eingesetzt,
wo Milch-kühe keinen Zugang mehr haben, z. B. auf unwegsamen Geländen,
auf kargen Futter-flächen, von unschätzbarem Wert", ist
er überzeugt.

Man fühlt sich sofort wohl in der bunten tibetischen Welt auf Roti
Flüo. Und das wird noch manchem Gast so gehen. Lassen auch Sie sich
einmal von der exotischen Ausstrahl-ung verführen und geniessen Sie
einige Tage bei Daniel Wismer. ms


legenden

Tibetische

Ambiance im Wallis:

Die Alp Roti Flüo


Daniel Wismer hat noch viele Ideen, die er mit seinen Yaks verwirklichen
möchte

Am Ziel seiner Trekking-Träume: Dani Wismer zusammen mit seinem Sherpa
Jimmy Kalden und den drei Yaks auf dem 2894 m hohen Augstbordpass.


Premiere ausserhalb des Himalajas: Yaks-Trekking auf den Augstbordpass
(2894 m ü. M.) zwischen Turtmanntal und Vispertal im Wallis


Tibet ? Nein, Wallis!

Erstes Yaks-Trekking ausserhalb des Himalajas geglückt

Drei Yaks, die tibetischen Hochlandrinder, erreichten Mitte August den
Augstbordpass auf 2894 m.ü.M. zwischen Vispertal und Turtmanntal.
Der langjährige Traum von Dani Wismer, dem Yaks-Züchter aus
Embd, dem steilsten Bergdorf im Wallis, ging nach vierjähriger Arbeit
in Erfüllung. Somit steht den ersten Gästen für ein Yaks-Trekking
ausserhalb des Himalajas über einen Teil der Haute Route von Chamonix
nach Zermatt nichts mehr im Wege.

Seit zwei Monaten trainiert der 27jährige Sherpa Jimmy Kalden aus
Namche Bazar, dem letzten Dorf unter dem Mt.Everest, die Tiere des Zuger
Yaks-Bauern Dani Wismer in Embd. Die exotischen Langhaarkühe sehen
sehr friedlich aus, können aber störrisch wie Esel sein oder
mit aller Kraft Reissaus nehmen. Ihre Hörner können dann zu
gefährlichen Waffen werden.Obwohl Wismer schon mehrere Zuchterfolge
mit seinen zwanzig Yaks aus europäischen Zoos aufweisen konnte, hat
er für die heikle Aufgabe des Abrichtens und Bereitens den Nepal-Bauern
angeheuert.

Dies macht sich schon in der ersten Stunde des Aufstiegs bezahlt. Der
Bulle, Anführer der dreiköpfigen Herde, kommt in eine Haarnadelkurve
und reisst aus, die beiden anderen Tiere hintennach bis zur Seilbahnstation
hinunter, wo sie der Sherpa einholt. Dafür gönnt sich Sherpa
Jimmy nachher einen Ritt auf dem Rücken der Lasttiere. Er pfeift
dazu seinen "Yaks-Song", ein karges Lied, so karg wie der steinige
letzte Abschnitt des Passübergangs, der früher als Säumerweg
zwischen Sitten und Zermatt und Theodulpass nach Italien vielbegangen
war. Sonst treibt der Sherpa die langhörnigen Tiere mit Lauten und
Drohgebärden hinauf.

Aufstieg zum Augstbordpass in vier Stunden

Die drei Yaks schaffen den Aufstieg von Embd (1600 m, an der Strasse nach
Zermatt) hinauf auf den Augstbordpass in knapp vier Stunden. Die Tiere
sind sich die extreme Sommerhitze auf fast 3000 m.ü.M. nicht gewohnt
und geniessen das angenehme Lüftchen, das vom Turtmanntal heraufbläst
und die Passhöhe "streichelt". Bergab halten die Tiere
nur noch an den glasklaren Bächen des Augstbordtales, sonst wäre
der Abstieg nach Embd in zwei Stunden kaum möglich.

Die Freiluftbahn, eine alte Seilbahn zwischen Holzkabine und Sesselbahn,
bringt die Gäste wieder heil von der Alp Schalb nach Embd und von
dort mit der Seilbahn nach Kalpetran zum Bahnhof der BVZ-Zermatt-Bahn.

Dani Wismer trainiert noch mehr Bullen, damit er die Transportstrecke
Embd-Augstbordpass-Gruben im Turtmanntal an einem Tag hinüber und
anderntags retour schafft. Wismer ist somit der erste Anbieter für
Hochgebirgstouren mit Yaks. Weitere Anbieter werden in den nächsten
Jahren folgen. Bereits haben mehrere Trekking-Freunde Interesse an den
jungen Yaks aus Wismers Zucht gezeigt, so unter anderem auch Reinhold
Messner. Nicht spurlos ist die Tibet-Welle an den Medien vorübergegangen.
Bei Wismers Schlafsackidylle auf 1600 m wechseln sich inzwischen die wichtigsten
deutschsprachigen Fernsehstationen ab.

In Zusammenarbeit mit ETH-Professoren plant Yakzüchter Daniel Wismer
eine Yak-Eringer-Kreuzung

Fachsimpelei, wenn sich drei ETH-Professoren mit einem Yakzüchter
treffen ....

Bald stolzer Vater, verheiratet mit einer Eringerkuh?

Embd. - Auf der Rotfluh oberhalb von Embd züchtet Daniel Wismer seit
über fünf Jahren Yaks. Gerne würde er nun diese Tierrasse
mit Eringerkühen kreuzen. Am vergangenen Freitag diskutierte er mit
drei Professoren der ETH Zürich über Sinn und Unsinn dieses
Vorhabens.

Für den Laien sehen Yaks wie Schottische Hochlandrinder aus, sie
stammen jedoch aus dem zentralasiatischen Gebirgsraum; sie sind genügsam,
bisher traten bei ihnen keine BSE-Fälle auf und sie weisen ein ausgesprochenes
Urverhalten auf. Der Yakzüchter Daniel Wismer möchte nun diese
Tiere in einem wissenschaftlich begleiteten Versuch mit Eringerkühen
kreuzen.

Die heilige Kuh

"Fürs Wallis" so meint Wismer, "ist die Eringerkuh
sehr wichtig." Bei seinem Vorhaben geht es dem 35-jährigen gebürtigen
Zuger keineswegs darum, "möglichst viel Yakblut in die Eringerbestände
zu mischen", wie er sagt. Jedoch müssen neue Formen der Alpbewirtschaftung
diskutiert und ernsthaft in Betracht gezogen werden. Falls es zu einem
Züchtungsversuch dieser neuen Tierrasse komme, würde dieser
sehr klein angelegt. Selbstverständlich müssen nach wie vor
sowohl die Eringerrasse als auch die Yaks im ursprünglichen Typ erhalten
bleiben.

Nutzen muss ersichtlich sein

Für die drei Professoren ist klar: Mit der Kreuzung muss ein bestimmtes
Zuchtziel verfolgt werden. Es mache in der Schweiz bestimmt keinen Sinn,
die Milchleistung steigern zu wollen. Auch der Wunsch nach Publizität
allein rechtfertige den Eingriff nicht. Jedoch ist man sich einig, dass
die konventionelle Alpbewirtschaftung zunehmend unattraktiver wird. Und
Yaks sind für den alpinen Raum wie geschaffen: Sie sind genügsame
Fresser und gute "Rasenmäher", trittsicher und stark. Auch
Eringerkühe sind gut an alpines Gelände angepasst. Mit einem
Kreuzungsprodukt aus diesen beiden Tierarten, so argumentiert Wismer,
fände man vielleicht den optimalen Alpbewohner.

Viele offene Fragen

Der Züchtungsbiologe Professor Doktor Gerald Stranzinger ist gegenüber
dem Experiment skeptisch: Viele Unbekannte gebe es dabei, und das Zuchtergebnis
sei nur in den Grundzügen voraussehbar. So wisse man nicht, wie umgänglich
die neue Tierart sein würde. Da sowohl der Yak als auch die Eringerkuh
ausgesprochene Urtiere sind, könnten die Nachkommen aggressiv sein.
Die Tiere wären vielleicht grosswüchsiger und richten dadurch
Landschäden an. Die männlichen Nachkommen seien mit grosser
Wahrscheinlichkeit steril, erzählt Professor Doktor Schulthess, der
zwölf Jahre in der Yakheimat Nepal verbracht hat.

Kreuzungsprodukte in Nepal

Im zentralasiatischen Raum, so erzählt Schulthess, werden seit Jahren
erfolgreich Kreuzungsprodukte zwischen Yaks und Kühen gezüchtet.
Er selbst ist dem Kreuzungsversuch gegenüber sehr positiv eingestellt.
Meist sei das Muttertier eine Kuh, der Stier hingegen ein Yak. Die Nachkommen
tendieren jeweils eher zur Mutter hin. Die in diesem Raum verwendete Kuhart
Zebu, so Professor Doktor Frei, sei jedoch viel friedfertiger als Eringerkühe.

Neue Tierrasse in Embd?

Die Verhältnisse im zentralasiatischen Raum unterscheiden sich stark
von denjenigen im Wallis. In der Urheimat der Yaks sind die Tiere beinahe
lebensnotwendig für viele Menschen, hier hält man sie meist
aus Freude an der Sache oder aus einem Spleen heraus. Die Vegetation und
damit die Ernährung der Tiere ist verschieden, es gibt wenige Informationen
über Yakhaltung im Mitteleuropäischen Raum. Daniel Wismer ist
einer der wenigen Yakexperten in der Schweiz. Er ist optimistisch, was
das Kreuzungsprodukt betrifft.

Befragt, was sie von solchen Mischehen halten würden, gaben die Yaks
leider keine Stellunggsnahme ab. dg

Juli 2000
Erstes "Yakinger" wohlauf

Erfolgreicher Kreuzungsversuch

E m b d. (wb) "Yakinger" ist der Name des Erstlings. Es ist
das Kreuzungsresultat eines tibetischen Yaks und einer Walliser Eringer
Kuh. Im Oktober letzten Jahres nahm Daniel Wismer den Versuch auf seiner
Yakfarm oberhalb von Embd in Angriff. In der Nacht auf Mittwoch erblickte
das junge "Yakinger" nun das Licht der Welt und erfreut sich
bester Gesundheit

Kreuzung eines tibetischen Yaks mit einer Walliser Eringerkuh

E m b d. In der Nacht auf Mittwoch erblickte es das Licht der Welt: Das
welt- weit erste «Yakinger». Es ist das Kreuzungsresultat
eines tibetischen Yaks mit einer Walliser Eringerkuh. Abgespielt hat sich
die sen- sationelle Geburt oberhalb Embd, auf der Yakfarm von Daniel Wismer.

Der ganze Versuch wurde im Oktober letzten Jahres ge- startet. Die Kreuzung
eines Yakbullen und einer Eringer- kuh schwebte Daniel Wismer schon lange
als Idee vor. Ähnliche Yakmischlinge, allerdings von Schweizer Milchkühen,
sind bereits bekannt. Die Motivation für das ungewöhnliche Projekt
sieht Daniel Wismer einerseits in der persönlichen Neu- gierde, andererseits
auch in der Werbung für seine Yak- farm.

ETH Zürich zeigt reges Interesse

Bevor die Kreuzung vorge- nommen wurde, bearbeitete ein Team der ETH Zürich
das Vorhaben. Dem Versuch wurde grundsätzlich zuge- stimmt, auch
wenn Bedenken über ein möglicherweise aggressives Verhalten
des Tieres geäussert wurden. Die ETH Zürich wird das Projekt
weiter verfolgen. Die Charaktereigenschaften werden allerdings erst nach
einer gewissen Zeit zum Vor- schein kommen.


Als Muttertier wurde absicht- lich die Eringerkuh gewählt. Für
ein weibliches Yak wäre das Kalb wohl zu gross ge- wesen. Die Geburt
lief völlig natürlich und ohne Zwischen- fälle ab. «Eine
Geburt wie aus dem Bilderbuch», beschreibt der überglückliche
Daniel Wismer das Erlebte


Im Moment macht das junge «Yakinger» noch einen lieb- lichen
Eindruck. Gierig saugt es an den Zitzen seiner Mutter. Ein beeindruckendes

Bild. Welche Eigenschaften es von den Yaks und welche von den Eringerkühen
in sich trägt, ist noch schwer zu sagen. «Den schwarzen Schwanz
hat es klar vom Vater, die Laute, die es von sich gibt, sind die einer
Kuh», beurteilt Daniel Wismer das Neugeborene.

Noch unsicher ist, ob das «Yakinger» auch fruchtbar ist. Bei
solchen Kreuzungen ist dies selten der Fall. Sollte sich der Erstling
aber positiv entwickeln, wird es nicht bei der einen Aktion bleiben, versichert
Daniel Wismer


Die Attraktion «Yakinger» soll nun möglichst viele Neugierige
zu «Yak Tsang Ling» locken. Hier, eine halbe Stunde oberhalb
von Embd, hält Daniel Wismer mit zwei Gehilfen 46 Yaks. Ein Yak ist
ein langhaariges Hausrind, das vor allem in den tibetischen und angrenzenden
Hochländern beheimatet ist. Wild lebende Yaks gibt es kaum mehr.

Mit seinen tibetischen Yaks hat sich Daniel Wismer vor sechs Jahren in
Embd niedergelassen. Inzwischen hat er die drei Häuser auf der «Roti
Flüe», wie der Weiler von den Einheimischen genannt wird, umgebaut.
Hier empfängt er regelmässig Touristen und Interessierte aus
aller Welt. Organisiert werden auch Yak-Trekking- Touren in der Augstbord-
region. Der ehemalige Forst- wart und Weltenbummler lebt mit seinen Tieren
das ganze Jahr über auf seiner Farm. Die Yaks ertragen Tempera- turen
bis zu minus 20 Grad, womit auch der frostige Winter für sie kein
Problem darstellt.

Wie das «Yakinger» sich bis zu seinem ersten Winter entwickelt,
bleibt abzuwarten. ms

Daniel Wismer züchtet seit 4 Jahren oberhalb Embd im Wallis auf
der Alp "Roti Flüö" Yaks. Mittlerweile ist seine Herde
auf 37 Stück herangewachsen. Der Biobetrieb umfasst 22 ha Wiesland
und Weide. Hier erzählt er von seiner Arbeit mit den Tieren.


eben den schottischen Hochlandrindern, Lamas, Wasserbüffel, Bisons
etc. zählen auch die aus dem Himalaya stammenden Yaks zu den "Neuankömmlingen"
in der schweizerischen Landwirtschaftsszene. (CH-Bestand ca. 70 Stück)
Hält der Trend zur Extensivierung und Wirtschaftlichkeit an, sehe
ich für den wetter- und winterharten Yak eine grosse Zukunft im Alpenraum.
Extreme Berggängigkeit (dadurch praktisch kein Klauenschneiden) ,
Anspruchslosigkeit im Futter (braucht kein Kraftfutter) zeichnen ihn ebenso
aus, wie ihm ein plötzlicher Wintereinbruch nichts anhaben kann.
Im West-Tibet werden im Sommer die Bullen (Yak) von den Kühen (Dri)
getrennt und in Höhen bis zu 6000 m getrieben. Die Dri´s werden
um die Zelte gehalten, um ihre sehr fettreiche Milch (7% ) zu steinhartem
Käse zu verarbeiten. Auch Joghurt und Butter werden hergestellt.
Letzterer wird für den berühmtberüchtigten Buttertee (Bödscha)
gebraucht.

Neben der Milchproduktion wird der Yak auch zum reiten, pflügen und
als Lasttier gebraucht, sein Dung als Brennmaterial verwendet und seine
Wolle zu Seilen, Zelten und Kleidungsstücke verarbeitet. Ab und zu
werden auch Yakbullenrennen durchgeführt.

eit zwei Jahren kommt ein Sherpa von Namche Bazar (Nepal) ins Wallis,
um die dortigen Yaks zu Trekkingtieren auszubilden. Die sehr sensiblen
Tiere müssen "fachgerecht" gehandhabt werden, ansonsten
sie ihr Temperament mit Hornstössen und Tritten kundtun. Mit drei
Tieren erreichte man letztes Jahr den 2894 m hohen Augstbordpass.

Der Umgang mit den Yaks ist nicht immer ganz einfach: Durch den ganzjährigen
Freilauf lassen sie sich ohne zu üben, am Halfter schwer führen.
So werden die Tiere halt, wie im Himalaya, getrieben. Dass dabei ab und
zu ein Yak verrückt spielt, ist normal. Eine gute Einzäunung
(3-fach geführter Elektrozaun) ist vonnöten, um mit den Nachbarn
keine Probleme zu kriegen. "Kennt man sich", so kann man die
Yaks auch zur nächsten Wiese herbeirufen. Wichtig ist, dass man mit
dem Leittier, normalerweise der stärkste Bulle, guten Kontakt hält
(Altbrot als Belohnung). Yak-Mütter greifen Hunde sofort an (Wolfabwehrinstinkt).
Auch Menschen sollten den Yak-Babys nicht zu nahe kommen, denn die Yaks
verstehen mit ihren spitzen Hörnern bestens umzugehen. Will man sie
mit Gewalt zähmen, schalten sie nach einer anfänglichen Angstphase
auf die Aggressionsphase um! Dann greifen sie alles an was sich bewegt
inklusive Mensch. Das heisst, Yaks kann man nur mit Liebe und viel Zuwendung
bezähmen. Geht man jeden Tag zu ihnen auf die Weide oder arbeitet
mit ihnen (Trekking) , begreifen sie schnell, was man von ihnen will.
Nach dreimal einkaufen im Dorf, finden die Tiere den Weg nach Hause problemlos
alleine zurück.

Die in Embd (Mattertal) lebenden Yaks werden auch als "Schafweidennachputzer"
eingesetzt (Zusammenarbeit mit Einheimischen! ). Vergandeten und damit
feuergefährlichen Wiesen wurde Hektarenweise zu Leibe gerückt.
Als Landschaftspfleger und Attraktion ist der Yak hier bereits voll anerkannt.
Selbstverständlich kann der Yakhof "Yak Tsang Ling" nach
Voranmeldung auch besichtigt werden.


01.08.1998

05.02.1999

01.07.1999

01.10.1999

01.05.2000

24.07.2000

08.11.2000

18.11.2000

01.03.2001

16.02.2001

30.05.2002

18.02.2003

25.10.2003

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Beobachter

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Blick

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Spick

Thuner Tagblatt

Beobachter

Blick

Courrier


Hier erfahren Sie viel Hintergrund Informationen über diese stolzen
Tiere im Allgemeinen und über unsere Herde im Speziellen.


geboren 12.6.2003, weiblich,

Mutter Domo, Vater Dawa
geboren 7.5.2003, männlich,

Mutter Wangtschen, Vater Tibi
geboren 9.6.2003, männlich,

Mutter Shorthorn, Vater Tinle
geboren 1.6.2003, weiblich,

Mutter Syrah, Vater Migmar
geboren 27.4.2003, weiblich,

Mutter Yankar, Vater Tibi
geboren 3.12.2003, männlich,

Mutter Nyima, Vater Migmar
geboren 13.8.2003, männlich,

Mutter Kelsang, Vater Dawa
geboren 13.8.2003, männlich,

Mutter Kelsang, Vater Dawa
geboren 18.7.2003, männlich,

Mutter Yishe, Vater Khampa
geboren 3.6.2003, männlich,

Mutter Zomky, Vater Tibi

Yaks (Bos mutus grunniens) gehören zu Tibet wir Nomaden, Berge,
Mönche und Götter. Ohne das Yak ist ein Ueberleben auf den eisigkalten
Hochebenen gar nicht denkbar. Ein Yak ist etwas kleiner als ein Ochse,
hat langes zottiges Haar, das gegen Temperaturen bis 40 Grad minus sicher
schützt. In den Bergen sind die Tiere trittsicher wie die Gemsen.
Sie dienen dem Menschen in Tibet als Reit- und als Packtiere, sie ziehen
den Pflug und sind so die wichtigsten Helfer bei der Feldarbeit. Selbst
über 6000m hohe Pässe, durch Eis und Schnee, können Yaks
noch zwei Zentner schwere Lasten schleppen. Die Milch der Kühe, die
nicht Yak sondern Dri heissen (Yak ist der Name allein für das männliche
Tier), gibt die Butter für den berühmt-berüchtigten Buttertee.
Das Yakfleisch wird in kalten, feuchtigkeitsarmen Luft getrocknet - ähnlich
wie Bündnerfleisch - und ergibt so einen wichtigen Vorrat für
die strengen Winter. Aus den langen Haar der Yaks werden feste Seile gefertigt
und winddichte Stoffe für die Nomadenzelte gesponnen. Aus dem Fell
schliesslich schneidert sich der Tibeter Mäntel und Stiefel und aus
der Haut baut er leichte und wendige Yaklederboote zum überqueren
der grossen Flüsse. Gute Schnapsflaschen lassen sich aus den Hörner
schnitzen, und die langen Schwänze werden schliesslich zu Staubwedeln
und Schmuckquasten verarbeitet. Zu den wichtigsten Yakprodukten gehört
auch der Mist, der im Sommer getrocknet das Heiz- und Brennmaterial für
den Winter ergibt.


Hör und Sehvermögen von Yaks sind nicht besonders gut ausgeprägt,
der Geruchssinn ist demgegenüber aber hervorragend entwickelt. Die
Tiere kommunizieren über den Körpergeruch und die typischen
Grunzlaute.

Der kurzen Wachstumszeit der Vegetation steht eine 6-7 Monate dauernde
Zeit einer absterbenden Pflanzendecke gegenüber, welche die Yaks
mit einer Nahrungsaufnahme von täglich 8-10 Stunden intensiv nutzen.
Die Schneedecke scharren sie bis zu einer Dicke von 30 Zentimetern weg.
Aber die karge Nahrung führt zu einem Gewichtsverlust über den
Winter von bis zu 25 Prozent.
Semesterarbeit von Isabel Hossle, dipl. Ing. Agr. ETH

Erscheinungsdatum: 2000

66 Seiten


PDF-File


klicken sie doch einfach mal auf die kleinen Screenshots.
Schneeschuhtouren im Safiental ....

auf dem Yak und Lama Hof Gädemli in Safien Platz im Safien-

tal im Kanton Graubünden, der Ferienecke der Schweiz.

Vor drei Jahren wurde von einem Bauer im solothurner Jura eine passende
Sommerweide für eine kleine Yak-Herde gesucht. Der damalige Besitzer
hatte eine Pacht in der Gegend vom Passwang, er beabsichtigte aber in
naher Zukunft nach Neuseeland auszuwandern, und suchte daher einen neuen
und vor allem geeigneten Standort für seine Yaks.

Süden des Verbreitungsgebietes werden sie oberhalb von 2000 m Höhe
gehalten. Weiter im Norden, wie z. B. in der Mongolei, kommt der Yak schon
in einer Höhe von 1600 m vor.


Es freut uns, Sie recht herzlich auf unserer Website zu begrüssen.
Sie werden hier Informationen über unser Hotel Restaurant, die Selbstversorger
Berghütte Martrüel, sowie das Spezialangebot

Im weiteren erhalten Sie Info’s zu Sport- und Freizeitaktivitäten
zwischen Davos und Lenzerheide und Angaben über unser Dorf Wiesen.
von Jürgen Lensch, Peter Schley und Rong-Chang Zhang

Taschenbuch - 268 Seiten

Erscheinungsdatum: 1996

ISBN: 3428084438
Sowjetunion"

von Peter Schley

roschiert - 131 Seiten

Erscheinungsdatum: 1967

ISBN: 342803905X
Von Jean Bonnemaire

Französisch, 170 Seiten

Erscheinungsdatum: 1976

ISBN: 2 - 901081 - 03 - 7


geboren 2.7.1997

Deutschlandimport
geboren 1995

Deutschlandimport
geboren 1992

Deutschlandimport
geboren 1996

Deutschlandimport
geboren 19.6.1997

Mutter Shorthorn

Vvater aus Deutschland
geboren 1994

Deutschlandimport
geboren 1996

Deutschlandimport
geboren 1990 Deutschlandimport
geboren 31.3.2001 Mutter Yangchen Vater Tibi
geboren 2.12.2001 Mutter Lakpa Vater Babu
geboren 1991 Deutschlandimport
geboren 1991 Deutschlandimport
geboren 1991

Deutschlandimport
geboren 1992

Deutschlandimport
geboren 23.7.1997

Mutter Rani Vater Khampa
geboren 1991

Deutschlandimport
geboren 1992

Deutschlandimport
geboren 1995

Deutschlandimport
geboren 1994

Deutschlandimport
geboren 1992

Deutschlandimport
Unter kundiger Führung eines Einheimischen und eines Sherpas aus Nepal
bricht die Yak-Karawane Richtung Augsbordpass auf. Nach einem ca. 4-stündigen
Marsch erreichen wir ein 2500 Meter hohes Plateau, wo das Nachtlager aufgeschlagen
wird.

Am Lagerfeuer lassen wir unsere Gaumen mit einheimischen Spezialitäten
verwöhnen.

Eine unvergessliche Nacht verbringen Sie anschliessend in einem tibetischen
Zelt. Nach einem ausgiebigen Frühstück wird Sie unser Karawanenführer
aufs 3020 Meter hohe Schwarzhorn begleiten, von wo aus Sie die herrlicheWalliser
Bergwelt geniessen können.

Zum Mittagessen finden wir uns wieder auf dem Lagerplatz ein und treten
nach einer gemütlichen Mittagspause den Heimweg an.

Ende des Trekks: Sonntagabend


Yaktrekking mit 2 Führern und 3-5 Yaks.

Abendessen, Frühstück, Mittagessen und Getränke sowie Übernachtung
im tibetischen Zelt.

Verpflegung während der Wanderung und Versicherung sind Sache des
Teilnehmers.

Gutes Schuhwerk, eigener Schlafsack und warme Kleidung sind unbedingt
erforderlich.


Wochenende pro Person :

1 bis 5 Personen auf Anfrage

6 bis 10 Personen pro Erwachsener Fr. 190.-

für Kinder bis 12 Jahre Fr. 130.-

Ab Brig mit der BVZ-Bahn , Brig-Visp-Zermatt Bahn, bis Station Kalpetran.
Anschliessend mit der Luftseilbahn Kalpetran-Embd nach Embd.

Mit dem Auto von Visp, Richtung Zermatt, nach Stalden. Nach Dorfende Stalden
Abzweigung, Richtung Törbel-Embd, bis nach Embd-Dorfplatz.
Ab Embd-Parkplatz zu Fuss bis zur Roti Fluo, ca. 45 Minuten.

Der Fussweg ist ab Parkplatz, Richtung Visp, signalisiert.
der Roti Flüo
Sind wir in der Schweiz oder in Nepal -unser tibetisches Zelt
unterhalb des Augsbordpasses
erleben sie einen Hauch vom Himalaya in den Walliser Bergen.

männlich kastriertgeboren 15.7.1999

Mutter Wangtschen Vater Khampa

männlich kastriert geboren 1.5.1996

Mutter Zomky Vater Khampa

männlich kastriert geboren 1.6.1996

Mutter Domo Vater Khampa

männlich kastriert Deutschlandimport

männlich kastriert geboren 12.5.1998

Mutter Wangtschen Vater Khampa

männlich kastriert geboren 23.4.1998

Mutter Karma Vater Khampa


Das aktuelle Wetter

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